Zirkuläre Wertschöpfung – ZENIT-Projekte und -Beratung stoßen innovative Entwicklungen an

Zirkuläre Wertschöpfung – ZENIT-Projekte und -Beratung stoßen innovative Entwicklungen an

Das Thema Zirkuläre Wertschöpfung ist ein Zukunfts- und Querschnittsthema und gehört deshalb zu den Kompetenzfeldern der ZENIT GmbH, der Innovations- und Europaagentur des Mittelstands und des Landes NRW. Im Rahmen verschiedener, auch international angelegter Projekte und Beratungen, leisten wir damit einen wichtigen Beitrag, um dem EU-Ziel für eine nachhaltige Wirtschaft, die auch bei Land und Bund oberste Priorität hat, näher zu kommen. Auf Unternehmen, die sich an diesem Prozess beteiligen wollen, warten diverse, oft kostenfreie Angebote.

Das Ziel der EU im Kampf gegen Klimawandel und Umweltzerstörung hat einen Namen: Mit dem European Green Deal hat sie einen Fahrplan entwickelt, mit dem eine neue nachhaltige Wachstumsstrategie geschaffen werden soll, um den Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu schaffen. Davon werden zahlreiche Programme wie das neue Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe oder die Ausrichtung diverser Förderangebote, wie die des Enterprise Europe Network, geprägt sein. Als dessen für NRW zuständigem Beratungsknotenpunkt NRW.Europa berät ZENIT kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt bei der Projektentwicklung und -umsetzung.

Wertschöpfungsketten sind gemeinhin nicht nur regional, sondern in der Regel international organisiert, weshalb es notwendig ist, entsprechend zu agieren.

Internationale Kooperationen

So fand das NRW.Europa-Team für ein kleines Unternehmen, das vor allem als Entwicklungsdienstleister im Bereich der grünen Biotechnologie, also unter anderem bei Saatgut und Pflanzenzüchtung, aktiv ist, einen Lizenzpartner. Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konnte das Unternehmen einen innovativen Aromastoff herstellen, der im Gegensatz zu den auf dem Markt verfügbaren Produkten nicht auf chemischer, sondern natürlicher Basis hergestellt und jetzt in der Slowakei produziert wird. 

Auch einem westfälischen Fleischwarenunternehmen, das Lebensmittel verarbeitet, die aufgrund ihrer Beschaffenheit vorgegebenen Größen- oder Formvorschriften nicht entsprechen und damit eigentlich vernichtet werden müssten, konnte das ZENIT-Internationalisierungsteam bei der Suche nach Handels- und Vertriebspartnern sowie Lieferanten helfen. Fündig wurde man bei einem niederländischen Unternehmen. Beide Seiten kamen mit der Kooperation dem Wunsch näher, Produkte mit guter Qualität vor der Verschwendung zu sichern und damit nachhaltig und effizient zu handeln. Handlungsbedarf besteht aber auch in anderen Bereichen.

Internationales ZIM-Netzwerkprojekt im Bereich faserbasierter Produkte

Studien und Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass es Lösungen für die sich rasant entwickelnde Problematik textiler Abfälle nur durch dezentrale Netzwerke mit Nähe zum Verbraucher gibt. Moderne Produkte sind meist auf Faserbasis basierende, komplexe Verbundprodukte, in denen unterschiedliche Materialien vereint werden, um die vom Kunden gewünschte Funktion zu erfüllen. Bisher wurden sie nicht so designt, dass an ihrem Lebensende eine Materialtrennung stand. Ausgegangen wurde einfach von einer kostengünstigen Entsorgung durch Verbrennung.

Im ZIM-Netzwerkprojekt ReNewTex werden jetzt neue Ansätze am Beispiel textiler Fußbodenbeläge diskutiert und weiterentwickelt. Ziel ist eine exemplarisch auf industriellem Maßstab umgesetzte Anwendung nachhaltiger Kreislaufprodukte bis zum Jahr 2025. Das Netzwerk umfasst internationale Akteure aus Nord-West-Europa, um bestehende Kompetenzen der verschiedenen Regionen zu vereinen und neue Möglichkeiten für die nachhaltige Kreislaufwirtschaft von Ressourcen zu initiieren. Da Kreislaufwirtschaft immer auch im Einklang mit politischen Rahmenbedingungen agieren muss, ist das Netzwerk mit der ZENIT GmbH als Public Private Partnership mit internationaler Einbindung bestens aufgestellt.

Die im Projekt entwickelten Technologien und Lösungen werden so konzipiert, dass sie auch auf andere Produktbereiche wie Bekleidung und Heimtextilien anwendbar sind. Neue Projektpartner sind jederzeit willkommen.

Regionales Bündnis für digitale zirkuläre Wertschöpfung

Zwar ist eine Welt ohne Abfälle, in der schadstofffreie Materialien und Stoffe in Kreisläufen geführt werden, bislang noch Illusion, daran gearbeitet wird trotzdem. Zum Beispiel durch das „reWIR-Bündnis“, das für die Entwicklung des Konzepts „reWIR: Regionaler Wandel durch Innovationen für digitale zirkuläre Wertschöpfung im Ruhrgebiet“ Anfang Mai eine Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhielt. Zu den Bündnispartnern gehören neben der ZENIT GmbH 45 weitere kompetente Partner*Innen aus Forschung, Gesellschaft und Wirtschaft, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten mit den Themen Digitalisierung, zirkuläre Wertschöpfung und/oder Nachhaltigkeit beschäftigen. Es greift die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf und zielt darauf ab, das westliche Ruhrgebiet zu einer Leitregion für digitale zirkuläre Wertschöpfung zu entwickeln. Koordiniert wird es von der Hochschule Ruhr West.  

Gerne entwickeln die ZENIT-Innovationsexperten gemeinsam mit Ihnen innovative, den Marktanforderungen entsprechende Projekte, integrieren darin das Wissen und die Möglichkeiten der Zirkulären Wertschöpfung und beraten über Fördermöglichkeiten.

Kontakt:

Michael Nolden
Michael Nolden Dipl.-Ing.
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