Wie lassen sich Drohnen für Sicherheits- und Überwachungsaufgaben einsetzen, ohne dabei die Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern zu gefährden? Gemeinsam mit einem niederländischen Partner entwickelt das Düsseldorfer KI-Unternehmen irisnet eine innovative Antwort auf diese Frage. Unterstützt vom NRW.Europa-Team bei ZENIT und gefördert über das Interreg-Programm InnoLoop entsteht mit „AEGIS“ eine KI-basierte Lösung für datenschutzkonforme Drohneneinsätze im öffentlichen Raum.

AEGIS soll den Einsatz von Drohnen für Sicherheits- und Überwachungsaufgaben datenschutzkonform ermöglichen. Kern des Vorhabens ist eine DSGVO-konforme Filtertechnologie, die personenbezogene Informationen automatisch schützt, ohne die Funktionalität der Drohnenüberwachung einzuschränken.

Ziel des grenzüberschreitenden Projekts ist es, den Einsatz von Sicherheitsdrohnen, der bereits in den Niederlanden etabliert ist, auch für den deutschen Markt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sollen rechtliche und operative Herausforderungen adressiert werden, die mit dem Einsatz der Technologie verbunden sind. Im Projektverlauf wird ein Prototyp entwickelt und in einer simulierten urbanen Umgebung getestet, um die Leistungsfähigkeit des Systems nachzuweisen.

ZENIT-Support

Im Rahmen der Zusammenarbeit führte das NRW.Europa-Team bei ZENIT als Partner im Enterprise Europe Network (EEN) zunächst eine umfassende Erstberatung durch. Dabei wurden die Projektideen inhaltlich bewertet, ihre technische Umsetzbarkeit geprüft und die Förderfähigkeit analysiert. Auf Basis dieser Bewertung identifizierten die Expertinnen und Experten das Interreg-Programm InnoLoop als passende Fördermöglichkeit.

InnoLoop-Interreg ist ein grenzüberschreitendes Forschungs- und Innovationsprojekt im Rahmen des Interreg VI A-Programms Deutschland–Niederlande. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen beider Länder zusammenzubringen und den Austausch von Wissen, Technologien und Marktkenntnissen zu fördern.

Anschließend stellte ZENIT den Kontakt zur Hochschule Niederrhein als zuständigem Projektpartner her. In mehreren Beratungsgesprächen wurden die nächsten Schritte für die Projektentwicklung abgestimmt und die Antragstellung vorbereitet.

Das Interreg-Programm „Cascade InnoLoop“ arbeitet eng mit dem EEN zusammen. Beide Initiativen verfolgen das Ziel, grenzüberschreitende Innovationsprojekte zu vernetzen, internationale Kooperationen zu stärken und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in Deutschland und den Niederlanden zu fördern. Zudem besteht zwischen dem Programm InnoLoop-Interreg und NRW.Europa eine offizielle Kooperation, d.h. im Rahmen der Förderberatung identifiziert und berät NRW.Europa kleine und mittlere Unternehmen in der Euregio Deutschland – Niederlande bei Anträgen und auch bei der Partnersuche.

Nutzen

Mit AEGIS wollen die Projektpartner das Marktpotenzial für den Einsatz von Drohnen im öffentlichen Raum deutlich erhöhen. Gleichzeitig soll die Entwicklung datenschutzfreundlicher Sicherheitslösungen vorangetrieben werden. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Innovationskraft und zum wirtschaftlichen Wachstum in der deutsch-niederländischen Region bei.

„Für irisnet bedeutet das Projekt „AEGIS“ eine Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit, den Zugang zu einer innovativen Technologie, eine höhere Kundenzufriedenheit sowie langfristig zusätzliche Umsatzpotenziale. Bei der Identifizierung der Fördermöglichkeit und deren Beantragung hat uns das NRW.Europa-Team professionell unterstützt. Die gesamten förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 151.000 Euro, davon entfallen etwa 75.000 Euro auf irisnet.“ irisnet-Geschäftsführer Walter Benzing.

„Die Kooperation zwischen InnoLoop und NRW.EUROPA zeigt, wie Synergien zwischen europäischen Netzwerken und Projekten erfolgreich funktionieren können.“ Senem Yazici, Digital Innovation Lead im Institut GEMIT an der Hochschule Niederrhein, die Träger von InnoLoop Interreg ist. Foto: HS Niederrhein

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InnoLoop-Interreg Kontakt: Senem Yazici