Nachhaltige Haushaltsgeräte: Start-up nutzt ZENIT-Knowhow für innovatives Angebot

Nachhaltige Haushaltsgeräte: Start-up nutzt ZENIT-Knowhow für innovatives Angebot

Start-ups sind nicht nur etwas für Menschen unter 30. Umtriebiger Beweis dafür sind ein erfahrener Vorwerk-Ingenieur und ein gestandener Marketingfachmann. Angetreten sind sie 2019, um lebenslang haltbare Küchengeräte zu entwickeln und dem Elektroschrott den Kampf anzusagen. Flaggschiff ist ein induktionsgeeigneter Wasserkessel, der sich selber abschaltet. Begleitet hat sie auf dem Weg zur Gründung ihres Unternehmens Xinco GmbH das NRW.Europa-Team bei ZENIT.

Wer hat sich nicht schon über Elektrogeräte geärgert, die kurz nach der Garantiezeit ihre Dienste verweigerten und im Müll landeten? So manch einer sehnt sich dabei nach dem guten alten Wasserkessel, der modernen Anforderungen gerecht wird – also ein Induktionsherd-geeignetes Modell mit Abschaltautomatik.

Entwickelt haben genau dies der technikbegeisterte Kaufmann Thomas Ifland und Ingenieur Dr. Alexandros Zachos aus Bochum, die bereits seit 20 Jahren befreundet sind. Eine Leidenschaft, die beide verbindet, ist das Kochen. Und in einer Küche war es dann auch, in der sie die Idee hatten, gemeinsam innovative Produkte zu entwickeln, die in keinem Haushalt fehlen dürfen.

Ein Leben lang

Im Fokus der beiden stand von Anfang an das Thema Nachhaltigkeit. Angetrieben vom bedauerlichen Status Quo, dass Industriegesellschaften zu viele Ressourcen verbrauchen und immer mehr Elektro- und Elektronikschrott produzieren, nahmen sie sich vor, hier gegenzusteuern. Was früher ein geschätztes Qualitätsversprechen hochpreisiger Marken war, wollen die beiden erneut in den Fokus setzen: „Wir wollten Haushaltsprodukte entwickeln, die bei gleichwertiger Funktionalität, Effizienz und ohne Komforteinbußen ressourcenschonend und damit nachhaltig produzier- sowie einsetzbar sind. Und das ein Leben lang. Neben der Nachhaltigkeit spielt aber auch immer eine ausgeklügelte Technologie in unseren Produkten eine große Rolle,” umschreibt  Alexandros Zachos die Firmenphilosophie.

Wie früher, nur besser

Nach diesem Prinzip entwickelten sie auch den Namen ihres ersten Produkts: Der Name Kezzel spielt auf die traditionellen, bewährten Wasserkessel an. „Wir ziehen Inspiration aus den Dingen von gestern und kombinieren sie mit modernster Technologie. Unser Flaggschiff verwandelt Küchenklassiker in zukunftsfähige Haushaltsgeräte, die die Zeiten überdauern. Kezzel mit zwei Zett buchstabiert den Wasserkessel neu und hat einen hohen Nachhaltigkeitsanspruch: Kezzel. Wie früher, nur besser“, erklärt Thomas Ifland das Erfolgsprinzip. Für die Entwicklung des Abschaltelements kooperierten die Gründer mit der ebenfalls in Bochum beheimateten Ingpuls GmbH, die Mitglied im Netzwerk ZENIT e.V. ist.

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Der weltweit erste automatische Wasserkocher für Induktionsherde steht vor der Markteinführung. Informationen zum Start gibt es über den Kezzel-Newsletter.

Unterstützung im Gründungsprozess

„Jede Gründerin und jeder Gründer kennt die Phasen der Euphorie, aber auch Momente der Verzweiflung, wenn Dinge und Prozesse ins Stocken geraten. Da sind wir keine Ausnahme“ erinnern sich Ifland und Zachos und betonen, wie wichtig gute Unterstützung ist.

Zu den Unterstützern gehörte auch das NRW.Europa-Team bei ZENIT mit verschiedenen, kostenlosen Leistungen. Im Rahmen einer Innovationsmanagementberatung wurden zum Beispiel der Gründungsprozess begleitet und Empfehlungen zur Business-, Produkt- und Verwertungsstrategie entwickelt. Thema waren dabei unter anderem mögliche Lizensierungsansätze und Kalkulationsmethoden für deren Bewertung. Zurückgreifen konnte das NRW.Europa-Team dafür auf seinen Kooperationspartner und Verwertungsexperten PROvendis. Auch beim Thema Fördermittelakquise war das Team erfolgreich. Geld gab es sowohl für den Gründungsprozess als auch für die Realisierung eines Pilotprojekts zum Engineering von Prototypen und Produktionswerkzeugen mit einem Entwicklungspartner aus den Niederlanden.  

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„Das NRW.Europa-Team bei ZENIT hat uns schnell und praxisorientiert bei sehr unterschiedlichen Fragestellungen geholfen. Junge Unternehmen sollten auf dieses fachlich versierte und dazu noch kostenlose Knowhow nicht verzichten“, fassen Thomas Ifland (links im Bild) und Dr. Alexandros Zachos ihre Erfahrungen mit der Beratung zusammen.

Webseite Xinco GmbH / Kezzel

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