Perspektiven in Corona-Zeiten: neue Geschäftsideen gegen die Krise

Perspektiven in Corona-Zeiten: neue Geschäftsideen gegen die Krise

Seit dem COVID-19-Ausbruch befindet sich die Reisebranche in einer nie dagewesenen Krise. Rund 2,9 Millionen Arbeitsplätze, so Branchenvertreter, stehen vor dem Aus. Auch das kleine münsterländische Unternehmen TMTM, mit dem ZENIT bereits seit vielen Jahren verbunden ist, musste als Spezialist für Fahrradreisen nach Griechenland nach Alternativen Ausschau halten, da die Angebote von jetzt auf gleich ohne Nachfrager dastand. Geholfen hat dann das NRW.Europa-Team.  

Die Auftragsbücher für die Touren ab Ostern 2020 waren gut gefüllt – dann kam Corona. Eine katastrophale Situation für den Touristiker Stefan Bücker aus Dülmen. Aber Aufgeben kam für ihn nicht infrage und so aktivierte er seine Kontakte zu den ZENIT-Internationalisierungsexperten und damit dem Enterprise Europe Network mit seinen weltweit vertretenen Partnern. Bereits 2012 hatte ZENIT das Unternehmen dabei unterstützt, radtouristische Angebote auf der Halbinsel Peloponnes zu entwickeln. Zwei Jahre später begleitete das NRW.Europa-Team eine erfolgreiche Kooperation zwischen dem Dülmener Touristikbüro und einem griechischen Radreiseveranstalter.

Mit Unterstützung der ZENIT-Internationalisierungsexperten und einem italienischen Partner des Enterprise Europe Network intensivierte Bücker nach dem Lockdown seine Kontakte zum Südtiroler Radreiseveranstalter Funactive Tours. Mit diesem verabredete er sich zu einem Joint Venture. Innerhalb von nur drei Monaten entwickelten sie gemeinsam Radreisen in der touristisch ebenfalls durch COVID-19 wirtschaftlich stark betroffenen NRW-Region des Ruhrgebietes. Für die Präsentation schufen TMTM und Funactive Tours die gemeinsame Webseite radreiseguru.de, mit der sie sich an interessierte Radurlauber richten, die einen  rundum-sorglos-Service wünschen. Durch das Joint Venture haben es beide Unternehmen geschafft, Arbeitsplätze sichern, ihre Position am Markt vorerst zu retten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Auch die nordrhein-westfälische Wirtschaft profitiert von dem neuen touristischen Angebot. Die Reisebranche befindet sich im Moment in einer enorm schwierigen Situation. Die langfristigen Folgen sind noch nicht absehbar. Wir benötigen die Unterstützung aus Land, Bund und EU und müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Dabei war und ist die Expertise der NRW.Europa-Berater von ZENIT sehr hilfreich,“ so die Einschätzung von TMTM-Geschäftsführer Stefan Bücker.

Neue Radreiseziele

Mit der Kooperation der beiden Reiseunternehmen entstanden schon kurz nach dem Ausbruch der Pandemie detailliert ausgearbeitete Radtouren unter anderem ins Ruhrgebiet. Die Routen führen durch faszinierende Parks und Grünanlagen, über alte Eisenbahntrassen, einzigartige Flusslandschaften, beeindruckende Industriedenkmäler, vorbei an Emscher, Ruhr, Rhein und Lippe und Sehenswürdigkeiten wie die Zeche Zollverein, die Villa Hügel oder das Weltkulturerbe Henrichenburg. Selbst Fußballfreunde kommen nicht zu kurz, denn auch die Deutsche Fußballroute mit einem Besuch im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gibt es im Angebot.

Zum Radreiseguru

Ansprechpartner:

Juan Carmona-Schneider
Juan Carmona-Schneider Dipl.-Geogr.
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