Kürzere Lieferwege in der Produktion: Turck nutzt NRW.Europa-Beratung für Standortentscheidung

Kürzere Lieferwege in der Produktion: Turck nutzt NRW.Europa-Beratung für Standortentscheidung

Probleme mit Lieferketten gibt es nicht erst seit der Corona-Pandemie. Betroffen sind neben kleinen und mittleren Unternehmen auch Global Player wie das Netzwerk ZENIT-Mitglied Turck aus Mülheim an der Ruhr. Mit dem Tochterunternehmen Turck Automation Technology (TAT) baute die Turck-Gruppe deshalb im polnischen Lublin ein neues Werk auf, um regionale Kundenbedürfnisse in Europa besser abdecken und Lieferwege für Kabel, Sensoren und weitere Automationskomponenten verkürzen zu können. Geholfen hat dabei das NRW.Europa-Team bei ZENIT.

Turck hat seine globale Supply-Chain-Struktur 2020 mit einem weiteren Standort in Europa optimiert – produziert wird dort seit 2021. Die zusätzliche Fertigung im ostpolnischen Lublin ermöglicht dem Automatisierungsspezialisten, schneller und effizienter die Anforderungen regionaler Märkte zu erfüllen und Logistikwege zu optimieren. So werden in Lublin unter anderem auch Anschlusstechniklösungen für den europäischen Markt produziert, die bislang in China oder in den USA hergestellt wurden.

„Der neue Standort in Polen ist ein weiterer Schritt hin zu unserem Ziel, innerhalb der Turck-Gruppe in den Regionen Europa, Asien und Amerika optimale Strukturen für Produktion, Logistik und Vertrieb zu schaffen, um die lokalen Kundenbedürfnisse ideal abdecken zu können“, sagt Christian Wolf, Geschäftsführer der Turck Holding.

Der richtige Standort – keine Zufallsentscheidung

Bevor die Entscheidung für den neuen Standort fiel, wurden viele Fragen geklärt, bei deren Beantwortung das Internationalisierungs-Team bei ZENIT helfen konnte. Zentral für die Bewertung möglicher Standorte waren neben dem Thema Personalkosten auch der Ausbildungsstand potenzieller Mitarbeiter sowie die Logistikanbindung. Um den bestmöglichen Standort zu finden, recherchierte das Team mit Hilfe der in ganz Mittel-Ost-Europa ansässigen Vertreter des Enterprise Europe Network zahlreiche Möglichkeiten. Auf den Zahn fühlte es dabei unter anderem den Produktionsbedingungen vom Baltikum über die Tschechische Republik bis nach Bulgarien. Gesucht wurde auch nach möglichen Zulieferern im Bereich der Herstellung von Rohkabeln, Drehteilen und Spritzgusswerkzeugen für Kunststoffe. Und auch der Arbeitsmarkt wurde genau unter die Lupe genommen.

Parallel dazu eruierte das NRW.Europa-Team bei der NRW.BANK passende Fördermöglichkeiten – sowohl in Deutschland als auch in den in Frage kommenden Ländern. Die umfangreichen Förder- und Finanzierungsinformationen waren auch ein Baustein für Turcks Entscheidung, sich auf Polen und Rumänien zu konzentrieren und dort nach einem Gewerbeobjekt zu suchen.

Im Rahmen einer Abschlusspräsentation empfahlen die NRW.Europa-Experten den Standort Polen und stießen damit bei den Turck-Verantwortlichen auf offene Ohren.

Lublin ist die neuntgrößte Stadt des Landes. Die lokale Bildungsinfrastruktur ist mit fünf Universitäten und zahlreichen Berufsschulen gut ausgebaut. „Der Standort der Turck Automation Technology liegt verkehrsgünstig angebunden innerhalb des Stadtrings. Knapp 6.000 Quadratmeter Produktions- und Logistikfläche bieten uns ausreichend Platz für zukünftiges Wachstum“, erklärt Christian Wolf die Standortentscheidung.

 „Mit der Etablierung unseres neuen Standorts verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig  und werden unserem Kundenversprechen als globaler Automationspartner gerecht. Optionen  gab es viele, das NRW.Europa-Team hat uns dabei geholfen, die richtige Standortwahl zu treffen.“ Christian Wolf, Geschäftsführer der Turck Holding.

Homepage Turck Holding

ZENIT/NRW.Europa-Kontakt

Juan Carmona-Schneider
Juan Carmona-Schneider Dipl.-Geogr.
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