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Mit dem kürzlich veröffentlichten Entwurf des delegierten Rechtsakts konkretisiert die EU-Kommission erstmals, wie der freiwillige Nachhaltigkeitsstandard für kleinere Unternehmen künftig aussehen soll. Parallel dazu läuft bis zum 3. Juni die öffentliche Konsultation. Foto: AdobeStock
Spannend ist vor allem die strategische Rolle des Standards: Der VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) ermöglicht Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden ein verhältnismäßig leichten und einfachen Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Gleichzeitig soll der Standard verhindern, dass Einzelabfragen entstehen oder weitere Nachhaltigkeitsdaten dokumentiert werden müssen.
Damit könnte sich der Standard künftig zu einer zentralen gemeinsamen Datengrundlage entwickeln, etwa zwischen Unternehmen, Kunden, Banken und weiteren Finanzierungspartnern. Gerade im Finanzierungskontext besteht ein hoher Bedarf nach vergleichbaren ESG-Informationen.
Aus Sicht von Fin.Connect.NRW bleibt deshalb entscheidend, dass keine parallelen Datenwelten entstehen und der VSME in der Praxis von allen Akteuren akzeptiert und genutzt wird. Einheitliche und verständliche Standards erleichtern den Austausch zwischen Unternehmen und Finanzwirtschaft, aber auch zwischen großen und kleinen Unternehmen, wenn sie eine gemeinsame Wertschöpfungskette bilden.
Mit der Veröffentlichung des Delegated Acts und der dazugehörigen Anhänge wird nun deutlich, welche Rolle der VSME künftig im Zusammenspiel mit CSRD (förmliche Berichterstattung für große Unternehmen), Bankenanforderungen und Wertschöpfungsketten einnehmen könnte. Hierzu sammelt die Europäische Kommission in einer öffentlichen Konsultation Feedback ein.
Quelle: Fin.Connect.NRW/IHK NRW.
Hintergrund Fin.Connect.NRW
Aufgabe des vom NRW-Wirtschaftsministerium geförderten Kompetenzzentrums Fin.Connect.NRW ist es, die Finanz- und Realwirtschaft in NRW zu vernetzen und insbesondere den Mittelstand bei der Transformation zu unterstützen sowie den Investitions- und Finanzstandort NRW zu stärken. Umgesetzt wird das Projekt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), IHK NRW e.V. sowie ZENIT.