Aktuelles von Zenit


Was braucht es, um ein konversationsbasiertes Wissensmanagement aufzubauen, das Schluss macht mit verlorenem Wissen? Antworten darauf entwickelt ein zukunftsweisendes Innovationsprojekt, das im Rahmen von NEXT.IN.NRW und mit kräftiger Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Mitte Juli 2025 mit ZENIT-Beteiligung startete. Foto: AdobeStock
Ziel des Projekts KoWima ist es, ein echter Gamechanger für das Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen zu sein.
Denn wer kennt es nicht: Infos aus Mails, Fotos, Gruppenchats, Projekttools und der letzte Geistesblitz aus dem Flurgespräch – alles wertvoll, aber wild verteilt. Für die Dokumentation von Wissen bleibt neben dem Austausch und der Arbeit oft keine Zeit und bedeutet eine zusätzliche Belastung. KoWima macht Schluss mit dieser Wissens-Wundertüte. Das Projekt entwickelt ein KI-gestütztes, konversationsgetriebenes System, das relevante Informationen ohne großen Aufwand aus E-Mails, Chats und Dokumenten intelligent bündelt, kontextbezogen verfügbar macht und dabei natürlich datenschutzkonform bleibt. Wichtig ist, dass die Informationen bewusst von den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden, ohne jedoch die Arbeit negativ zu beeinflussen oder einen zu großen Aufwand zu bedeuten.
Mit an Bord: ein starkes Konsortium aus sieben Partnern – darunter neben der FernUniversität in Hagen (Koordination) auch ZENIT als Motor für den Technologietransfer, die agentur mark GmbH, zwei mittelständische Unternehmen aus NRW sowie KI-Experten wie die amber Tech GmbH und Aventum GmbH. Gemeinsam wird erforscht, wie moderne Large Language Models (LLM) so eingesetzt werden können, dass sie Mitarbeitenden im Alltag echte Mehrwerte bieten – ohne Mehraufwand, aber mit viel Wirkung.
Klingt nach Zukunft? Stimmt – aber mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse des Mittelstands von heute. KoWima liefert nicht nur Software, sondern auch digitale Leitfäden, Best Practices und rechtliche Orientierung dazu, wie Wissen im Unternehmen bleibt – selbst, wenn der Kopf dahinter mal in den Urlaub geht oder das Unternehmen verlässt.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass viele erfahrene Mitarbeitende ihr Wissen mit in den Ruhestand nehmen, wird hier an einer nachhaltigen Lösung geforscht und gearbeitet, um dieses zu sichern und den Wirtschaftsstandort NRW auch zukünftig zu erhalten und zu fördern. Auch die Einarbeitung und Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden, die eine andere Muttersprache sprechen, wird mit einer solchen Lösung erleichtert und trägt zur Integration von Fachkräften sowie der Fachkräftesicherung im Allgemeinen bei, da sehr spezifische Fachtätigkeiten leichter zugänglich und immer auf dem neusten Stand nachvollziehbar dokumentiert sind.
Unser Tipp für Entscheiderinnen und Entscheider in NRW: Behalten Sie KoWima im Blick – oder noch besser: Kommen Sie mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Austausch, Mitdenkende und alle, die das Thema Wissensmanagement nicht länger dem Zufall überlassen wollen.
Projektpartner: