Studie: Mittelstand plant Digitalisierungsoffensive trotz angespannter Konjunktur

Studie: Mittelstand plant Digitalisierungsoffensive trotz angespannter Konjunktur

Der deutsche Mittelstand hat weiterhin großen Appetit auf Innovationen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der DZ BANK unter mehr als 1.000 Geschäftsführern und Entscheidern zum Einfluss der konjunkturellen Lage auf das Innovationsmanagement der Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen: Obwohl die Belastungen für die meisten Mittelständler durch eine historisch hohe Inflation, geschädigte Lieferketten und die unsichere geopolitische Lage enorm hoch sind, scheuen sie sich nicht, die Ausgaben hochzufahren, um Innovationen voranzutreiben.

Im Gegenteil: Der Befragung zufolge planen 57 Prozent der Mittelständler, in den nächsten Monaten mehr in Digitalisierung, neue Technologien und Künstliche Intelligenz zu investieren, um innovativer zu werden. Das sind mehr Unternehmen als im vergangenen Herbst, als 49 Prozent der Befragten ihre Ausgaben erhöhen wollten – und deutlich mehr als im Herbst 2020 (37 Prozent). Auffällig ist, dass die Investitionsbereitschaft spürbar mit der Unternehmensgröße steigt. Während bei den kleineren Unternehmen mit einem Umsatz unter 5 Millionen Euro knapp jeder Zweite in Digitalisierung und Co. investieren will, planen dies unter denjenigen ab 50 Millionen Euro Umsatz stolze 70 Prozent.

Dämpfer für Internationalisierungspläne des Mittelstands

Die Erschließung neuer Märkte, die zuletzt im Trend lag, hat seit dem Krieg in der Ukraine an Bedeutung verloren. 8 Prozent der Unternehmen wollen ihre Ausgaben in diesem Feld herunterfahren. Größere Mittelständler ab einem Umsatz von 50 Millionen Euro halten tendenziell am ehesten an den neuen Märkten fest, ebenso wie Mittelständler aus der Agrarbranche. Die Chemie- und die Ernährungsindustrie, beide besonders stark von der Energieknappheit betroffen, halten sich dagegen deutlich zurück. Damit bekommt der Internationalisierungs- und Globalisierungsantritt im Mittelstand insgesamt einen Dämpfer verpasst.

Geschäftskritisch: Fachkräftemangel bremst Innovationen aus

Auf die Frage, warum die Unternehmen nicht noch mehr im Bereich Innovationen tun, gibt der Fachkräftemangel die Antwort. Er ist für 83 Prozent der Befragten derzeit das geschäftskritischste Problem. Rund 22 Prozent der Befragten geben an, dass fehlende Fachkräfte sie konkret daran hindern, Innovationen stärker voranzutreiben. Die Unternehmen haben schlichtweg nicht genügend qualifiziertes Personal.
Quelle: DZ-BANK

Vollständige Presseinformation

Mittelständische Unternehmen, die Digitalisierungsprojekte planen, sind eingeladen, sich an das ZENIT-Expertenteam zu wenden. Bereits seit 2015 ist ZENIT in den Bereichen Digitalisierung, Industrie 4.0 und seit 2021 auch der Künstlichen Intelligenz (KI) aktiv. So informiert das Förderteam zu entsprechenden Bundes- und Landesprogrammen, berät Unternehmen innerhalb von Projekten wie dem Zukunftszentrum KI NRW über Potenziale oder koordiniert themenspezifische ZIM-Netzwerkprojekte wie KI-MAP.

ZENIT-Kontakt

Michael Guth
Michael Guth Dipl. Oec.
  • Digitalisierung
  • Innovationen

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