Sobbe in Dormund: Handwerk mit Zündkraft – Wie Tradition Zukunft schafft


Unter dem Motto „Qualität, die zündet“ fertigt die Friedrich Sobbe GmbH seit über einem Jahrhundert hochpräzise Zünder für Industrie, Pyrotechnik und Spezialanwendungen. Mit einer klaren Innovationsstrategie und nachhaltiger Ausrichtung behauptet sich das mittelständische Unternehmen in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Für ein hocheffizientes Batteriespeichersystem für die Produktionslinie nutzte das Mitglied im Netzwerk ZENIT eine EU-Förderung von 10.000 Euro im Programm EENergy. Beantragt hatte das Unternehmen die Mittel gemeinsam mit dem NRW.Europa-Team bei ZENIT.
In Dortmund entwickelt und produziert die Manufaktur elektrische und mechanische Zünder, pyrotechnische Anzünder sowie Kabel- und Zubehörlösungen für die Sprengtechnik und Spezialanwendungen. Mit 45 Beschäftigten entwickelt und fertigt das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen – von Einzelstücken bis zu Serienprodukten.
Gegründet im Jahr 1909, ist Sobbe heute eine feste Größe im Bereich Zündtechnik – mit nationalen und internationalen Kunden in der Film- und Medienbranche, im Bergbau, in der Bauindustrie oder in Sicherheitsbereichen.
Trotz der sehr technischen Produktauslegung bleibt das Unternehmen bodenständig: Die hohe Anpassungsfähigkeit seiner Produktionsmaschinen erlaubt kurzfristige Änderungen und kundenindividuelle Lösungen.
Ein zunehmend wichtiger Aspekt im Unternehmen ist das Thema Nachhaltigkeit. Bereits in der Firmensatzung ist eine Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Unter dem Label „Vision Green“ strebt das Unternehmen die Transformation seiner Prozesse und Produkte hin zu ressourcenschonender und umweltgerechter Gestaltung an. In der Praxis wird das durch Maßnahmen wie Substitution riskanter Chemikalien, Minimierung von Abfall sowie systematische Umweltmanagementkontrollen umgesetzt.
Mit den über die Fördermaßnahme EENergy eingeworbenen 10.000 Euro setzte Sobbe ein hocheffizientes Batteriespeichersystem für die Produktionslinie um. Damit kann die eigene PV-Stromerzeugung effizienter genutzt und Stromkosten durch Börsenflexibilität gesenkt werden. Anstatt den erzeugten zusätzlichen Strom an den Wochenenden und Feiertagen ins Netz einspeisen zu müssen, kann er jetzt gespeichert und für den eigenen Produktionsbedarf eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt’s während der Woche die Möglichkeit, die Speicher nachts bei niedrigen Strompreisen aufzuladen, und tagsüber weniger Strom zu nutzen. Das senkt nicht nur Energiekosten, sondern auch die Auslastung des Energienetzes
Das NRW.Europa‑Team begleitete Sobbe darüber hinaus erfolgreich bei der Beantragung der Forschungszulage (FZul) und der Umsetzung von Fördermitteln für Nachhaltigkeits‑ und Entwicklungsprojekte. Ziel dieser Projekte ist die Entwicklung effizienterer, ressourcenschonender Pyrotechnik unter konsequenter Vermeidung schädlicher Substanzen.

„Das Thema Energieeffizienz spielt in unserer Nachhaltigkeitsstrategie eine wichtige Rolle. Deshalb haben wir die über das NRW.Europa-Team eingeworbene EENergy-Förderung für ein hocheffizientes Batteriespeichersystem für unsere Produktionslinie genutzt. Das spart eine Menge Energie ein.“ Peter Walter Hauser, Geschäftsführer der Fr. Sobbe GmbH
Hintergrund EENergy
Das EENergy-Projekt des Enterprise Europe Network, zu dem auch NRW.Europa gehört, unterstützte 2024 und 2025 in zwei Calls rund 1.800 KMU bei der Ermittlung ihres Energieeffizienzbedarfs und der Erstellung eines entsprechenden Aktionsplans mit neun Millionen Euro. Ziel war es, die Resilienz gegenüber Energiepreisschwankungen und Lieferkettenstörungen zu erhöhen, die Nachhaltigkeit zu verbessern und Umweltschäden zu reduzieren. Zu den erfolgreichen 40 Bewerbern aus NRW gehörte auch Sobbe.
Homepage Fr. Sobbe GmbH – Fabrik elektrischer Zünder
Video über die EENergy-Nutzung bei Sobbe (youtube)