Studie zeigt: KI steigert Innovationen, Gewinne und Arbeitsplätze

Studie zeigt: KI steigert Innovationen, Gewinne und Arbeitsplätze

Eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die am 10. Dezember veröffentlicht wurde, zeigt: Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, sind nicht nur innovativer. Sie erzielen außerdem bei gleichem Umsatz einen höheren Gewinn und schaffen zusätzliche Arbeitsplätze.

Thomas Jarzombek, Beauftragter des BMWi für die Digitale Wirtschaft und Start-ups: „Künstliche Intelligenz verschafft einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil, den es zu nutzen gilt. Unternehmen, die heute in KI investieren, legen nicht nur den Grundstein für eine profitable Zukunft. Sie stärken gleichzeitig ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und die der deutschen Wirtschaft. Dafür sind Datensouveränität und eine breite Datenverfügbarkeit wesentliche Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Ziele verfolgen wir mit GAIA-X, mit dem ein innovatives europäisches Ökosystem für Daten entsteht.“

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) erzielten deutsche Unternehmen im Jahr 2018 einen Umsatz mit Weltmarktneuheiten von 7,6 Milliarden Euro. Rund neun Prozent des gesamten deutschen Umsatzes mit Weltmarkneuheiten können damit auf diese Technologie zurückgeführt werden. Zwar steigt der Umsatz von Unternehmen durch den Einsatz von KI insgesamt nicht an. Doch wirkt sich KI deutlich auf die Umsatzrendite aus: Sie liegt bei Unternehmen mit KI-Einsatz bei 6,4 Prozent und damit um 1,3 Prozentpunkte höher als ohne KI-Einsatz. Damit können Unternehmen, die KI anwenden, rund 25 Prozent mehr Gewinn erzielen.

Neben der wirtschaftlichen Leistung erhöht KI auch die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Durch Künstliche Intelligenz sind Unternehmen eher in der Lage, anspruchsvolle Innovationen mit einem hohen Neuheitsgrad hervorzubringen. So steigert der Einsatz von KI die Zahl deutscher Unternehmen, die Weltmarktneuheiten entwickeln, um fast vier Prozent, obwohl nur ein kleiner Anteil von rund sechs Prozent der Firmen überhaupt KI-Anwendungen nutzt. Außerdem zeigt die Studie, dass Unternehmen, die KI relativ breit nutzen – also unterschiedliche KI-Verfahren in unterschiedlichen Anwendungsgebieten – höhere Innovationsergebnisse erzielen.

Entgegen der häufig vermuteten negativen Beschäftigungswirkung sorgt Künstliche Intelligenz für mehr Beschäftigung. Zwischen 2016 und 2018 sind laut Studie rund 48.000 Stellen in der deutschen Wirtschaft durch den Einsatz von KI entstanden.

Die Studie ist Teil eines umfassenden Forschungsauftrags zum Thema Digitalisierung, den das BMWi für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren beauftragt hat. Das Projekt „Messung des Digitalisierungsgrades der deutschen Wirtschaft“ wird von einem Projektkonsortium, bestehend aus dem ZEW Mannheim (Konsortialführer), dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH, dem Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH Aachen und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. durchgeführt.
Quelle: BMWi

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