HyTherPro 2: Gemeinsam die Zukunft industrieller Hochtemperaturprozesse gestalten

25. August 2026

Wie lassen sich energieintensive Hochtemperaturprozesse wirtschaftlicher, klimafreundlicher und zugleich flexibel betreiben? Dieser Frage widmet sich das Innovationsnetzwerk HyTherPro. Nach einer erfolgreichen ersten Förderphase geht das von ZENIT gemanagte Netzwerk seit August 2026 als HyTherPro 2 in die nächste, eigenfinanzierte Runde – mit neuen Anwendungsfeldern und einem verstärkten Blick auf Energiemärkte, Versorgungssicherheit und alternative Energieträger. Foto: AdobeStock KI-generiert

Ob Metalle, Glas oder Keramik: Industrielle Hochtemperaturprozesse benötigen große Energiemengen und stehen damit besonders unter dem Druck schwankender Energiepreise und ambitionierter Klimaziele. Das Innovationsnetzwerk HyTherPro bringt deshalb Unternehmen und Forschung zusammen, um hybride und flexible Beheizungssysteme für Thermoprozessanlagen zu entwickeln. Beteiligt sind Anwender, Hersteller von Brenner- und Steuerungstechnologien, Simulationsexperten, Dienstleister, wissenschaftliche Einrichtungen und Verbände.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hochtemperaturprozesse beim Ur- und Umformen hinsichtlich Energieeinsatz, Kosten und Treibhausgasemissionen effizienter gestaltet werden können. Untersucht werden dafür unter anderem hybride und vollelektrische Lösungen sowie intelligente Steuerungen, die abhängig von Energiepreisen und Verfügbarkeit unterschiedliche Energieträger einsetzen können. Auch Energierückgewinnung, Speicherung und Rückführung spielen eine wichtige Rolle.

In der von Juni 2025 bis Mai 2026 über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten ersten Phase entstanden vier anwendungsnahe Projektideen. Dazu zählen eine elektrische und CO₂-freie Pfannenbeheizung für den NE-Metallguss sowie Untersuchungen zur technischen und wirtschaftlichen Hybridisierung gasbetriebener Drehrohr- und Trommelöfen.

Seit August 2026 wird die Zusammenarbeit als HyTherPro 2 zunächst für zwölf Monate eigenfinanziert fortgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun verstärkt auf weitere Branchen und Anwendungen übertragen werden – darunter Glas, Keramik, Gießereien und die industrielle Wärmebehandlung. Neue Entwicklungsideen werden in Arbeits- und Projektgruppen konkretisiert und sollen wiederum in gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte münden.

Gleichzeitig erweitert das Netzwerk seinen Blick auf die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Austausch mit Fachleuten werden Energiepolitik, Versorgungssicherheit und die zukünftige Rolle alternativer Energieträger wie Wasserstoff und Ammoniak diskutiert.

ZENIT übernimmt das Netzwerk- und Projektmanagement, koordiniert die gemeinsamen Entwicklungsideen und unterstützt die Partner insbesondere bei der Identifizierung geeigneter Fördermöglichkeiten für neue FuE-Projekte. HyTherPro 2 bleibt dabei offen für weitere Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Prozesskette.

Interview mit Netzwerkpartner HyperHeat zur Mitarbeit im ZIM-Netzwerk
Webseite Innovationsnetzwerk HyTherPro 2


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