Industrieoffensive Märkische Region gestartet: Stärkung der industriellen Resilienz durch neue Märkte und strategische Kooperation

Die Partner der „Industrieoffensive Märkische Region – strategisch | nachhaltig | zukunftsfest“ starten gemeinsam ein landesweit beachtetes Transformationsprojekt zur Zukunftssicherung der industriellen Basis in Südwestfalen. Ziel ist es, die Unternehmen der Region bei der Erschließung neuer (auch internationaler) Zukunftsmärkte zu unterstützen – und damit die industrielle Resilienz der Märkischen Region nachhaltig zu stärken. Foto: iStock_erhui1979

Industriestandort mit Zukunft: neue Märkte, neue Perspektiven
Die Märkische Region zählt zu den industriellen Zentren Nordrhein-Westfalens. Doch steigende Energiepreise, Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und der Strukturwandel in der Automobilindustrie setzen die Unternehmen zunehmend unter Druck. Hier setzt die Industrieoffensive an:
Das Konsortium schafft Transparenz über regionale Wertschöpfungsketten, identifiziert neue Anwendungsfelder für vorhandene Technologien und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei, ihr Produktportfolio zu diversifizieren und sich in Zukunftsmärkten neu zu positionieren.

„Wir wollen die industrielle Stärke der Region erhalten und gleichzeitig neue Wachstumsfelder erschließen“, sagt Jochen Schröder, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH. „Mit unserem gemeinsamen Projekt schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige, innovationsorientierte Industriepolitik in Südwestfalen und unterstützen Unternehmen beim Kompetenz- und Anwendungstransfersowie der Entwicklung von  Marktstrategien.“

Fünf Partner, ein Ziel: Transformation aus der Region heraus

Getragen wird das Vorhaben von einem starken Verbund aus regionalen Wirtschaftsförderungen, Kammern und ZENIT als Transformationsagentur des Mittelstands für NRW m Innovationszentrum des Landes:

  • Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS) – Konsortialführung
  • Hagen.Wirtschaftsentwicklung GmbH
  • Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH (EN-Agentur)
  • Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK)
  • ZENIT GmbH – Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen

Ergänzt wird das Konsortium durch die fachliche Begleitung des Industrieausschusses der SIHK zu Hagen.

Instrumente für die Praxis

Das Projekt sieht einen strukturierten Befähigungsprozess für die Unternehmen in der Märkischen Region vor. Dazu gehören Marktanalysen, Workshops, ein modularer Methodenkasten zur Markterschließung und die Entwicklung eines digitalen Lieferkettentools, das Transparenz über Wertschöpfungsbeziehungen und Abhängigkeiten schafft. Ziel ist es, die Unternehmen in die Lage zu versetzen, auf Basis ihrer vorhandenen Kompetenzen neue Produkte, Märkte und Partnerschaften zu erschließen.

Regionaler Mehrwert und Signalwirkung

Mit der Industrieoffensive entsteht in Südwestfalen ein Modellvorhaben, das beispielgebend für andere Industrieregionen in NRW und darüber hinaus sein kann. „Die Märkische Region steht exemplarisch für viele industrielle Regionen in Europa“, betont ZENIT-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier. „Hier zeigt sich, wie Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam die industrielle Transformation gestalten können – vom Krisenmanagement hin zur aktiven Zukunftsgestaltung.“

Hintergrund
Die „Industrieoffensive Märkische Region“ ist Teil der Maßnahme 1.4 – Wissens- und Technologietransfer des EFRE/JTF-Förderprogramms NRW 2021–2027. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu stärken und neue industrielle Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen. Das Vorhaben wird durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Europäische Union finanziell unterstützt.

Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Mai in der SIHK zu Hagen statt.


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