Unternehmensnachfolge: TRADINEO investiert in Familienunternehmen

Unternehmensnachfolge: TRADINEO investiert in Familienunternehmen

Wer einen Nachfolger für sein Unternehmen sucht, ist in guter Gesellschaft. Rund 600.000 mittelständische Unternehmen müssen bis Ende 2025 eine Nachfolge finden. Sonst droht die Geschäftsaufgabe. Dass gerade Familienunternehmen Wert auf eine langfristige Fortführung legen, weiß auch Tobias Zimmer. Der Name seiner Firma TRADINEO aus Hörstel steht für die Kombination von bewährten Geschäftsmodellen mit neuen Ideen und Technologien, um sicherzustellen, dass die Familienunternehmen von heute auch morgen noch erfolgreich sind. Das Geschäftsmodell des neuen Mitglieds im Netzwerk ZENIT beinhaltet deshalb nicht nur die Beratung, sondern vor allem auch die Übernahme und langfristige Fortführung von Unternehmen. Eine hybride Veranstaltung des Netzwerk ZENIT dazu gab es am 2. Februar.

So branchenoffen wie Tobias Zimmer mit der Gründung seiner eigenen Firmen ist, hält er es auch mit Unternehmen, die er potenziell übernehmen will. Gleich, ob Handel, Dienstleistung oder Produktion: Möglich ist alles, nur sollte das zu übernehmende Unternehmen zwischen 15 bis 150 Beschäftigte und einen EBITDA von mindestens 500.000 Euro haben.

Nachfolge ist das neue Gründen

Selbst Gründer mehrerer Unternehmen, weiß Tobias Zimmer um potenzielle Schwierigkeiten und auch, dass unternehmerische Freiheit nicht nur in der Gründung eines Start-ups liegen kann. 
Während auf der einen Seite Start-up-Gründer oft an einem nicht ausgereiften Geschäftsmodell, Finanzierungsschwierigkeiten oder privaten Belastungen scheitern, stehen auf der anderen Seite Mittelständler, deren Strukturen gewachsen und erprobt, deren Geschäftsmodelle profitabel sind, die aber keinen Nachfolger finden, um das Unternehmen am Leben zu halten.

„In den kommenden Jahren möchten wir aus dieser Lose-Lose Situation ein Win-Win für beide Seiten machen: Wir erwerben mittelständische Familienunternehmen mit dem Ziel, sie langfristig fortzuführen. Anders als im Private Equity streben wir keinen Weiterverkauf an, da es vielen Unternehmern besonders wichtig ist, dass ihr Lebenswerk in gute Hände kommt und ihre Mitarbeiter auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz haben. Für die operative Geschäftsführung suchen wir dann Talente aus der Start-up Szene, die das Lebenswerk ihres Vorgängers als sogenannter „Nachfolge-Unternehmer“ und Co-Gesellschafter erfolgreich in die Zukunft führen – mit frischem Wind und neuen Kompetenzen, insbesondere im Bereich Digitalisierung“ beschreibt Tobias Zimmer sein Geschäftsmodell.

„Wir glauben an den Wert des Mittelstands, an die erfolgreiche Fortführung von Familienunternehmen und daran, dass die Mitglieder im Netzwerk ZENIT von unserem Angebot genauso profitieren wie wir von deren Expertise und Geschäftsmodellen.“
Tobias Zimmer, TRADINEO-Geschäftsführer

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Die erste Übernahme werde für das erste Quartal 2023 erwartet. Bisher führte er mit mehr als 300 Unternehmen kostenlose Gespräche über eine potenzielle Übernahme. „Neben dem EBITDA von mindestens 500.000 Euro prüfen wir intensiv die Branche, die Wettbewerbsfähigkeit und das Geschäftsmodell. Die Unternehmen, die diese Prüfung überstehen, sind nicht nur wirtschaftlich sehr stabil, sondern bieten auch erhebliche Chancen in der Zukunft.“

Mit 16 gründete der heute 37-jährige Tobias Zimmer sein erstes Unternehmen. Heute sind es drei sehr unterschiedliche Firmen, an denen er noch beteiligt ist: Das wohl bekannteste ist die Coffee-Bike GmbH, ein Franchise-Unternehmen, das eigens konzipierte Fahrräder als mobile Coffee-Shops betreibt und mittlerweile in 17 Ländern aktiv ist. Gegründet hat er auch ein Immobilien-Unternehmen, das in Wohnimmobilien investiert und nachhaltige Wohnungsbauprojekte realisiert sowie eine nachhaltige Lifestyle- und Genussmarke im Bereich hochwertiger Schokoladen, deren Kauf Vielfaltsprojekte fördert.

Veranstaltung zur Unternehmensnachfolge am 2. Februar
Unter der Überschrift „Unternehmensnachfolge in schwierigen Zeiten – Diese fünf Fehler würden mir beim Verkauf nicht noch einmal passieren“ informierte Tobis Zimmer im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung am 2. Februar über Fallstricke, Herausforderungen und Chancen eines erfolgreichen Firmenverkaufs und wies auf vermeidbare Fehler hin.
Die Veranstaltung fand hybrid statt.

„Wir sind immer auf der Suche nach spannenden mittelständischen Unternehmen und freuen uns darauf, im Anschluss an das Event auch unverbindliche und vertrauliche Gespräche mit den Unternehmenden über ihre Nachfolge zu führen“, so Zimmer.

Homepage TRADINEO

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Michael Nolden
Michael Nolden Dipl.-Ing.
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