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Technische Fachkräfte werden dringend gesucht, gleichzeitig finden Unternehmen und potenzielle Auszubildende nicht immer zusammen. Das europäische Projekt CoVE STEM EUROPE schafft deshalb neue Zugänge zur beruflichen MINT-Bildung. Im Fokus stehen insbesondere junge Menschen, die bislang in technischen Berufen unterrepräsentiert oder mit klassischen Angeboten schwer zu erreichen sind. In Nordrhein-Westfalen bringt ZENIT seine Erfahrungen aus der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi.NRW) und der Zusammenarbeit mit Unternehmen ein. Foto: © zdi.NRW
Digitalisierung, Energiewende und technologische Transformation erhöhen den Bedarf an qualifizierten Beschäftigten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für viele Unternehmen wird damit die Gewinnung geeigneter Nachwuchskräfte zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig bleiben Potenziale ungenutzt: Frauen, junge Menschen mit Migrationsgeschichte, sozial benachteiligte oder lernschwächere Jugendliche finden nach wie vor seltener den Weg in technische Ausbildungsberufe.
Hier setzt das im Februar 2025 gestartete, vierjährige Erasmus+-Projekt CoVE STEM EUROPE an. Partner aus Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Italien, der Türkei und dem Kosovo entwickeln regionale bzw. nationale „Centres of Vocational Excellence“. Sie sollen berufliche Bildung, Unternehmen und weitere regionale Akteure enger miteinander verbinden und neue Ansätze entwickeln, um MINT-Ausbildungen attraktiver und inklusiver zu gestalten.
Davon profitieren auch Unternehmen. Geplant sind unter anderem Mentoring- und Outreach-Angebote, außerschulische Aktivitäten, Trainings zu Diversität und Inklusion sowie Hackathons, bei denen Auszubildende reale Aufgabenstellungen aus Unternehmen bearbeiten. Betriebe haben damit neue Möglichkeiten, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu treten und ihre Ansprache stärker auf Zielgruppen auszurichten, die über klassische Rekrutierungswege häufig nicht erreicht werden.
Für den Mittelstand liegt darin eine besondere Chance. Gerade kleinere Unternehmen verfügen häufig nicht über die Ressourcen großer Konzerne für aufwendiges Ausbildungsmarketing und Recruiting. CoVE STEM EUROPE erprobt deshalb Ansätze, mit denen Betriebe neue Zielgruppen besser erreichen, Hemmschwellen gegenüber technischen Berufen abbauen und jungen Menschen praxisnah zeigen können, welche beruflichen Perspektiven MINT bietet. Fachkräftesicherung wird damit nicht allein als Recruiting-Aufgabe verstanden, sondern als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Bildung und regionalen Netzwerken.
Das nächste transnationale Projekt-Meeting findet vom 9. bis zum 11. November 2026 bei ZENIT in Mülheim an der Ruhr, die General Assembly aller STEM-AkteurInnen in Europa vom 11. bis zum 13. November im IBZ an der TU Dortmund statt. Zu den Gästen gehören Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie Pisa-Kenner Andreas Schleicher, Direktor für Bildung und Kompetenzen bei der OECD, der die Keynote halten wird.
In Nordrhein-Westfalen sind zdi.NRW und das Berufsbildungszentrum Euskirchen in das Projekt CoVE STEM EUROPE eingebunden. Gemeinsam mit der matrix mbH & Co. KG ist ZENIT seit 2005 Landesgeschäftsstelle der Gemeinschaftsoffensive.
Zur Anmeldung (um sich für den öffentlichen Part anzumelden, ist zunächst eine Anmeldung im allgemeinen Teil notwendig)
Informationen und Anmeldung General Assembly Allgemein:
Informationen und Anmeldung General Assembly öffentlicher Teil
Projektseite CoVe STEM Europe
Informationen zu zdi.NRW zdi.nrw/ und mint-community.de