Mittelstand bildet weniger aus: Sondererhebung der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Corona-Krise

Mittelstand bildet weniger aus: Sondererhebung der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Corona-Krise

Die Corona-Krise hat der Ausbildungsaktivität kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) einen kräftigen Dämpfer verpasst. Im Jahr 2020 hat jeder vierte dieser Betriebe (26 Prozent) aufgrund der Krise weniger neue Auszubildende eingestellt als ursprünglich geplant. Bei 71 Prozent der Ausbildungsunternehmen hatte die Krise keine Auswirkungen auf die Anzahl neuer Azubis, nur 3 Prozent haben ihre Ausbildungsaktivität ausgeweitet. Dies zeigt eine Erhebung im KfW-Mittelstandspanel, das die 3,8 Millionen KMU in Deutschland repräsentativ abbildet.

Der weit überwiegende Teil der dualen Berufsausbildung findet in KMU statt. Insgesamt gibt es rund 500.000 mittelständische Ausbildungsunternehmen mit über einer Million Azubis. Etwa 90 Prozent der 1,3 Mio. Auszubildenden in Deutschland haben ihren Ausbildungsplatz im Mittelstand. Die Ausbildungsaktivität der Unternehmen hängt eng mit ihrer Betroffenheit von der Corona-Krise zusammen. Zum Zeitpunkt der Befragung Ende Januar 2021 waren zwei Drittel (67 Prozent) der ausbildenden KMU unmittelbar von der Krise betroffen, zum Beispiel durch Umsatzeinbußen oder Liquiditätsengpässe. Von ihnen haben 32 Prozent im Jahr 2020 weniger Azubis eingestellt als zuvor geplant.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

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