ZENIT-Jahresauftakt: Pessimismus ist Zeitverschwendung

ZENIT-Jahresauftakt: Pessimismus ist Zeitverschwendung

Mit einem Appell für mehr Technikoptimismus von Keynotespeaker Rafael Laguna de la Vera endete der virtuelle ZENIT-Jahresauftakt am 12. Januar. Rund 150 Teilnehmer verfolgten seinen spannenden und motivierenden Beitrag über die Arbeit der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND), die auf unbürokratische Weise dazu beiträgt, Innovationen auf den Weg zu bringen, die die Welt besser machen sollen. Foto: iStock

Dass ZENIT ausgerechnet einen der profiliertesten Innovationsakteure des Landes als Gastredner angefragt hatte, ist kein Zufall. „Als Innovationsagentur des Landes NRW unterstützen wir die Politik dabei, Nordrhein-Westfalen zu den Top-3-Innovationsländern in Deutschland und herausragenden Innovationsstandort innerhalb Europas sichtbar zu machen. Wir verstehen uns als Katalysator und Enabler für die Transformation des Mittelstandes und des Landes NRW“, sagte ZENIT-Geschäftsführer Dr. Karsten Lemke bei der Vorstellung der GmbH.

Rafael Laguna weiß, wovon er beim Thema Innovation spricht. Noch bis vor 2,5 Jahren war der Softwareingenieur selbst Unternehmer, konnte dem Ruf zur neu gegründeten Agentur aber nicht widerstehen. Zu sehr lockte die Möglichkeit des für Deutschland strukturell neuen Instruments der Förderung disruptiver Innovationen.

Wie unglaublich schnell diese funktioniert, erlebte Roland Damann, der sich seit fast 30 Jahren mit dem Thema Abwasserreinigung durch Mikroflotation beschäftigt. Innerhalb von nur wenigen Wochen fand er in der Agentur einen Partner, um sein etabliertes Produkt nicht mehr nur als festmontiertes System anbieten zu können, sondern auch für Flüsse und perspektivisch sogar Meere weiterzuentwickeln. Die Idee des Netzwerk ZENIT-Mitglieds wird jetzt mit einem zweistelligen Millionenbetrag in der microbubbles gmbh als Tochterunternehmen der Agentur gefördert.

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„Wir setzen auf Menschen, nicht auf spezifische Technologien, wenn wir entscheiden, wen oder was wir fördern“, beschreibt Rafael Laguna die Herangehensweise der Agentur. Sprunginnovationen seien Grundlage unseres Wohlstands und sollen nicht dazu dienen, Konzerne reich zu machen, sondern die großen Herausforderungen der Zeit lösen und damit dem Gemeinwohl dienen. Gefördert werden momentan sechs Projekte, weitere sind in Planung. Auch das Förderinstrumentarium werde weiterentwickelt.

Wer Ideen für echte Sprunginnovationen habe, solle sich nicht scheuen, diese vorzustellen. Sollte es nicht passen, gebe es z.B. über verschiedenste Förderprogramme zahlreiche Alternativen, um aus guten Ideen innovative Produkte zu machen.
Auf die Frage, ob die hiesige Mentalität eher innovationsfördernd oder -hemmend sei, betonte er die Wichtigkeit von Optimismus. Zu viele Akteure im Land der Dichter und Denker gehörten der Fraktion der Zweifler an, dabei sei Pessimismus die reinste Zeitverschwendung.

Auf welch große Begeisterung der Vortrag stieß, zeigten die vielen Fragen der Veranstaltungsteilnehmer, die vom Vorsitzenden des Netzwerks ZENIT e.V. Thomas Eulenstein moderiert wurde.

ZENIT-Kontakt

Dr. Karsten W. Lemke
Dr. Karsten W. Lemke Geschäftsführer
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