Synergien.NRW: Verzahnung von Regional- und Forschungsförderung der EU

Synergien.NRW: Verzahnung von Regional- und Forschungsförderung der EU

Rund 80 Milliarden Euro stehen im EU-Programm „Horizon 2020“ von 2014 bis 2020 für Forschungsprojekte zur Verfügung. Mit bislang eingeworbenen Mitteln von über 1,3 Milliarden Euro und mehr als 3.000 Projektbeteiligungen nimmt Nordrhein-Westfalen bundesweit eine Spitzenposition ein. Hinzu kommen die EU-Strukturfondsmittel, von denen insgesamt 1,2 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen fließen. Diese und deren Nachfolgeprogramme ab 2021 (Horizon Europe, EFRE, INTERREG…) miteinander zu verzahnen, ist Ziel des Projekts „Synergien.NRW“.

Ende Oktober fand die Auftaktveranstaltung mit hochrangiger Beteiligung aus der Europäischen Kommission sowie Experteninnen und Experten aus Politik und Wissenschaft statt. Corona-bedingt wurde sie via Livestream übertragen, so dass rund 100 Interessenten zuschauen und mitdiskutieren konnten.

Projektziel

Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass für eine erfolgreiche Forschungs- und Innovationsförderung in Nordrhein-Westfalen die Verzahnung der Förderprogramme eine wichtige Rolle spielt. Eine gute und abgestimmte Förderlandschaft unterstütze die Technologieentwicklungskette. Hierzu zähle unter anderem die Abstimmung zwischen Horizon 2020 und den Europäischen Strukturfonds.

Verzahnung

Die verschiedenen Förderprogramme unterstützen unterschiedlichste Entwicklungsstufen. Dazu gehören die Grundlagenforschung, die Entwicklung eines Prototypens und der Schritt in den Markt (z.B. Serienreife oder allgemeine Anwendbarkeit). Oftmals gelingt es den Projekten der ersten Stufe nicht, auch die nächsten Hürden zu nehmen und ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Um dieses sogenannte „Valley of Death“ zu überwinden, sollen Antragsteller von Fördergelder aber auch die Fördergeldgeber, ihre Ausschreibungen zusammendenken und miteinander „Verzahnen“.

Ein wichtiger Schritt sei erreicht, wenn zum Beispiel ein durch das Land gefördertes Unternehmen oder eine wissenschaftliche Einrichtungen dazu befähigt werde, bei den großen europäischen Themen mitzuspielen. Innovative Ideen sollten über die Forschung hinaus bis zur Markteinführung gebracht werden. Erst wenn eine Entwicklung den Markt erreicht und angewendet werde, sei ein Mehrwert für die Gesellschaft erzielt.

Hintergrund

Synergien.NRW wird seit November 2019 bis 2022 im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft von ZENIT und dem DLR Projektträger durchgeführt und mit 1,25 Millionen Euro aus Landes- und EFRE-Mitteln finanziert.

Die Projektakteure untersuchen und erproben Ansätze zur Schaffung von Synergien, leiten optimierte Beratungsansätze ab, genieren Handlungsempfehlungen und verbreiten diese zielgruppenspezifisch. Das passiert durch gute Beispiele und gezielte Vernetzungs- und Austauschaktivitäten zum Thema „Gesundes Leben und nachhaltige Energie“.

Webseite Synergien.NRW

Kontakt

Dr. Bernd Janson
Dr. Bernd Janson Dipl.-Volksw.
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