Aktuelles von Zenit


Mit dem geplanten Important Project of Common European Interest für Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) wollen Deutschland und weitere EU-Mitgliedstaaten den Aufbau eines leistungsfähigen europäischen KI-Ökosystems beschleunigen. Gefördert werden hochinnovative Forschungs-, Entwicklungs- und erste Industrievorhaben entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette – von Dateninfrastrukturen und Basismodellen über Entwicklungsplattformen bis hin zu industriellen KI-Anwendungen. Ziel ist es, Europas technologische Souveränität zu stärken und Schlüsseltechnologien unabhängig von außereuropäischen Anbietern weiterzuentwickeln. Foto: AdobeStock
Das Programm richtet sich an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Sitz oder Betriebsstätte in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen (Verbund-)Vorhaben mit hohem Innovationsgrad, erheblichem technischem Risiko und einem klaren europäischen Mehrwert. Die Projekte müssen über den Stand der Technik hinausgehen, einen Beitrag zur europäischen KI-Wertschöpfung leisten und Ergebnisse hervorbringen, die auch anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zugutekommen. Ein wesentliches Merkmal des IPCEI-Ansatzes ist die enge internationale Zusammenarbeit in länderübergreifenden Konsortien.
Auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet das Programm interessante Perspektiven. Zwar werden die großen, strategischen IPCEI-Vorhaben in der Regel von leistungsstarken Industrieunternehmen getragen, KMU können sich jedoch als assoziierte Partner mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben beteiligen. Bereits im Interessenbekundungsverfahren können sich KMU mit Projektskizzen einbringen und am europäischen Matchmaking teilnehmen, um geeignete Partner für gemeinsame Vorhaben zu finden.
Voraussetzung für eine Förderung sind insbesondere ein Sitz in Deutschland, ein technologisch anspruchsvolles KI-Vorhaben mit industrieller Relevanz sowie die Bereitschaft, in europäischen Wertschöpfungsnetzwerken zusammenzuarbeiten. Besonders gute Chancen haben Unternehmen, deren Entwicklungen einen nachhaltigen Beitrag zu offenen KI-Plattformen, innovativen KI-Modellen oder industriellen Anwendungen mit europäischer Strahlkraft leisten. Damit eröffnet das IPCEI-AI insbesondere technologieorientierten KMU die Möglichkeit, Teil eines europaweit sichtbaren Innovationsökosystems zu werden und ihre Entwicklungen auf internationaler Ebene zu skalieren.
Im Rahmen der Richtlinie können jederzeit Skizzen eingereicht werden. Die Bewertung erfolgt initial zum 21.08.2026 sowie in der Folge zu den Stichtagen 31.10. und 30.04. der jeweiligen Jahre.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beabsichtigt, zeitnah einen Projektträger mit der Administration der Fördermaßnahme zu beauftragen. Sobald dieser feststeht, können Vordrucke für Förderanträge, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen unmittelbar beim Projektträger angefordert werden. Bis dahin sind alle Nachfragen per E-Mail an das BMWE unter 8ra@bmwe.bund.de zu richten.
Landingpage IPCEI
Weitere Informationen zum Programm im Bundesanzeiger