Innovative Spannsysteme für komplexe Werkstücke

Innovative Spannsysteme für komplexe Werkstücke

Je anspruchsvoller die Geometrie komplexer Werkstücke ist, desto schwieriger wird es: Die Einspannung zur Bearbeitung erfordert meist sehr viel Zeit und häufig auch hochqualifizierte Mitarbeiter, die Erfahrung mit dem Werkstück und der Bearbeitung haben. Diesen Prozess zu vereinfachen und zu automatisieren und damit Fehlerquellen auszuschließen, hat sich das forschungs-affine Aachener Unternehmen Innoclamp vorgenommen. Unterstützt auf dem Weg in neue Branchen und Märkte auch im Ausland wird es vom NRW.Europa-Team bei ZENIT.

Die Liebe zur Forschung ist kein Zufall. Hervorgegangen ist das Unternehmen 2015 als  Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie aus dem Aachener Universitätsumfeld. Seitdem nutzen die Gründer das aktuellste technologische Know-how aus der Wissenschaft und die eigene Industrieerfahrung, um Spitzentechnologie der Spanntechnik in die industrielle Anwendung zu bringen. Elf hochqualifizierte Mitarbeiter*innen kümmern sich um einen besonders „spannenden“ Bereich: die Forschung über schwingungsdämpfende Spannsysteme, die sich sogar im Layout des Firmenlogos widerspiegelt.

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„Unser Ziel ist, dass Spanntechnik nicht länger eine gebundene Investition für die Produktion einzelner Werkstücke ist, sondern so flexibel wird, wie der 3D-Druck von Werkstücken. Wir entwickeln Spannsysteme, die  einfach an die Produktionsaufgabe unserer Kunden angepasst werden können“, umschreibt Geschäftsführer Roman Kalocsay, der für die technische Unternehmensleitung verantwortlich ist, das Angebot.

Forschung

Wie viele Ideen das junge hochmotivierte Team hat, belegen zahlreiche Forschungsvorhaben, die unter anderem von der EU und dem Land NRW gefördert wurden und werden. Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung eines mechatronischen Spannsystems mit aktiver Schwingungsdämpfung, um Fräsprozesse stabiler und wirtschaftlicher zu gestalten. Oder ein anderes zurzeit laufendes Projekt, in dem ein hydraulisches Spannsystem entsteht, das eigenspannungsbedingte Bauteilverzüge aus Fräsprozessen kompensiert und die Bearbeitung einfacher und wirtschaftlicher macht.

Internationalisierung

Einer der wichtigsten Abnehmermärkte der in Aachen gefertigten Produkte war bis vor kurzem die Luftfahrtindustrie. Corona-bedingt brach dieser Markt im Frühjahr jäh ein. Und so kam eine Einladung von ZENIT zu Unternehmergesprächen mit einer Delegation aus Estland, die im Oktober 2020 nach Partnern in NRW Ausschau halten wird, genau richtig. Telefonisch kam man miteinander ins Gespräch und schon bald folgte ein Besuch in Aachen. „Die ZENIT-Technologie- und Förderexperten haben uns die Möglichkeit aufgezeigt, uns in der internationalen Datenbank des Enterprise Europe Network zu präsentieren und uns bei der Profilerstellung dafür sehr geholfen“ freut sich der für den kaufmännischen Part zuständige Innoclamp-Geschäftsführer Christian Kolvenbach.

ZENIT-Technologie-Berater Michael Nolden sieht ein riesiges Potenzial im Know-how des jungen Unternehmens: „Die innovativen, modularen, über eine Software kombinierbaren Systeme haben enorme Vorteile gegenüber mechanischen Angeboten und wir werden das Unternehmen mit Kontakten in andere Branchen und neue Märkte tatkräftig unterstützen.“

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Michael Nolden Dipl.-Ing.
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