Landescluster Defence.NRW: ZENIT verstärkt Kooperation

19. Mai 2026

Aus dem losen Zusammenschluss der nordrhein-westfälischen Akteure aus dem Ökosystem Defence wird jetzt ein echtes Landescluster. Verantwortlich für die Koordination ist das Vdi Tz. Auch ZENIT unterstützt als Partner das vom NRW-Wirtschaftsministerium eingerichtete Cluster und bringt sich aktiv ein. Zu den geplanten Aktivitäten haben wir Clustermanager Dr. Lino Schneider-Bertenburg interviewt. Foto: AdobeStock

Was planen Sie mit dem Cluster und welchen Mehrwert bietet es Unternehmen?
Als Cluster sind wir die Erstanlaufstelle für die SVI (Sicherheits- und Verteidigungsindustrie) in NRW. Wir unterstützen mit Information, Vernetzung und Strategie. Dafür planen wir Fachinformation auf allen Kanälen wie Veranstaltungen, Vorträge, Newsletter und Handreichungen, die Wissen bündeln. Wir wollen die Akteure miteinander vernetzen, niedrigschwellige Angebote zur Einordnung von Anfragen machen und sie strukturiert an passende Partner in NRW, Bund, EU und NATO weiterleiten. Zu den ersten Aktivitäten gehören Webinare zur Bundeswehr (Bundeswehr verstehen: Auftrag, Struktur & Herausforderungen) und die Präsenz bei ausgewählten Veranstaltungen, z.B. beim Bonner IT-Dialog vom 7. bis 8. Oktober oder beim Innovationskongress NRW am 8. Oktober. Hier werden wir eine eigene Session anbieten zum Thema „Zukunftsmarkt Bundeswehr: So wird aus Ihrer Technologie ein Beschaffungsauftrag“. Um die Arbeit des Clusters bestmöglich auf die Bedarfe der Unternehmen auszurichten, haben wir eine Umfrage an die SVI in NRW gerichtet, die wir derzeit auswerten.

Welche Tipps können Sie Unternehmen geben, die sich im Defence-Bereich engagieren möchten oder den Markteintritt suchen?
Wer bisher keine Anknüpfungspunkte mit dem Defence-Markt hat, sollte eine technologische Perspektive einbringen können, die bisher nicht ausreichend repräsentiert ist. Sich mit einer bestehenden Technologie in die bestehenden Defence-Lieferketten einzuordnen ist für Unternehmen ohne Vorerfahrung natürlich machbar, aber sehr langwierig. Dies sollte nur mit einer klaren Strategie erfolgen.

Welche Standortvorteile bietet Nordrhein-Westfalen für die Defence-Branche und wie können diese genutzt werden?
NRW ist ein Macher-Land und das bedeutet mit Blick auf die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie vor allem, dass wir hier die Kapazitäten und das Wissen haben, um Hochtechnologien auch in die Skalierung zu bringen. Wir haben eine breite Innovationslandschaft aus Hochschulen, Forschungsinstituten und eine Vielfalt an Unternehmen, die sich jetzt einbringen wollen und dies auch tun. Als international geprägtes Bundesland ist Kooperation und Vernetzung innerhalb und außerhalb Deutschlands für uns selbstverständlich und das ist angesichts der aktuellen Herausforderungen zwingend notwendig und ein großer Vorteil. Wir müssen uns also tatsächlich auf unsere Stärken besinnen und die Themen anpacken, also auch umsetzen, Risiken eingehen und selbstbewusst agieren.

ZENIT-Kooperation mit Defence.NRW

Zu den ersten gemeinsamen Aktivitäten des Clusters und ZENIT gehört die Präsenz auf der Messe Eudex (Euro Defence Expo) vom 22. bis zum 25. September in Essen. Auf dem NRW-Gemeinschaftsstand können sich Unternehmen über Angebote und Informationen rund um das Thema Defence informieren. Geplant ist darüber hinaus die Vernetzung von nordrhein-westfälischen und niederländischen Unternehmen im Rahmen eines Pitching-Events und vorab arrangierter bilateraler Gespräche. Informationen dazu wird es demnächst auf der Homepage des NRW.Europa-Teams bei ZENIT geben. Internationale Vernetzung, z.B. über den Partnering Pool für den europäischen Verteidigungsfonds (EDF) kann fortlaufend über das Enterprise Europe Network erfolgen. Für fachliche und administrative Fragen in diesem Kontext steht die Nationale Kontaktstelle für den Europäischen Verteidigungsfonds (NKS EVF) zur Verfügung. 

Homepage Defence.NRW


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