Innovationspreis 2019/2020

Innovationspreis des Netzwerks ZENIT e. V. wurde zum 9. Mal vergeben

Netzwerk ZENIT e.V.

Das Ausschreibungsthema: Kooperationsprojekte für digitale Zukunftsthemen

Gesucht wurden technologisch ausgerichtete Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Start-ups (nicht älter als fünf Jahre) oder auch zwischen Unternehmen bzw. Start-ups und Hochschulen/Forschungseinrichtungen zu digitalen Zukunftsthemen. Ein Kooperationspartner muss seinen Sitz in NRW haben.
Die Kooperationsprojekte müssen zum Bewerbungszeitpunkt bereits begonnen, aber nicht abgeschlossen sein. Zentrales Bewertungskriterium ist der innovative Charakter der eingereichten Projekte, sei es im Hinblick auf die gemeinsame Entwicklung von digitalen Technologien, Produkten, Prozessen und/oder Dienstleistungen bis hin zur Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle.
Darüber hinaus bewertet die Jury auch den Grad der Agilität der Projektzusammenarbeit sowie die Marktorientierung des Projekts.

Die Jury

Prof Dr Oliver Koch_HRW

Juryvorsitzender

Prof. Dr. Oliver Koch

Vizepräsident der Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr

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Jurymitglieder

Thomas Eulenstein
Kunststoffinstitut der mittelständischen Wirtschaft in NRW GmbH (KIMW), Lüdenscheid

Anno Jordan
EMG Automation GmbH, Wenden

Gerd Kleemeyer
Unternehmensgruppe GeraChemie GmbH/ Klemafol GmbH, Mülheim an der Ruhr

Christian Wolf
TURCK GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Holger Gerstel
Gerstel GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Dem Gewinnerprojekt winkt ein Preisgeld von 5.000 Euro, alle Finalisten erhalten darüber hinaus professionelle PR-Unterstützung mit nachhaltiger Öffentlichkeitswirkung und eine kostenlose einjährige Mitgliedschaft im Netzwerk ZENIT e. V. . Bewerbungsschluss war der 15. Dezember 2019.

NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ist Schirmherr und übernimmt persönlich die Überreichung des Innovationspreises.

Ehrung der Finalisten der Ausschreibung „Kooperationsprojekte für digitale Zukunftsthemen“ vom 29. September 2020

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clockin-Geschäftsführer Frederik Neuhaus (3.v.l.) nahm den Innovationspreis des Netzwerks ZENIT e.V. von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Mitte) entgegen. Mit ihm freuten sich Jury und vier weitere Unternehmen, die eine Auszeichnung erhielten

„Kooperationsprojekte für digitale Zukunftsthemen“ waren bei der neunten Ausschreibung des Innovationspreises des Netzwerks ZENIT e.V. gesucht worden. Die besten Projekte wurden am 29. September durch NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart via Livestream aus dem Duisburger Studio 47 ausgezeichnet. „Zukunftsweisende Innovationen bringen uns auf die Erfolgsspur und helfen Unternehmen, die Digitalisierung erfolgreich zu meistern“, lobte Minister Pinkwart die Geschäftsideen der digital-affinen Start-ups. Gewinner der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung ist die clockin GmbH aus Münster. Auszeichnungen erhielten die MotionMiners GmbH aus Dortmund, die SomaView GmbH aus Bochum, Heuremo aus Duisburg und Topikon UG aus Leverkusen.

Für den diesjährigen Innovationspreis waren technologisch ausgerichtete Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und Start-ups (nicht älter als fünf Jahre) oder zwischen Unternehmen, Start-ups und Hochschulen / Forschungseinrichtungen zu den digitalen Themen der Zukunft gesucht worden. Mehr als 20 Projekte mit hochinteressanten Wettbewerbsbeiträgen wurden in einer Vorauswahl bewertet. Thomas Eulenstein, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks ZENIT e. V., zeigte sich begeistert von den Bewerbungen und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Unternehmen.

Kriterien waren die Kooperationsidee und -durchführung, der Innovationsgehalt des Projekts, wie etwa die Übertragbarkeit des Produkts und des Prozesses auf andere Branchen, der erwartete Projekterfolg und die Agilität der Zusammenarbeit.

„Die Zusammenarbeit innovativer Start-ups und etablierter Unternehmen werden Digitalisierungsprojekte zum Erfolg führen“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart im Rahmen der Preisverleihung. Corona-bedingt wurde sie dieses Mal als Livestream übertragen.

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Die Laudatio hielt der Juryvorsitzende Prof. Dr. Oliver Koch, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Ruhr West.

Sieger

App statt Zettelwirtschaft: Start-up clockin GmbH aus dem Münsterland revolutioniert die Zeiterfassung

Gewinner des diesjährigen ZENIT-Innovationspreises ist die clockin GmbH aus Münster. Entwickelt hat das Start-up eine App zur Zeiterfassung, die transparent, zeitsparend und problemlos Handwerksbetriebe bei der Erfassung der Arbeitszeit, Dokumentation und Auswertung im Büro unterstützt. Das System wurde bereits 2017 mit dem Preis der Digitalen Wirtschaft NRW für seine besondere Innovationskraft ausgezeichnet und begeistert seitdem zahlreiche Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Als Geschäftsführer der DiTom Kanaltechnik GmbH in Ahlen (Westf.) hatte Thomas Bittmann 2015 nach einer Lösung gesucht, um die zeitaufwändige und häufig fehleranfällige, da papiergebundene, Zeiterfassung seiner 30 Mitarbeiter im Außendienst zu ersetzen. Doch sämtliche Systeme, die er ausprobierte, schienen ungeeignet. Entweder waren sie zu kompliziert in der Bedienung oder einfach viel zu teuer. „Meine Handwerker sind Praktiker und keine IT-Spezialisten und so sollte die App so einfach wie möglich zu bedienen sein“, beschreibt Bittmann seine Anforderung an Nutzerfreundlichkeit und Handhabung.

In einem Gespräch berichtete er dem Münsteraner Jungunternehmer Frederik Neuhaus von seinem Problem. Neuhaus studierte unter anderem im Silicon Valley und eröffnete bereits während seines Studiums mit zwei Mitstreitern eine Firma für Webentwicklung und IT-Sicherheit in Münster. In mehreren Pilotprojekten mit Anwenderfirmen wurden die Nutzungsfeatures optimiert und es entstand die anwendungsorientierte App clockin, was so viel heißt wie einstempeln oder einchecken.

Eigentlich war die App nur für den internen Gebrauch im Kanaltechnikunternehmen entwickelt worden. Das Projekt hatte aber unter anderem durch den DWNRW-Award eine so hohe Strahlkraft, dass sehr schnell auch weitere Unternehmen clockin nutzen wollten. Und so gründeten Thomas Bittmann und Frederik Neuhaus 2018 gemeinsam die clockin GmbH. Dass Bittmann und Neuhaus so unterschiedliche berufliche Erfahrungen in ihr Joint-Venture einbringen, betrachten sie als eine ihrer größten Stärken.

Inzwischen erledigen Handwerksbetriebe verschiedenster Branchen und Größen mittels der clockin-App Zeiterfassung, Projektverwaltung und Dokumentation, und zwar komplett digital und mobil. Mitarbeiter im Außendienst können ihre Arbeitszeiten sowie Pausen exakt erfassen und die Arbeitszeiten in Lade- und Fahrzeiten differenziert werden. Die Verwaltung der Arbeitsstunden erfolgt mit wenigen Klicks über eine webbasierte Benutzer-Oberfläche im angeschlossenen Büro-Center. Darüber hinaus ist es möglich, den jeweiligen Projektstatus anzugeben sowie eine Kundenbestätigung inklusive Unterschrift zu erfassen. Abgerundet wird die App u. a. durch eine Diktierfunktion und die Möglichkeit, Fotos zu hinterlegen. Nicht nur Handwerksbetriebe nutzen clockin, sondern auch viele andere Branchen wie Pflegedienste, Logistiker, Großhändler oder Beratungsunternehmen.

Mittlerweile haben sich mehr als 2.000 Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei clockin angemeldet. Die clockin-App wurde für iPhone- und Android-Geräte entwickelt und lässt sich im AppStore bzw. über Google Pay herunterladen. clockin wird monatlich pro Mitarbeiter im Abonnement abgerechnet.

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Auszeichnungen

SomaView GmbH: Innovation im Gesundheitswesen –  Verbindung von „Augmented Reality“ mit klassischem Ultraschall-Verfahren

Gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und dem Universitätsklinikum Frankfurt am Main hat das Bochumer Start-up SomaView ein smartes Assistenzsystem entwickelt, das Ärzte bei der Anlage eines zentralen Venenkatheters unterstützen soll. Die Kombination aus einer Augmented Reality-Brille und einer innovativen Software ermöglicht den Ärzten nun einen direkten Blick in den Patienten, erleichtert den Eingriff und führt zu einer niedrigeren Komplikationsrate.

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MotionMiners GmbH: Aufspürung von Optimierungspotenzialen

Das Dortmunder Start-up MotionMiners hat seine Produktentwicklung zur automatisierten und anonymisierten Analyse und Optimierung manueller Prozesse gemeinsam mit der Firma META-Regalbau GmbH & Co. KG pilotiert. Die Manual Process Intelligence (MPI) ist die Motion-Mining®-Produktlösung, die es META ermöglicht, selbstständig Motion-Mining®-Projekte durchzuführen – angefangen bei der Prozessdefinition bis hin zu der finalen Ergebnisauswertung.

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Künstliche Intelligenz in der Logistik: Start-up Heuremo optimiert für duisport-Tochter Bohnen Logistik das Transportmanagement

In Kooperation mit der Firma Bohnen Logistik GmbH & Co. KG hat HEUREMO aus Duisburg das Dispo-Optimierungstool FreightPilot weiterentwickelt und an die spezifischen Bedingungen von mittelständischen Speditionen angepasst. Mittels einer erstmals echten Automatisierung der Disposition, die parallel die Touren- und Beladungspläne optimiert, reduziert das Tool den Fahrzeugbedarf in Unternehmen um 20 Prozent, die Kilometerlaufleistung um 25 Prozent und die CO2-Emissionen um ganze 8 Millionen Tonnen/Jahr.

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Start-up Topikon: Online-Diskussionsportal sorgt für gebündelte Informationen

Zusammen mit der Haarhoff GmbH hat das Leverkusener Start-up Topikon eine digitale Lösung entwickelt, mit der aggregierte Meinungsbilder erfasst werden können. Statt ausufernden Diskussionen oder aufwendigen Umfragen ist auf einen Blick sichtbar, welche Meinungen Team-Mitglieder, Kunden oder Social-Media-Communities über ein Thema oder Produkt haben.

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Simone Stangier
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