Grenzüberschreitende Lebensmittelwirtschaft: Fördermöglichkeiten für deutsch-niederländische Projektideen

Mit dem Kick-off des Interreg-Projekts KPF FoodPlus Mitte November startete in der deutsch-niederländischen Grenzregion ein Pilotprogramm, das die Ernährungswirtschaft in Richtung Klimaneutralität, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft transformieren will. Vom Landwirt bis zur Lebensmittelverarbeitung sollen innovative Technologien, Kooperationen und Systemwechsel greifen. ZENIT ist Projektpartner, kleine und mittlere Unternehmen sind ab sofort eingeladen, mitzumachen und von der Förderung grenzüberschreitender Projekte zu profitieren. Auf NRW-Seite wird das EFRE-Projekt vom Wirtschaftsministerium gefördert.

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist von großer Bedeutung in der Grenzregion und die Branche steht vor einem tiefgreifenden Transformationsprozess in Richtung Nachhaltigkeit. Studien zeigen, dass diese Ziele ohne grundlegende Veränderungen des gesamten Systems nicht erreicht werden können.
Deshalb fördert das Projekt 65 Machbarkeitsstudien und 65 Innovationsprojekte. Geplant sind auch zwölf Workshops bzw. Seminare zu den Themenfeldern Dissemination und Wissensaustausch.

Der Fonds fördert nicht nur groß angelegte Vorhaben, sondern gezielt Kleinprojekte — Kooperationen von Betrieben, Forschungseinrichtungen und sonstigen Akteuren in Deutschland und den Niederlanden. Das Spektrum reicht von Machbarkeitsstudien bis zur praktischen Umsetzung: etwa Pilot-Projekte im Bereich Präzisionslandwirtschaft, energieeffiziente Verarbeitung, Rückführung von Lebensmittelresten oder lokale Kreisläufe.

Förderstruktur

Bis Juni 2029 läuft das Programm mit einem Gesamtbudget von rund 9,55 Mio. Euro, rund 4,08 Mio. Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). In NRW eingebunden ist dabei das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE). Die restliche Finanzierung erfolgt durch Eigen-, Landes- oder sonstige Kofinanzierung. Das Programmgebiet umfasst Regionen auf beiden Seiten der Grenze, damit der Wissens- und Technologietransfer über nationale Grenzen hinweg stimuliert wird.

Inhaltliche Ausrichtung der förderfähigen Projekte

  • Präzisionslandwirtschaft und Technologieeinsatz: Sensorik, Datenanalyse oder automatisierte Systeme zur Ressourcenschonung und Emissionsminderung.
  • Lebensmittelverschwendung & Kreislaufwirtschaft: Maßnahmen, die Reststoffe und Nebenprodukte wieder nutzbar machen und damit Abfall reduzieren.
  • Energieeffiziente Produktion und Verarbeitung: Betriebe werden unterstützt, ihre Prozesse zu optimieren – im Sinne von Klima- und Umweltschutz.
  • Emissionen und Umweltwirkungen: Konkrete Reduktionsziele bei NH₃, Treibhausgasen und Nitrat – mit Blick auf Klimaneutralität und nachhaltige Landwirtschaft.

Quelle: u.a. KPF FoodPlus

Wer Fragen zu Förderpotenzialen hat, kann sich an ZENIT wenden.

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