Verlängerung des INVEST-Programms: bessere Förderbedingungen für Investoren

Verlängerung des INVEST-Programms: bessere Förderbedingungen für Investoren

Gute Nachricht für junge innovative Unternehmen bei der Suche nach einem Kapitalgeber und privaten Investoren, insbesondere Business Angels, die Wagniskapital zur Verfügung stellen. Mit einer neuen Förderrichtlinie startete das INVEST-Programm am 6. Februar in die Verlängerung bis 2026. Investitionen von Business Angels werden damit auch weiterhin bezuschusst. Foto: iStock_Andrii-Yalanskyi

„Das ist vor allem vor dem Hintergrund von zurzeit sinkenden Investitionen ein sehr gutes Zeichen“, sagt ZENIT-Start-up-Berater Benno Weißner.

Und auch die Freude beim NRW-Wirtschaftsministerium ist groß. So postete Dr. Johannes Velling nach der Entscheidung auf Linkedin: „Die EU-Kommission hat heute grünes Licht für die Fortsetzung der Förderung durch den INVEST – Zuschuss für Wagniskapital in Deutschland gegeben. Seit Anfang des Jahres konnten keine Anträge mehr für die Förderung entgegengenommen werden, weil die beihilferechtliche Grundlage entfallen war. Ein schöner Erfolg nun für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dass die EU-Kommission jetzt endlich die Entscheidung getroffen hat.“

Bereits seit Mai 2013 fördert das BMWK mit dem Programm „INVEST – Zuschuss für Wagniskapital“ Investitionen von Privatpersonen, vor allem Business Angel, in Start-ups mit steuerfreien Zuschüssen. In die Richtlinie flossen Evaluierungsergebnisse aus dem letzten Jahr ein. Heraus kam dabei eine stärkere Fokussierung auf die Mobilisierung von Virgin Angels, also erstmals investierenden Business Angels. Der Erwerbszuschuss wurde dafür von 20 % auf 25 % angehoben. Außerdem eingeführt wurde ein INVEST-Budget in Höhe von 100.000 Euro an Erwerbszuschüssen pro natürlicher Person.

Anpassungen:
• 25 % Erwerbszuschuss bei direktem Anteilserwerb (bisher 20 %) und bei Wandeldarlehen (bisher 10 %)
• Einführung eines „INVEST-Budgets“ in Höhe von 100.000 Euro an Erwerbszuschüssen pro Investierendem (d.h. keine weitere INVEST-Förderung mehr, wenn 100.000 Euro an Erwerbszuschüssen ausgezahlt oder bewilligt wurden)
• 10.000 Euro Mindestinvestitionssumme (bisher 25.000 Euro)
• 200.000 Euro maximale förderfähige Investitionssumme pro Investment
• Begrenzung des Exitzuschusses auf 25 % (bisher 80 %) der Investitionssumme
• Erweiterung der zulässigen Rechtsformen für förderfähige Unternehmen auf eingetragene Genossenschaften (eG)

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Fragen rund um das Thema start-up-Finanierung und -Förderung beantwortet auch das NRW.Europa- bei ZENIT.

ZENIT/NRW.Europa-Kontakt

Benno Weißner
Benno Weißner Dipl.-Geogr.
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