Aktuelles von Zenit


Über einen dänischen Partner des Enterprise Europe Network (EEN) und das NRW.Europa-Team bei ZENIT fanden das dänische Deep-Tech-Unternehmen DECPT ApS und das Aachener Unternehmen AMO zueinander. Gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern erhielten sie eine Förderung aus dem Europäischen Verteidigungsfonds für die Entwicklung innovativer Tarntechnologien.
Innovationen im Verteidigungssektor entstehen zunehmend in internationalen Netzwerken. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das Projekt „Camofoil 2.0 – Advanced Material for a Disruptive Approach to Signature Management“, das im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds (European Defence Fund, EDF) gefördert wird. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer plattformunabhängigen Tarnlösung für gepanzerte Fahrzeuge, die auf einer entsorgbaren multispektralen Folie basiert und Schutz vor visueller, thermischer sowie radarbasierter Aufklärung bietet.
Koordiniert wird das Projekt vom dänischen Deep-Tech-Unternehmen DECPT ApS, das für die Antragstellung gezielt nach europäischen Technologiepartnern suchte. Die Partnersuche erfolgte über das Enterprise Europe Network. In Deutschland übernahm das NRW.Europa-Team bei ZENIT die Vermittlung geeigneter Unternehmen und brachte die AMO GmbH aus Aachen in das entstehende Konsortium ein.
Die Aachener zählen zu den führenden Forschungs- und Entwicklungsunternehmen im Bereich Mikro- und Optoelektronik. Ihre Kompetenzen in Nanoelektronik, Nanophotonik, der Verarbeitung von 2D-Materialien, Graphen-Beschichtungen, Nanostrukturierung und optischen Simulationen ergänzen die technologischen Anforderungen des Projekts ideal. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Belgien, der Slowakei, Zypern und Dänemark entstand ein schlagkräftiges europäisches Konsortium.
Der Projektantrag wurde 2025 erfolgreich bewilligt. Das Gesamtbudget beträgt rund 3,2 Millionen Euro und wird nahezu vollständig durch den Europäischen Verteidigungsfonds finanziert. DECPT erhält als Projektkoordinator rund 1,24 Millionen Euro.
Für die AMO GmbH eröffnet die Beteiligung neue Möglichkeiten im Bereich funktionaler Beschichtungen und intelligenter Tarntechnologien und stärkt zugleich ihre Sichtbarkeit im europäischen Innovationsökosystem der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Ihr Förderanteil liegt bei rund 460.000 Euro.
Zum Erfolg des Projekts trug das NRW.Europa-Team bei ZENIT maßgeblich bei. Nach Eingang der dänischen Partneranfrage koordinierte es die Kontaktaufnahme, begleitete den Austausch zwischen den beteiligten Unternehmen und sorgte gemeinsam mit den dänischen EEN-Partnern für einen strukturierten Follow-up-Prozess. Dieses gezielte Matchmaking führte letztlich zur Bildung eines leistungsfähigen internationalen Konsortiums und zu einer erfolgreichen Antragstellung im Europäischen Verteidigungsfonds.


„Die Teilnahme am CAMO-V2-Projekt ist für AMO von erheblichem strategischem Wert. Sie ermöglicht es, unsere Expertise in den Bereichen Sensortechnologien, fortschrittliche Materialien und Nanotechnologie auf innovative verteidigungsbezogene Anwendungen zu übertragen und gleichzeitig mit führenden europäischen Industrie- und Forschungspartnern zusammenzuarbeiten. Durch das Projekt erweitern wir unser Netzwerk innerhalb des europäischen Verteidigungsökosystems, erhöhen die Sichtbarkeit unserer Technologien und gewinnen wertvolle Einblicke in zukünftige Fähigkeitsanforderungen. CAMO-V2 stellt daher einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Position von AMO im Verteidigungsmarkt dar und eröffnet neue Möglichkeiten für langfristige Kooperationen und Technologietransfer. Wir schätzen die Partnering-Unterstützung des Enterprise Europe Network sehr, da sie die gezielte Anbahnung von Partnerschaften wie dieser erheblich erleichtert.“
Dr. Ulrich Plachetka, Leiter Sensor-Technologie & Energiewandler (l) und Jasper Ruhkopf