Umweltminister bei Netzwerk-ZENIT-Mitglied Cornelsen: „Ewigkeits-Chemikalie“ PFAS Herausforderung für viele Unternehmen

Umweltminister bei Netzwerk-ZENIT-Mitglied Cornelsen: „Ewigkeits-Chemikalie“ PFAS Herausforderung für viele Unternehmen

Dr. Martin Cornelsen, Geschäftsführer der Cornelsen Umwelttechnologie GmbH und Mitglied im Netzwerk ZENIT, konnte sich kürzlich über einen Besuch von NRW-Umweltminister Oliver Krischer freuen. Im Mittelpunkt standen Lösungen für PFC-belastete Wässer und die gesundheitsschädlichen „Ewigkeits-Chemikalien“ PFAS, die in vielen Produkten vorkommen ohne das Unternehmen und Konsumenten das explizit wissen. Bereits seit 14 Jahren beschäftigt sich das Essener Unternehmen mit diesen Themen und gilt als konkurrenzlos in punkto innovativer Reinigungsverfahren. (v.l.n.r.:) Prof. Christian Doetsch, Christina Zollmarsch, Jürgen Schnitzmeier, Dr. Martin Cornelsen, Minister Oliver Krischer, Kerstin Groß und Melanie Bodeck Foto: IHK zu Essen

Wegen ihrer besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften sind Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) in vielen zukunftsrelevanten Technologien, aber auch Alltagsprodukten essenziell. Die hohe Stabilität der Verbindungen und ihre allgegenwärtige Verbreitung bergen jedoch Gefahren für Mensch und Umwelt, insbesondere in wässriger Umgebung und in Böden. Zudem sind PFAS teilweise toxisch, z. B. fortpflanzendgefährdend oder krebserregend. Die EU plant daher ein Herstellungs- und Einsatzverbot. Im Rahmen des Informationsaustauschs diskutierten NRW-Umweltminister Oliver Krischer, Dr. Cornelsen, Prof. Christian Doetsch, Fraunhofer UMSICHT, ZENIT-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier und IHK Hauptgeschäftsführerin Kerstin Groß über die Herausforderungen bei der Ersetzung von PFAS und Fördermöglichkeiten für Unternehmen. Fraunhofer UMSICHT mit Sitz in Oberhausen ist (Mit-)Erfinder der Technologie und Forschungspartner von Cornelsen.

Mittlerweile hat Cornelsen viele unterschiedliche Wasseraufbereitungsprojekte und Dekontaminierungen von PFAS-belasteten Systemen durchgeführt. Das PerfluorAd®-Verfahren ist nämlich auf weitere Anwendungsfälle übertragbar und lässt sich mit verschiedenen PFAS-Aufbereitungstechnologien wie Ionenaustausch, Membranverfahren oder Aktivkohleadsorption kombinieren. »Durch die Vielzahl der Stoffe und Anwendungsfälle gibt es keine Universallösung – und genau hier spielen wir unsere Stärken aus. Wir minimieren die Aufbereitungskosten signifikant und schonen gleichzeitig die Umwelt«, sagt Dr.-Ing. Martin Cornelsen. »Für die Entfernung von PFAS aus flüssigen Medien und die Dekontaminierung fester Oberflächen stellen wir dem Markt eine erprobte Technologie zur Verfügung.«

Während Cornelsen die verfahrenstechnische Umsetzung verantwortet, hat das Fraunhofer UMSICHT in den Bereichen Analytik, Chemie und IP zum Gelingen des PerfluorAd®-Verfahrens beigetragen. »Wir haben die Relevanz der Thematik frühzeitig erkannt und kontinuierlich an praxisnahen Lösungen der PFAS-Problematik geforscht«, so Prof. Dr.-Ing. Christian Doetsch, Institutsleiter Fraunhofer UMSICHT.

Neue Anlage zur Beseitigung von PFAS aus Löschwasser

Die am Ministerbesuch Beteiligten nutzten die Gelegenheit und ließen sich vor Ort die neueste mobile PerfluorAd®-Anlage zur Dekontaminierung von PFAS-belasteten Feuerwehrfahrzeugen und stationären Löschsystemen im Detail erklären. Die Anlage wird im Rahmen einer von Cornelsen exklusiv angebotenen Dienstleistung bei den Kunden zum Einsatz kommen, um dort nach erfolgter Dekontaminierung der Löschsysteme deren Umstellung auf PFAS-freie Produkte zu ermöglichen.

Quelle: u.a. Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Homepage Cornelsen Umwelttechnik GmbH
Weitere Informationen zu Besuch und Technik
(Quelle: Fraunhofer Umsicht)

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