ZENIT baut mit Sozialpartnern NRW-Zukunftszentrum für Künstliche Intelligenz auf

ZENIT baut mit Sozialpartnern NRW-Zukunftszentrum für Künstliche Intelligenz auf

Ohne die Einbindung der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die besten Konzepte nichts. Das weiß auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und stellt deshalb den Menschen in den Mittelpunkt seiner regionalen Zukunftszentren KI. Für NRW zuständig ist ZENIT als Konsortialführer gemeinsam mit sieben kompetenten Partnern. Zu den Aufgaben des ZuZ NRW gehört die Auswertung regionalspezifischer Unterstützungsbedarfe und die Entwicklung innovativer Lehr- und Lernkonzepte. Mit denen sollen die Beschäftigten von kleinen und mittleren Unternehmen passgenau qualifiziert werden und von bis zu fünf kostenfreien Beratertagen profitieren. Los geht es am 15. März.

Auf Basis umfangreicher Analysen soll das ZuZ NRW eine beteiligungsorientierte Arbeits- und Technikgestaltung fördern und Unternehmen fit machen, um Potenziale von KI-Verfahren für neue und optimierte Arbeits- und Geschäftsprozesse zu erschließen.

Die Aufgaben der beteiligten Akteure sind vielfältig. Im Zentrum des sogenannten Plattformmoduls stehen: die Wissensentwicklung, der Wissenstransfer und die Verbreitung. Der Aufbau von praxisorientiertem Know-how erfolgt dabei vor allem durch die Initiierung und Umsetzung digitaler Transformationsprozesse unter Beteiligung der Mitarbeitenden. Bis zum Projektende 2022 sollen unter anderem 270 Beratungen von Unternehmen stattfinden.
Für die Außendarstellung des Projekts und die Erstansprache von Unternehmen und Mitarbeitenden wird es eine Webseite als Informations- und Lernplattform geben. Sie informiert nicht nur über Angebote, sondern stellt auch Lehr- und Lerninhalte in digitaler Form bereit.

Darüber hinaus ist ein KI-Einführungsmodul geplant, mit dessen Hilfe ein niederschwelliger Zugang zum Thema geschaffen wird. Ziel ist es, ein sozialpartnerschaftliches und beteiligungsorientiertes Vorgehensmodell zur KI-Entwicklung und Anwendung in KMU zu modellieren. Im Zentrum geht es dabei vor allem darum, Chancen der KI aufzuzeigen, Hemmnisse zu identifizieren und zu beseitigen sowie in gemeinsamen Projekten zwischen Management und Beschäftigten erfolgreich umzusetzen. Bis Ende 2022 sind rund 300 Beratungen angedacht.

Die Beratungen von interessierten Unternehmen, die bis zu fünf kostenfreie Beratertage beinhalten, starten nach der Sommerpause.

Acht Projektpartner für ein Ziel

Über die Trägerstrukturen der Projektpartner sind sowohl die beiden NRW-Schlüsselministerien für Arbeit sowie Wirtschaft als auch DGB NRW und Unternehmer NRW als Sozialpartner beteiligt. Mit anderen Kompetenzträgern wie KI.NRW oder den Mittelstandsagenturen ist eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit geplant.

  • ZENIT GmbH (Konsortialführer)
  • Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e. V. (TBS NRW)
  • Bildungswerk der nordrhein-westfälischen Wirtschaft e.V.(BW NRW)
  • IG Metall NRW
  • IG BCE Nordrhein
  • Universität Siegen
  • FernUniversität in Hagen
  • Agentur Mark

Projektfinanzierung

Finanziert wird das Programm aus Mitteln der „Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“ (KI-Strategie), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Düsseldorfer Arbeitsministeriums. Bis Ende Dezember 2022 stehen für das NRW Zukunftszentrum damit öffentliche Mittel in Höhe von etwa 5,4 Millionen Euro bereit. Insgesamt soll das Projekt bis 2027, dann kofinanziert über Mittel des europäischen Sozialfonds, laufen.

ZENIT-Kompetenz

ZENIT hat vielfältige, umsetzungsorientierte Erfahrungen in der Einführung von KI-Technologien im Mittelstand.
Dazu gehört das vom BMWi im Rahmen des ZIM-Programms geförderte Projekt KI-MAP. Das Netzwerk zielt ab auf die Generierung von KI-Entwicklungsprojekten zwischen KMU bzw. zwischen KMU und F&E-Einrichtungen im Maschinen- und Anlagenbau. Zu unseren zentralen Aufgaben als Netzwerkkoordinator zählt unter anderem die Identifikation potenzieller datenbasierter Verbesserungen von Fertigungsprozessen oder Produkten. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit den Netzwerkpartnern unterschiedliche F&E-Vorhaben.

Ein weiteres aktuelles Projekt ist ManuBrain, das über das NRW-EFRE-Programm finanziert wird. Im Projekt entsteht zurzeit eine universelle, skalierbare und offene Plattform für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Ziel ist es, die hohen Hürden, denen sich Unternehmen bei der erstmaligen Einführung von KI-Systemen häufig gegenübersehen, zu reduzieren.

Kurzes Youtube-Video zum ZuZ NRW-Start

Kontakt

Stefan Braun
Stefan Braun Dipl.-Ing.
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Michael Guth
Michael Guth Dipl. Oec.
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