KI-Prognosen zur Optimierung von Lieferketten: Start-up mit Lösungen auch für den Mittelstand

KI-Prognosen zur Optimierung von Lieferketten: Start-up mit Lösungen auch für den Mittelstand

Der Hype um künstliche Intelligenz scheint keine Grenzen zu kennen. Aber was ist noch ein entferntes Versprechen und was bereits machbar? Welcher Anwendungsfall schafft Unternehmen schon jetzt  einen Mehrwert und wie bekommen sie einen Zugang dazu? Fehlende Expertise führt häufig zu teuren Beratungsprojekten. Auch unabhängig von der Pandemie kann sich das nicht jedes Unternehmen leisten oder viele Monate auf Ergebnisse warten. Bezahlbare Lösungen auch für den Mittelstand will das Start-up Forenamics aus Herdecke mit Büro in Köln bieten. Bei Fragen rund um Finanzierungsmöglichkeiten und dem Kontakt zu potenziellen Kunden hilft dem neuen Netzwerk ZENIT-Mitglied das ZENIT-Know-how.

Ziel der Gründer ist es vor allem, bestehende Eintrittsbarrieren von KI-Anwendungen zu minimieren. Den Anfang machen KI-gestützte Prognosen. Die gängigen Probleme sind alt: Wie viele Materialien brauche ich kommenden Monat? Wie viel muss ich produzieren? In der Vergangenheit wurden dafür immer komplexer werdende (Excel-)Formeln entwickelt, um die nächste Woche, den kommenden Monat oder das anstehende Quartal zu prognostizieren. Durch immer größer werdende Datenmengen ist es für einen Menschen jedoch schier unmöglich, alle möglichen Korrelationen zu verstehen oder gar in eine Formel einzubeziehen. Computer bieten hier entscheidende Vorteile.

Der Zeitpunkt für den KI-Hype ist kein Zufall: Durch sinkende Hardwarekosten und steigende Leistung gehört Künstliche Intelligenz heute zum Alltag. So wird dem Nutzer von Mobiltelefonen beim Verschicken von Textnachrichten via KI bzw. einem trainierten neuronalen Netz ganz selbstverständlich das voraussichtlich nächste Wort vorhersagt. Damit das so gut funktioniert, werden unzählige Daten genutzt und komplexe KI-Modelle trainiert. Eine menschengemachte Formel wäre dazu nicht in der Lage.

Aber müssen Unternehmen sich jetzt einen Data Scientisten aus dem Silicon Valley holen, um hier mitspielen zu können? Nein, müssen Sie nicht, meint Milan Hofmann, Leiter Technologische Entwicklung des Start-ups. Denn genau hier setze das Unternehmen mit seiner Software AltoGo an, die dank der Erfahrungen aus vielen KI-Beratungsprojekten entwickelt werden konnte.

„Anstatt unseren Kunden hohe Investitionssummen über Monate hinweg in Beratungsprojekten abzuverlangen, können wir mit unserer Software die gleiche Lösung binnen eines Tages validieren und je nach Datenumgebung sofort implementieren – zu einem Bruchteil der Kosten“ erklärt Hofmann. „Das Schöne an AItoGo ist ihr Fokus: Uns interessiert die Entwicklerfreundlichkeit viel weniger als die Nutzerfreundlichkeit. Wir wollen Entscheidungsträger erreichen – nicht ITler. Ich könnte mit meinem Laptop vor die Türe gehen und ein zufälliger Passant wäre in der Lage, die Software zu bedienen. Und Programmierkenntnisse oder wochenlange Einarbeitungszeiten wie bei SAP sind nicht nötig“ ergänzt Geschäftsführer Jonathan Kurth.

Wachstum auch durch Netzwerke

Forenamics (Forecasting Dynamics) entstand vor weniger als zwei Jahren und wuchs bis jetzt organisch – und das ohne Fremdkapital oder Investoren.

Eine ganz wichtige Rolle dabei haben Netzwerke gespielt. „Von Mund zu Mund, von Netzwerk zu Netzwerk haben wir Hilfe bekommen. Ohne diese würde es uns heute nicht mehr geben. Wir konnten Unterstützter finden, die uns weitergebracht haben und wertvolles Feedback gaben. ZENIT ist eines dieser Netzwerke. Bei einem jungen Unternehmen ist Finanzierung oft ein schwieriges Thema und Förderungen sind da eine riesige Hilfe. Die Finanzierungsexperten des NRW.Europa-Teams bei ZENIT haben uns über Fördermöglichkeiten informiert, Tipps beim Stellen eines ZIM-Antrags gegeben und helfen uns beim Thema Vernetzung Wir schätzen das sehr, sehr wert,“ fasst Jonathan Kurth die Unterstützung zusammen.

Kooperationspartner gesucht

Um die Nutzeroberfläche noch intuitiver zu machen und weitere Anwendungsfälle zu validieren, sucht Forenamics Kooperationspartner in verschiedensten Industrien. Besonders durch das automatische Kombinieren unterschiedlicher Datenquellen will das innovative Unternehmen genaueste Prognosen im Markt realisieren. Geplant sind aber auch über das Thema Prognosen hinausgehende Angebote, mit deren Hilfe bislang noch vorhandene Barrieren in der Anwendung modernster KI-Technologien abgebaut werden sollen

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Jan Pohl
Jan Pohl M. Sc.
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