Procure4Health: Abschlussbericht unterstreicht Bedeutung von innovativer Beschaffung

Zehn konkrete Herausforderungen beschreibt der Abschlussbericht zum EU-Projekt Procure4Health, das Akteuren aus dem Gesundheitswesen, die innovative Produkte suchten, eine zentrale Anlaufstelle bot. Das Netzwerk initiierte europaweit Aktivitäten, die dazu beitrugen, innovationsfreundliche Beschaffungen zielgerichtet und effizient zu gestalten. Unter der Koordination eines spanischen Gesundheitsdienstes beteiligten sich über 30 Partner an dem Horizont Europa-Projekt, an dessen Entwicklung ZENIT maßgeblich involviert war. ZENIT war zuständig für notwendige Marktrecherchen und zentraler Ansprechpartner für Deutschland. 

((Fließtext))
Zu den Projektergebnissen gehören unter anderem der Aufbau einer europäischen Community für Innovation Procurement, die Identifikation gemeinsamer europäischer Herausforderungen und die Durchführung EU-weiter Vernetzungs- und Marktdialogformate.

Um Innovation Procurement im Gesundheitswesen strategisch zu stärken, beinhaltet der Abschlussbericht zehn konkrete Handlungsempfehlungen für die EU sowie nationale und regionale Entscheidungsträger:

  1. Innovationsbeschaffung zur strategischen Priorität machen – mehr Unterstützung durch Management‑ und Führungsebenen.
  2. Standards und Leitlinien harmonisieren, um Verfahren in Europa zu vereinheitlichen.
  3. Learning‑by‑Doing stärken – durch gezielte Unterstützung und praxisnahe Begleitung.
  4. EU‑weite Zusammenarbeit intensivieren – mehr Austauschformate, Netzwerke und Plattformen.
  5. Planbare, breit angelegte Finanzierung erhöhen – Innovation Procurement gezielt fördern.
  6. Value‑Based Healthcare/Procurement als Leitprinzip etablieren.
  7. Maßnahmen zur systematischen Verbreitung erfolgreicher Ergebnisse einführen.
  8. Regulatorische Klarheit schaffen, um Innovationsprozesse zu erleichtern.
  9. Bestehende Netzwerke stärken, um strategische Wirkung zu maximieren.
  10. Beschaffung an künftigen Systemprioritäten ausrichten: grün, digital, integriert, personalisiert.

Das Policy Paper unterstreicht die Bedeutung von Innovation Procurement für ein leistungsfähiges, nachhaltiges und wettbewerbsfähiges europäisches Gesundheitswesen – im Einklang mit EU-Berichten von Draghi, Letta und Heitor und dient als strategische Grundlage für zukünftige EU-Entscheidungen und -Programme im Bereich innovationsorientierter Beschaffung.

Projektinformationen Link auf https://procure4health.eu/

Auch nach Abschluss des Projekts im Jahr 2025, wird das Thema Health bei ZENIT aktuell bleiben. So startete Ende 2025 die Weiterführung der Gesundheitsplattform DigiHealthStart.NRW. Nach einer dreijährigen Aufbauphase wird sie mit rund 200 Start-ups und 800 Mitgliedern gemeinsam von ZENIT, der AOK Rheinland/Hamburg und der Ruhr-Universität Bochum fortgeführt und als Ökosystem der digitalen Gesundheitswirtschaft verstetigt.
Und auch auf der jährlich stattfindenden MEDICA wird das das NRW.Europa-Team bei ZENIT weiter aktiv sein.


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