KI in der Werkstoffentwicklung: neues Netzwerk sucht Interessenten

KI in der Werkstoffentwicklung: neues Netzwerk sucht Interessenten

Die Erforschung und Entwicklung neuer Materialien und Werkstoffe ist extrem aufwendig und teuer. Fortschritte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) lassen jedoch hoffen, dass Entwicklungszeiten durch die Verlagerung ins Digitale wesentliche verkürzt werden können. Um diese Potenziale für Unternehmen nutzbar zu machen, baut ZENIT ein Innovationsnetzwerk auf, für das noch Interessenten gesucht werden. Foto: iStock

Die Fortschritte auf dem Gebiet der KI sind rasant, KI-gestützte Systeme in unserem Alltagsleben allgegenwärtig. Spracherkennungssysteme wie Google, Alexa, Siri usw. oder die Verarbeitung von Informationen aus Bildern und Filmen gehören längst zum Standard. Möglich wurden diese Fortschritte durch die Verfügbarkeit sehr großer Datenmengen und immer weiter steigende Rechenleistung. Auch auf dem Gebiet der Werkstoffentwicklung wurde KI schon erfolgreich zur Entdeckung thermoelektrischer Materialien, für Fragestellungen bei der Entwicklung von Hochentropie-Legierungen und Einblicke in Perowskit-Materialien eingesetzt.

KI-Methoden können aber auch Produktions- und Entwicklungsprozesse beschleunigen oder verbessern. Zusammen mit einigen frühen Anwendern aus der Materialentwicklung für metallische Werkstoffe baut ZENIT zurzeit ein Innovationsnetzwerk auf, um die experimentelle Forschung bei der Materialentwicklung mit digitaler Simulation und KI zu forcieren. Im Netzwerk werden Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft interdisziplinär kooperieren. Gemeinsames Ziel ist es, neue F&E-Projekte zu erarbeiten und über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums zu fördern. Der Reiz einer Netzwerkmitgliedschaft liegt in einem einfacheren Zugang zu Fördermitteln, die pro Projekt bei bis zu ca. 200.000 € liegen können. Starten soll das Netzwerk Anfang nächsten Jahres. Einige Interessenten gibt es bereits, weitere Projektpartner sind herzlich willkommen. Interessant ist das Angebot vor allem für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit innovativen Fragen der KI-gestützten Materialentwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Metalle und Legierungen, beschäftigen wollen.

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