ZIM-Innovationsnetzwerke: Etablierung neuer Methoden für den Erfolg

08. Juni 2026

In manchen Branchen sind die Themen KI und Digitalisierung längst angekommen, in anderen stecken sie noch in den Kinderschuhen. Dies zu ändern, hatte sich das bis Ende April 2026 bei ZENIT angesiedelte ZIM-Innovationsnetzwerk NaBakS – „Nachhaltige Bauinnovationen für klimaneutrale Sportstätten“ vorgenommen. Im Interview beschreibt Christoph Röhl von der Düsseldorfer RMA Real Estate Management Assistance GmbH, was die Mitarbeit im Netzwerk sinnvoll gemacht hat und was sie für die Zukunft bedeutet.

Die RMA ist ein erfahrener Projektentwickler im Bauwesen mit Fokus auf nachhaltige Revitalisierung und digitale Lösungen. Durch den Einsatz modernster BIM-Technologien (Building Information Modeling) schafft sie effiziente, ressourcenschonende Prozesse und fördert innovative Baukonzepte, die Mehrwert für Partner und Gesellschaft generieren. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung modularer Strukturen – von der Planung über die digitale Visualisierung bis hin zur Optimierung durch digitale Zwillinge und präzise Datenanalysen. Entstehen können so effiziente, nachhaltige und flexible Lösungen, die den Erfolg innovativer Bau- und Revitalisierungsprojekte sichern.

Interview mit Christoph Röhr, Geschäftsführer der RMA Real Estate Management Assistance GmbH

Was hat Ihr Unternehmen dazu motiviert, sich in einem ZIM-Netzwerk zu engagieren und welche Erwartungen haben Sie?
Erfahrungen mit ZIM-Netzwerken hatten wir keine, aber wir wollten unsere Mitarbeit dazu nutzen, uns mit anderen regionalen Unternehmen zu vernetzen, um einen Fokus auf unsere Aktivitäten in NRW zu legen. Gereizt hat uns auch die Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Partner.

Wo sehen Sie besondere Herausforderungen in der Baubranche?
In unserer Arbeit als Projektentwickler spielt das Thema Building Information Modeling (BIM) eine sehr große Rolle. Das ist ein digitaler Prozess, der den Lebenszyklus eines Projekts vom Entwurf über den Bau bis zur Betriebs- und Wartungsphase optimiert. Leider ist die Methode BIM noch kein Standard. Bis 2022 gab es in der Baukonjunktur keine Probleme, was in der Branche zu Bequemlichkeit und einem starken Beharrungsvermögen auf Althergebrachtes geführt hat.

Welche konkreten Forschungs‑und Entwicklungsvorhaben möchten Sie im Rahmen des ZIM‑Netzwerks voranbringen und welche Partner oder Kompetenzen benötigen Sie dafür?
Das Thema KI kommt langsam in den Unternehmen an. Sie könnte Treiber für das BIM und damit die Digitalisierung der Branche werden. Immer mehr Player verstehen, dass man viele Meilen für den Erfolg gehen muss und dafür neue Methoden gefragt sind. In diesen Prozess können wir unsere Praxiserfahrungen einbringen, aber auch von anderen Netzwerkpartnern lernen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um die Sanierung von Sportstätten oder anderen Gebäudetypen geht.

Welche Rolle spielen Fördermöglichkeiten wie ZIM für Ihre Innovationsstrategie, und wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten für neue Produkte oder Dienstleistungen ein, die aus der Netzwerkzusammenarbeit entstehen könnten?
Unsere Motivation, Digitalisierung zu nutzen, um besser zu werden, ist intrinsisch.  Wir wollen Prozesse optimieren und die Automatisierung vorantreiben. Dafür brauchen wir Partner, die ähnlich ticken. Aus dem Netzwerk heraus haben wir jetzt mit vier Mitgliedern einen Antrag für ein angedachtes ZIM-Kooperationsprojekt gestellt. Darin geht es um Fragen, wie sich der technische Zustand entwickelt und welche Maßnahme sich wann lohnen. Klassische Gebäudekennzahlen reichen dafür nicht aus. Neu ist der Ansatz, ein BIM-Grundmodell mit Daten aus dem laufenden Betrieb zu ergänzen (Mess-, Wartungs-, Nutzungsdaten, Dokumente) und es zu einem digitalen Zwilling zu komplettieren, der reale und virtuelle Signale zusammenführt.

Was genau heißt das für alle Beteiligten?
Für Betreiber bzw. Kommunen würde dies nachvollziehbare, datenbasierte Investitionsentscheidungen, geringere Ausfälle und messbare CO₂- und Kosteneffekte bringen. Für Planung und Bau könnte „BIM aus dem Betrieb“ einen Kreislauf schließen, weil die Erfahrungen in Standarddetails, Informationsanforderungen und Beschaffung zurückflössen. Und für den Mittelstand könnten dabei Plattform-, Baukasten- und Beratungsprodukte mit klarem Praxisbezug entstehen.

Homepage RMA Real Estate Management Assistance GmbH
Homepage NaBaKs

Netzwerkmanagement bei ZENIT

Seit mehr als zehn Jahren managt ZENIT im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) Innovationsnetzwerke.

Benefits für Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Verbände:

  • Direkter Zugang zu Förderprogrammen
  • Hohe Bewilligungsquote
  • Optimale Unterstützung durch hohe Fördermittel
  • Effiziente Antragstellung
  • Intensiver Wissensaustausch und Synergien
  • Hohe Fördermittel und Erfolgsquote

Mehr zum ZIM-Netzwerkmanagement bei ZENIT

Interview zur Mitarbeit im ZIM-Innovationsnetzwerk InnoNetPPE (Personal Protection Equipement) mit dem Unternehmen Penkert
Interview zur Mitarbeit im ZIM-Innovationsnetzwerk HyTherPro (hybride Thermoprozesse) mit dem Unternehmen HyperHeat


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