Aktuelles von Zenit


Ende März hat die EU-Kommission das EDIP-Arbeitsprogramm (The European Defence Industry Programme) im Umfang von 1,5 Mrd. Euro gebilligt. Mehr als 700 Mio. EUR werden die Produktionssteigerung wichtiger Verteidigungskomponenten und -produkte, einschließlich Drohnenabwehrsystemen, Flugkörpern und Munition, unterstützen. Dazu gehören 260 Mio. EUR im Rahmen des Unterstützungsinstruments für die Ukraine (USI). Mit AGILE wurde darüber hinaus ein neues, 115 Mio. EUR schweres Finanzierungsinstrument vorgestellt, das disruptive Verteidigungstechnologien in Rekordzeit aus der Forschungsphase zum praktischen Einsatz bringen soll. Als Teil des Enterprise Europe Network unterstützt ZENIT bei der internationalen Vernetzung bzw. der Formierung von Konsortien und berät Unternehmen zu Förderfragen. Foto: AdobeStock
Um die Fragmentierung zu verringern und die Effizienz zu steigern, werden im Rahmen des EDIP 240 Mio. EUR für die gemeinsame Beschaffung von Verteidigungsgütern, einschließlich Drohnenabwehr, Luft- und Raketenabwehr sowie Boden- und Seekampfsystemen, durch die Mitgliedstaaten und Norwegen bereitgestellt.
Start-ups im Verteidigungsbereich, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen und kleiner Midcap-Unternehmen, erhalten über den Fonds zur Beschleunigung der Transformation von Lieferketten im Verteidigungsbereich (FAST) eine Eigenkapitalunterstützung in Höhe von 100 Mio. EUR.
Quelle: EU-Kommission
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Informationen zum EDIP
Ebenfalls im März vorgestellt hat die EU-Kommission mit AGILE ein neues, 115 Mio. EUR schweres Finanzierungsinstrument, das disruptive Verteidigungstechnologien in Rekordzeit aus der Forschungsphase zum praktischen Einsatz bringen soll. Mit diesem Pilotinstrument sollen die Entwicklung und Erprobung disruptiver Verteidigungsinnovationen und ihre Markteinführung, beispielsweise in den Bereichen künstliche Intelligenz, Quantentechnologie oder Drohnen, beschleunigt werden, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, einschließlich Start-up- und Scale-up-Unternehmen, liegt.
Im Rahmen von AGILE werden zwischen 20 und 30 Projekte unterstützt, wobei bis zu 100 Prozent aller förderfähigen Kosten finanziert werden. Um rasche Innovationen zu erleichtern, wird das Programm auch eine rückwirkende Klausel enthalten, nach der Unternehmen Ausgaben geltend machen können, die bis zu drei Monate vor Bewerbungsschluss angefallen sind.
Die Gewährung von Finanzhilfen soll innerhalb von vier Monaten erfolgen. Die Technologien sollen innerhalb von ein bis drei Jahren bei den Streitkräften ankommen.
Der Vorschlag der Kommission geht nun an das Europäische Parlament und den Rat. Das Instrument soll Anfang 2027 einsatzbereit sein, um die rasche Einführung neuer Technologien in den europäischen Streitkräften zu gewährleisten.
Quelle: EU-Kommission
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Vorschlag für eine Verordnung zur Einrichtung von AGILE
Factsheet zu AGILE
Sollte das Programm von Rat und Europäischem Parlament gebilligt werden, wäre es auch für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen interessant.
Am 13. April 2026 wurde im Themenbereich Verteidigung auch ein neuer EUDIS-Call veröffentlicht, der Start-ups und Scale-ups zur Bewerbung für die nächste Kohorte des EUDIS Defence Business Accelerator einlädt. Das Programm startet im September 2026, insgesamt werden 20 Unternehmen ausgewählt.
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Mai 2026.
Informationen dazu bietet der Funding Talk des Enterprise Europe Network (EEN) in einem Webinar. Ziel ist es Innovationsakteure beim Zugang zu europäischen Fördermöglichkeiten im Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich zu unterstützen.
Die englischsprachige Session findet von 10 bis 11 Uhr am 7. Mai statt.
Anmeldungen laufen über die B2Match-Seite des EEN , Interessenten müssen sich vorab dort über den Menüpunkt „Register“ registrieren.