Das ZIM‑Innovationsnetzwerk HyTherPro vereint Akteure aus Industrie und Forschung – darunter Anwenderunternehmen, Softwarehersteller, Dienstleister, Anbieter von Energiespeicherlösungen, Steuerungs- und Brennertechnologien, wissenschaftliche Institute und Verbände. Gemeinsam werden zukunftsweisende hybride und flexible Beheizungssysteme für energieintensive Thermoprozessanlagen entwickelt. Ziel: modulare Systeme zur Integration erneuerbarer Energien, Speicher, intelligente Steuerung – bedarfs-, preis- oder wetterabhängig.
ZENIT übernimmt das Netzwerk‑ und Projektmanagement, die Beratung zur Technologie-Integration und die Unterstützung bei Fördermittelanträgen. Im Fokus stehen praxisnahe Innovationen zur Stabilisierung der Energieversorgung und zur Wettbewerbsfähigkeit der Thermoprozessindustrie. Die Teilnahme ist offen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Prozesskette.
Ziele des Innovationsnetzwerks
Bilder: Dirostahl – Karl Diederichs GmbH & Co. KG
Gemeinsam verfolgen wir schwerpunktmäßig das Ziel, Hochtemperaturprozesse beim Ur- und Umformen von Metallen in den drei Bereichen Energieeinsatz, Kosten und Treibhausgasemissionen effizienter zu gestalten.
Im Netzwerk sollen in verschiedenen Entwicklungslinien Technologie- und Prozess- sowie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen entstehen. Diese werden prozessnah und damit infrastrukturgetrieben unter Berücksichtigung spezifischer Produkte und deren Qualität konzipiert und umgesetzt. Damit wird die Transformation unterstützt und gleichzeitig entsteht ein modularer Technologieansatz mit hoher Anschlussfähigkeit.
Es geht auch um Sicherheit bei Investitionsentscheidungen aufgrund der zu erwartenden Änderungen am Energiemarkt. Darin inbegriffen sind beispielsweise der Anstieg der Netzentgelte, die Versorgungssicherheit mit Erdgas, die Wasserstoffverfügbarkeit in den Verteilernetzen und die Netzstabilität. Ebenso beeinflussen politische Rahmenbedingungen die Investition und Nutzung von heute noch nicht wirtschaftlichen Technologien.
Schwerpunkte des Netzwerks (Phase I)
In vier Entwicklungslinien werden anwendungsnahe FuE Projekte verfolgt, die Komponenten und Anlagen für Thermoprozesse für eine wirtschaftlich tragbare Transformation ermöglichen, technische Lösungen erproben, die mit gesicherter Energieversorgung bei gleichbleibender Produktqualität die schrittweise Defossilisierung der Thermoprozesse wirtschaftlich und nachhaltig gestalten, die Digitalisierung der Thermoprozesse vorantreiben und Herstellkosten senken.
Entwicklungslinie 1
Neue Ofenkonzepte mit hybrider oder vollelektrischer Energieversorgung
Entwicklungslinie 2
Entwicklungen zur Nachrüstung mit hybrider oder vollelektrischer Energieversorgung
Entwicklungslinie 3
Intelligente Regelung für die situative und temporäre kostenoptimierte Energieträgerwahl
Entwicklungslinie 4
Energierückgewinnung, -speicherung und -rückführung
Die Phase II des HyTherPro-Netzwerks – Machen Sie mit!
Der Start in Phase II ist als eigenfinanziertes Netzwerk für August geplant, erst einmal für 12 Monate mit Option auf Verlängerung. Die bisherigen Forschungsaktivitäten werden fortgeführt und in den folgenden beiden Schwerpunkten im nächsten Jahr weiter ausgearbeitet:
- Entwicklung eines Modulbaukastens zur Hybridisierung von Thermoprozessen, mit z. B. Untersuchungen von Erwärmungsprozessen in der Wärmebehandlung. Auch die Optimierung Gasbetriebener Öfen – „Retrofit“ – ist wie die Entwicklungen von Power2Heat- und Power2X-Lösungen Thema.
- Funktionserweiterung von Prozesssteuerungen zur Realisierung einer wirtschaftlich optimierten, flexiblen Energieträgerwahl im laufenden Prozess sowie Adaption der Prozessführung; Auswirkungen auf die Produktqualität werden selbstverständlich berücksichtigt
Interview mit Netzwerkpartner HyperHeat zur Mitarbeit im ZIM-Netzwerk