Forschungszulage: Evaluation bestätigt positive Wirkung

26. Oktober 2026

Die 2020 eingeführte steuerliche Forschungszulage (FZuLG) stärkt nach Einschätzung der Bundesregierung die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutscher Unternehmen messbar. Eine wissenschaftliche Evaluation zeigt höhere FuE-Ausgaben und mehr Beschäftigte in Forschung und Entwicklung bei den geförderten Unternehmen. Gleichzeitig sehen die Gutachter weiteres Verbesserungspotenzial – insbesondere mit Blick auf kleine und mittlere Unternehmen und das Antragsverfahren. Wer eine Beratung dazu sucht, kann sich an das FZuLG-Team bei ZENIT wenden. Foto: AdobeStock

Mit der Forschungszulage ergänzt seit 2020 eine steuerliche Förderung die klassische Projektförderung von Forschung und Entwicklung in Deutschland. Ziel ist es, zusätzliche private Investitionen anzustoßen, innovative Unternehmen zu stärken und langfristig Wachstum und Beschäftigung zu sichern. Nach fünf Jahren wurde das Instrument nun von KMU Forschung Austria, WIFO und ifo Institut wissenschaftlich evaluiert.

Die Ergebnisse fallen positiv aus: Bei Unternehmen, die die Forschungszulage beantragt haben, erhöhten sich die FuE-Ausgaben durchschnittlich um 13,7 Prozent. Die Zahl der FuE-Beschäftigten stieg um 11,4 Prozent. Auch die Hebelwirkung bestätigt nach Einschätzung der Gutachter die Wirksamkeit: Ein Euro Förderung löst demnach mindestens einen Euro an internen FuE-Ausgaben aus.

Parallel ist die Zahl der kontinuierlich forschenden Unternehmen deutlich gestiegen. Laut Mannheimer Innovationspanel 2024 erhöhte sie sich von 2019 bis 2024 um rund 24 Prozent auf 45.200 Unternehmen – ein Plus von 8.800. Die Evaluation hält einen Zusammenhang mit der Forschungszulage für wahrscheinlich, weist aber darauf hin, dass ein empirischer Nachweis noch aussteht.

Positiv bewertet wird zudem die breite Zugänglichkeit des Instruments. Die Forschungszulage erreicht auch kleine und mittlere Unternehmen, weist eine hohe Verwaltungseffizienz auf und ergänzt die direkte Projektförderung. Die Bundesregierung sieht darin einen Beitrag zum Ziel, die FuE-Ausgaben in Deutschland auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.

Verbesserungspotenzial besteht dennoch. Die Evaluation empfiehlt, die Forschungszulage künftig noch stärker auf KMU auszurichten und den Antragsprozess weiter zu optimieren. Eine zusätzliche Ausweitung der Bemessungsgrundlage sollte dagegen sorgfältig geprüft werden.

Deutscher Bundestag: Evaluierungsbericht zum Forschungszulagengesetz für den Zeitraum 2021 bis 2025 (10.9.2026)

Presseinformation Bundestag Evaluierungsbericht zur Forschungszulage vorgelegt (15.9.2026)

Um den Rechtsanspruch geltend zu machen, bietet ZENIT zwei unterschiedlich umfangreiche Unterstützungspakete an.

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