Die Tücken des Dienstleistungstransfers

Die Tücken des Dienstleistungstransfers

Grundsätzlich kann jedes deutsche Unternehmen in einem europäischen Mitgliedstaat Dienstleistungen anbieten. Hört sich einfach an und ist es im Prinzip auch, wenn man gut vorbereitet ist. Grund genug für die TKS Group, die sich als Generalunternehmer auf Refurbishments und Erstausstattungen für die Hotellerie spezialisiert hat, ZENIT damit zu betrauen, die eingesetzten Subunternehmen über Anforderungen in verschiedenen Ländern zu informieren.

Seit mehr als 30 Jahren realisiert TKS mit dem Hauptsitz im münsterländischen Borken Projekte für die europäische Markenhotellerie. Tochtergesellschaften gibt es in Großbritannien, Frankreich, Dänemark und der Schweiz. Die Gruppe beschäftigt aktuell 75 Mitarbeiter. Zum Partnernetzwerk gehören Unternehmen mit über 600 Fachkräften. TKS realisiert ein jährliches Umsatzvolumen von gut 50 Millionen Euro. Das Leistungsspektrum beinhaltet die Technische Gebäudeausstattung (TGA), die Ausbaugewerke und FF&E.  Letzteres ist die Abkürzung für „Furniture, Fixtures & Equipment“, worunter die gesamte Hoteleinrichtung zusammengefasst wird. Alle drei Leistungskomplexe werden in der Regel schlüsselfertig als Turn Key Solutions erbracht.

Planung, Organisation und Umsetzung gibt es „aus einer Hand“. Durch die Bündelung und Koordination der Leistungen werden Aufwand und Kosten reduziert und die Leistung optimiert. Gleichzeitig, so Geschäftsführer Uwe Christian Köhnen, würden die bekannten Risiken, die mit der Einzelvergabe verbunden seien, minimiert. TKS steuert und koordiniert den Abstimmungsprozess zwischen allen Projektbeteiligten und den Gewerken.


Workshops
Als Generalunternehmen haftet man allerdings auch für die eingesetzten Nachunternehmer und so war es nur ein logischer Schritt, jemanden zu suchen, der sich mit den länderspezifischen Anforderungen auskennt. Der Tipp, dafür einen Kontakt zu ZENIT-Beraterin Karina Holtkamp herzustellen, kam von der Handwerkskammer in Münster. Der erste Workshop zum Thema Niederlande fand im Dezember 2016 statt, mittlerweile wurden die Anforderungen in vier Ländern in jeweils dreistündigen Veranstaltungen mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisiert. Auf besonderes Interesse stießen dabei immer wieder Fragen nach der Arbeitnehmerentsendung und dem Umgang mit Mindestlohn, Sozialversicherung und Lohnsteuer. Häufig steckt die Tücke im Detail. So ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, welche Unterlagen die Handwerker auf Baustellen in Österreich mit sich führen müssen, nämlich die letzten drei aktuellen Lohnabrechnungen, die Kopie eines Arbeitsvertrages oder Bankbelege der Lohnüberweisungen.

ZENIT-Beraterin Karina Holtkamp ist sicher, mit diesem sehr spezifischen Beratungsangebot eine Marktlücke getroffen zu haben: „Als NRW.Europa-Experten kennen uns nicht nur gut in der Vermittlung von Kooperationspartnern für den Grenzübertritt von Produkten aus. Wir kennen auch das A bis Z des Dienstleistungstransfers – von A wie Arbeitsrecht bis Z wie Zertifizierung.“

Auch Marketing-Leiter Tobias Böing ist von dem Angebot überzeugt: „Mit ZENIT haben wir jemanden gefunden, der uns und unsere Partner kompakt und kompetent über die Dos und Don´ts in den Zielmärkten informiert. Dies unterstützt uns sehr bei der erfolgreichen Abwicklung unserer Hotelprojekte.“

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Ansprechpartner:

Karina Holtkamp
Karina Holtkamp Dipl.-Region.Wiss.
  • Internationalisierung
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