Gut für die Wirtschaft – besser für die Umwelt: Netzwerk-Mitglieder nominiert für Umweltwirtschaftspreis.NRW

Gut für die Wirtschaft – besser für die Umwelt: Netzwerk-Mitglieder nominiert für Umweltwirtschaftspreis.NRW

Mit den Unternehmen Cornelsen Umwelttechnologie aus Essen und AQUABURG Hochwasserschutz aus Münster haben es gleich zwei Netzwerk ZENIT-Mitglieder auf die Shortlist zum Umweltwirtschaftspreis.NRW geschafft. Beide unterstützt das NRW.Europa-Team bei ZENIT dabei, aus ökologisch sinnvollen Innovationen profitable Produkte zu machen. Verliehen wird der vom NRW-Umweltministerium und der NRW.BANK ausgelobte und mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis im November.

Wasser ist das verbindende Element der beiden nominierten Unternehmen. Während das eine Gewässer von Verunreinigungen befreit, sorgt das andere dafür, dass Gifte erst gar nicht dort hineingelangen oder Wasser seine auch zerstörerische Kraft entfalten kann.

Wasserschutz

Die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH, Gewinnerin des Innovationspreises des Netzwerks ZENIT im Jahr 2018, plant, baut und betreibt Wasserbehandlungsanlagen. Seit dem Jahr 2015 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entfernung von per- und polyfluorierten Chemikalien aus verunreinigten Gewässern. Viele Verbindungen dieser Stoffgruppe, die mehr als 5.000 einzelne Substanzen umfasst, gelten für den Menschen als erbgutverändernd und krebserregend.

Für den Umweltwirtschaftspreis NRW 2022 bewirbt sich das Unternehmen mit der PerfluorAd-Technologie. Diese wird bei stationären Anlagen angewendet, die in Unternehmen Abwässer von PFC/PFAS reinigen. Die Technologie lässt sich auch temporär nutzen, um zum Beispiel PFAS-belastetes Löschwasser und kontaminiertes Grundwasser zu reinigen.

Die Technologie nutzt dabei das Prinzip der Fällung, wodurch der Materialeinsatz von Aktivkohle und Ionenaustauscherharzen um 90 Prozent und mehr reduziert werden kann. Auch die bei der Wasserbehandlung anfallende Reststoffmenge wird reduziert. Die Produktion des PerfluorAd-Fällmittels erfolgt im Inland, die biologisch abbaubaren Fettsäuren werden aus heimischen Pflanzen gewonnen.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei Cornelsen eine zentrale Rolle. „Größere Unternehmen, die auch auf den sich entwickelnden PFC-Markt aufspringen wollten, haben nach kurzer Zeit und wesentlich geringeren Investments die Entwicklung bereits wieder beendet. Nachhaltigkeit meint in diesem Sinne auch das Festhalten und die konsequente zielstrebige Umsetzung einer Idee, ohne bei ersten Misserfolgen das Thema aufzugeben. In diesem Sinne steht Nachhaltigkeit ebenso für eine Tugend des deutschen Mittelstands“ sagt Geschäftsführer Martin Cornelsen.

blank

Wasserabwehr

Dagegen ist die AquaWand der AQUABURG GmbH ein Angebot für alle, die Wasser gezielt fernhalten wollen oder Wasser vor Kontaminationen schützen wollen bzw. müssen. Die schnelle, mobile Hochwasserschutzwand wird vor Ort in einer Bodenwanne gelagert. Sie ist daher im Bereitschaftsmodus nicht sichtbar, aber im Alarmfall in kürzester Zeit verfügbar und selbst von Laien schnell aufgebaut.

Die Vorrichtung verhindert im Hochwasserfall beispielsweise die Verunreinigung von Gewässern, indem sie durch Schottung von bis zu mehreren Metern Höhe den Austritt von Giftstoffen aus Industrieanlagen nicht zulässt bzw. eine Flutung von Gefahrenbereichen verhindert. Weil Hochwasserschutz in der Zukunft durch den Klimawandel immer bedeutsamer wird, kann die Technologie auch zur Erhöhung der Resilienz von Städten beitragen.

blank

Die AquaWand besteht aus einer Planen-Netz-Stahlkonstruktion; die Lebensdauer beträgt ca. 50 Jahre. Alle Komponenten der Wand können nach Deinstallation der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden.
Das im Jahr 2018 mit dem Effizienz-Preis NRW ausgezeichnete System wird auch im Ausland erfolgreich eingesetzt. „Dank der Unterstützung durch das NRW.Europa-Team bei ZENIT haben wir Partner in Dänemark und in Österreich gefunden, die unser System erfolgreich vertreiben“ beschreibt AQUABURG-Geschäftsführer Hartmut Wibbeler einen von mehreren Aspekten der Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Internationalisierungsteam.

Hintergrund Umweltwirtschaftspreis.NRW

Der 2020 erstmals ausgelobte Wettbewerb würdigt das Engagement und den Mut von Unternehmen der Umweltwirtschaft, denen es gelingt, im Sinne der Gesellschaft und zukünftiger Generationen zu agieren und sich erfolgreich am Markt zu positionieren. Er zeichnet nachhaltige und innovative Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen aus, deren Produkte oder Dienstleistungen Klima- und Umweltschutz sowie Ressourceneffizienz mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden.

Dotiert ist der vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gemeinsam mit der NRW.BANK ausgelobte Preis mit 60.000 Euro. Der Sieger erhält 30.000 Euro, der Zweitplatzierte 20.000 Euro und der Dritte 10.000 Euro.
Quelle u.a.: NRW-Umweltministerium

Informationen zum Wettbewerb

Hochwasserschutz auch für Küstenregionen“ Beitrag zu AQUABURG auf der ZENIT-Webseite

Beitrag über die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH zum Gewinn des ZENIT-Innovationspreises 2018

ZENIT/nrw.Europa-Kontakt

Michael Nolden
Michael Nolden Dipl.-Ing.
  • Fördermittel
  • Nachhaltigkeitsmanagement
  • Netzwerk ZENIT e.V.
  • Technologien
  • Zirkuläre Wertschöpfung
Sabrina Wodrich
Sabrina Wodrich staatl. anerk. Übersetzerin
  • Internationalisierung
  • Nachhaltigkeitsmanagement
X