Aktuelles von Zenit


ZIM‑Kooperationsnetzwerke bieten ihren Mitgliedern nicht nur die Möglichkeit, durch enge Zusammenarbeit und effektiven Wissenstransfer innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie erleichtern auch den Zugang zu Fördermitteln, mit denen Projekte bis zur Marktreife unterstützt werden. ZENIT managt momentan drei Netzwerke und stellt in einer Interviewreihe einige engagierte Netzwerkpartner vor. Den Auftakt macht die Penkert GmbH aus Mülheim an der Ruhr, die sich im Bereich Persönlicher Schutzausrüstung einen Namen gemacht hat und im Netzwerk InnoNetPPE aktiv ist.
Das 1967 gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von hochwertigen Arbeitsschutzprodukten. Neben der Fertigung von Körperschutzartikeln mit dem Schwerpunkt auf Schutzhandschuhe u.a. für die Feuerwehr, bietet es mit Faltenbälgen und Verladeschläuchen Schutzummantelungen für bewegliche Maschinenteile. Für seine Forschungstätigkeit wurde das Unternehmen vom „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ mit dem Gütesiegel „Innovativ durch Forschung“ ausgezeichnet. Penkert ist Mitglied in dem im September 2025 bei ZENIT gestarteten Netzwerk InnoNetPPE (Personal Protection Equipement).
Partner im Netzwerk sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Textiltechnik, Materialentwicklung, Sensorik, Digitalisierung und Brandschutz. Gemeinsam entwickeln sie eine neue Generation hochfunktionaler Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Feuerwehrkräfte und verwandte Einsatzbereiche. Ziel ist die Kombination von maximalem Schutz, Tragekomfort, Nachhaltigkeit und digitaler Vernetzung – durch innovative Materialien, integrierte Sensortechnologien und intelligente Logistik- und Kommunikationslösungen. Das Unternehmen ist familieninhabergeführt und wird heute in zweiter Generation geführt.

Interview mit Angela Roovers. Sie ist verantwortlich für Arbeitshandschuhe in den Sektoren Automotive, kommunale Abfallwirtschaft und Industrie sowie für Zertifizierung und Marketing im Bereich Feuerwehr / Technische Hilfe.
Was hat Ihr Unternehmen dazu motiviert, sich in einem ZIM-Netzwerk zu engagieren und welche Erwartungen haben Sie?
Durch unsere guten Kontakte zu beschaffenden Kommunen und Anwendern z.B. bei der Feuerwehr sind wir bereits gut aufgestellt. Trotzdem gibt es eine stetige Herausforderung, unsere Produkte auf die Bedürfnisse anzupassen und unser Knowhow zukunftsfest zu machen. Wir wollen unser Wissen für die Zukunft transformieren, haben aber nicht alle Kompetenzen dafür im Unternehmen. Die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit anderen Akteuren spielt daher eine sehr wichtige Rolle.
Was tut sich gerade in Ihrem Branchenumfeld?
Der Schutz von Menschen und Maschinen wird immer wichtiger und Beschaffer wie die Kommunen verändern sich. Sie werden digitaler, nachhaltiger und erwarten eine intuitive Handhabung von Produkten. Obwohl die Anforderungen unterschiedlich sind, versuchen wir, allen gerecht zu werden und das große Nachfragepotenzial zu bedienen.
Welche Forschungs- und Entwicklungsziele verfolgen Sie im Netzwerk?
Wir sind Premiumhersteller, wollen die Lebenszeit unserer Produkte weiter verlängern und damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Im besten Fall erzählt ein Handschuh, was er braucht. Dazu gehören beispielsweise die Themen Pflege und Wartung. Ideal wäre es dafür, wenn die Materialen Wartungsbedarf oder Verschleiß anzeigen könnten, also zu intelligenten Textilien würden.
Welche Rolle spielt dafür der Wissens- und Technologietransfer im Netzwerk?
Innovationen entstehen durch das Teilen von Erfahrungen. Und für manche Entwicklung braucht es Partner. Sehr spannend war zum Beispiel ein analoges Treffen mit allen Netzwerkmitgliedern, die ihre Produkte mitgebracht und vorgestellt haben.
Wo sehen Sie die Stärke von ZIM-Netzwerken hinsichtlich realer Märkte?
Gute ZIM-Netzwerke bedienen Marktentwicklungen und -anforderungen. Wie im Fall von InnoNetPPE bringen sie Hersteller, Anwender und Beschaffer zusammen. Das Netzwerkmanagement weiß, wo Innovationen nachgefragt werden und wo es Fördermittel gibt. Ein Förderprojekt in der zweiten Phase des Netzwerks wäre natürlich schön, aber noch wichtiger ist der Austausch von Wissen. Wir glauben, dass Innovationen in unserem Unternehmen durch die Mitarbeit im Netzwerk schneller umgesetzt werden, weil unterschiedlichste Perspektiven abgebildet sind.
Wer Interesse hat, als neuer Partner im Netzwerk InnoNetPPE mitzuarbeiten, kann sich an das Netzwerkmanagement bei ZENIT wenden.
Homepage Penkert GmbH
ZIM-Netzwerk InnoNetPPE
Seit mehr als zehn Jahren managt ZENIT im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) Innovationsnetzwerke.
Benefits für Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Verbände:
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