Datendschungel im Mittelstand: Tessitura hilft beim Lichten

14. April 2026

Viele mittelständische Produktionsbetriebe kämpfen mit einem zersplitterten Daten- und Informationsfluss. Das Mönchengladbacher Unternehmen Tessitura, neues Mitglied im Netzwerk ZENIT e.V., entwickelt Lösungen, die zunächst in der Druck- und Medienindustrie entwickelt und erprobt wurden und nun branchenübergreifend eingesetzt werden – und damit zur dringend benötigten digitalen Vernetzung beitragen.

„Ob Maschinen, Software oder Mitarbeitende – in vielen mittelständischen Betrieben sprechen die Systeme unterschiedliche Sprachen. Was fehlt, ist ein durchgängiger Informationsfluss. Genau hier setzen wir an“ beschreibt Prokurist und Business Development Manager Markus Morawe das Geschäftsmodell. Das Unternehmen, 2021 gegründet und Teil der Steuber‑Gruppe, hat sich der Entwicklung und Implementierung von Softwarelösungen verschrieben, die technische Geräte und Produktionssysteme sehr einfach miteinander verbinden und so für Transparenz und Effizienz sorgen.

Herzstück des Geschäftsmodells ist Odeon, eine Kombination aus Software‑ und Hardwaremodulen, die Produktionsmaschinen unterschiedlichster Hersteller- und generationsübergreifend vernetzt. Dadurch entsteht eine „Visual Factory“, in der sämtliche Systeme einer Produktion – von modernen Maschinen bis zu klassischem „Heavy Metal“ – Daten austauschen, Statusmeldungen liefern und Prozesse automatisiert angestoßen werden. Ziel ist es, Medienbrüche zu überwinden und die Produktion über einen zentralen Ort steuerbar zu machen.

Für mittelständische Unternehmen ist diese Art der Vernetzung längst überfällig. Gerade in der Druck- und Medienindustrie – und vergleichbar auch in anderen produzierenden Branchen – führen historisch gewachsene Strukturen häufig zu ineffizienten Abläufen: Maschinen geben teils keine digitalen Rückmeldungen, einzelne Workflows existieren isoliert, und die Integration in bestehende ERP‑ oder MIS‑Systeme gelingt nur mit großem Aufwand. Die Mönchengladbacher begegnen dieser Problematik, indem sie eine gemeinsame Datenbasis schaffen – eine Art einheitliche Sprache, die Maschinen befähigt, „intelligent miteinander zu kommunizieren“. Das Resultat: weniger manuelle Arbeitsschritte, geringere Fehlerquoten und ein klarer Überblick über Auslastung, Engpässe und Potenziale. Das in der Druckindustrie entwickelte und unter realen Produktionsbedingungen erprobte Modell übertragen und skalieren die Mönchengladbacher aktuell systematisch in weitere industrielle Branchen.

Digitalisierung als strategischer Prozess

Als „Brückenbauer“ versteht Tessitura die Digitalisierung nicht als isoliertes IT‑Projekt, sondern als strategischen Prozess, der tief in die Unternehmensabläufe eingreift. Das Team unterstützt Betriebe dabei, ihre Workflows zu analysieren, Prioritäten zu setzen und die notwendigen Schritte in Richtung Automatisierung zu gehen. „In Branchen, die unter Fachkräftemangel und Kostendruck leiden, kann ein transparenter Informationsfluss zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden“, weiß Markus Morawe.

Mit diesem Ansatz besetzt Tessitura eine Nische, die bewusst aus der Druckindustrie heraus entwickelt wurde und weit darüber hinausweist: Jede Produktion, die auf heterogene Maschinenparks trifft, profitiert von integrierten Datenströmen. Das Unternehmen positioniert sich damit als Partner für Mittelständler, die ihre Prozesse zukunftsfähig gestalten wollen – pragmatisch, systemoffen und mit einem klaren Fokus auf Effizienzsteigerung.

„Weil wir mit unserem Unternehmen diversifizieren und skalieren wollen, ist es gut, Teil eines branchenübergreifenden Netzwerks zu sein. Auch die kompetente Förderberatung ist ein wichtiges Angebot, um Innovationen anzustoßen und neue Märkte zu erschließen.“
Markus Morawe, Prokurist und Business Development Manager der Tessitura GmbH

Homepage Tessitura GmbH


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