Quantencomputer: Anwendungspotenziale auch im Mittelstand

Quantencomputer: Anwendungspotenziale auch im Mittelstand

(Bild: IBM) Mitte Juni weihten die Fraunhofer-Gesellschaft und IBM Europe  in Ehningen nahe Stuttgart den ersten Quantencomputer auf deutschem Boden ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte dabei die Zugehörigkeit des Landes zur Weltspitze in der entsprechenden Forschung. Ziel sei es nun, Ergebnisse möglichst schnell auch für wirtschaftliche Anwendungen zu nutzen. Dabei soll ein Großprojekt helfen, in das ZENIT als assoziierter Partner eingebunden ist.

PlanQK –  Plattform und Ökosystem für  quantenunterstützte Künstliche Intelligenz – heißt das Projekt, das Quantencomputing und Künstliche Intelligenz zusammenbringen will. Es soll Anwendungspotenziale in der Wirtschaft erschließen und einfache Zugangsmöglichkeiten zu Expertise und Algorithmen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen schaffen.

Das Thema der industriellen Anwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz verfolgt ZENIT bereits seit über drei Jahren  im Rahmen des Innovationsnetzwerks KI-MAP. Wegen der vielen Berührungspunkte zum Bereich des Quantencomputings wurde kürzlich eine assoziierte Mitgliedschaft mit dem von der Universität Stuttgart koordinierten Großprojekt PlanQK geschlossen. Bereits jetzt freuen sich die KI-MAP-Akteure darauf, gemeinsam mit den anderen Partnern aktiv daran mitzuarbeiten, das riesige Potenzial auch für den Mittelstand zu erschließen.

Hintergrund

Laut Bundesregierung gilt die Quantentechnologie  als „Game Changer“, die schon in einigen Jahren neues Wissen und neue Möglichkeiten in vielen Bereichen schaffen wird. Einsatzmöglichkeiten gibt es unter anderem bei Optimierung und Simulation, in Logistik und Verkehr, Künstlicher Intelligenz, Energiewirtschaft, Chemie, Medizin oder den Materialwissenschaften.

Zur Förderung der Quantentechnologien hat die Bundesregierung beschlossen, zusätzliche zwei Milliarden Euro aus dem Konjunkturprogramm vom Juni 2020 in dieses Forschungsfeld zu investieren. PlanQK wird mit mehr als 50 Millionen Euro gefördert.

Presseinformation der Bundesregierung zum ersten deutschen Quantencomputer IBM Quantum System One

Homepage Plattform PlanQK

ZENIT-Kontakt

Stefan Braun
Stefan Braun Dipl.-Ing.
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