European Logistics Innovation Day mit 480 Gästen aus 53 Ländern

European Logistics Innovation Day mit 480 Gästen aus 53 Ländern

Corona-bedingt leider nur digital fand der zweite European Logistics Innovation Day (ELID) am 24. und 25. Juni statt. 480 TeilnehmerInnen aus 53 Ländern schalteten sich zum virtuellen ELID zu; darunter TeilnehmerInnen aus vielen europäischen Ländern, aber auch aus China, Israel und den USA. Ziel der zum großen Teil live aus der ZENIT-Villa gestreamten Veranstaltung mit Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner war es, internationale Start-ups mit Unternehmen und Investoren aus den Bereichen Logistik und Supply Chain zu vernetzen. Organisiert wurde die Veranstaltung von ZENIT und der startport GmbH. 

Ob Covid-19, Brexit oder ein havariertes Schiff im Suezkanal, Störungen globaler Lieferketten nehmen stetig zu. Um Lieferketten und die Logistik allgemein robuster zu gestalten, sind Innovationen ein Schlüssel zum Erfolg. Um Innovationen grenzüberschreitend bekannt zu machen, bietet der ELID eine Plattform für Innovationen und die Vernetzung. „Internationaler, grenzenloser Austausch von neuen Ideen, das braucht die Logistik, um nachhaltiger und digitaler zu werden. Logistische Prozesse sind grenzübergreifend, deswegen müssen wir international zusammenarbeiten. Das konnte der ELID auch 2021 leisten. Wir sind stolz, dass sich TeilnehmerInnen aus 53 Ländern angemeldet haben. Das Interesse ist gigantisch.“ sagt Peter Trapp, Managing Director von startport. Unter den 480 TeilnehmerInnen befanden sich 179 Start-ups, 143 Unternehmen und 36 Investoren.

Logistik-Innovationen waren das Thema beim ELID 

Im Vorfeld konnten sich internationale Logistik-Startups für einen Pitch beim ELID bewerben. Durch die Veranstalter wurden insgesamt 29 Start-ups ausgewählt. Diese präsentierten beim ELID ihre innovativen Ideen vor den TeilnehmerInnen. Die Innovationen waren vielfältig: so wurden Blockchain-basierte Frachtbriefe, ein pro-aktives Supply Chain Risk Management oder eine intelligente Transportpalette präsentiert. In den Vorträgen, unter anderem von NRW-Europaminister Dr. Holthoff-Pförtner zur Relevanz der Logistik in Europa, Trendforscherin Vitalia Safronova vom Zukunftsinstitut und Dr. Oliver Weisshuhn von IBM Deutschland ging es um die Logistik der Zukunft: Die Bedeutung offener Grenzen, den Megatrend Mobilität und Zukunftstechnologien. Im Anschluss konnten sich die TeilnehmerInnen in individuellen 1:1-Gespräche miteinander austauschen und vernetzen. Diese konnten im Voraus über die Plattform b2match gebucht werden. Insgesamt fanden 150 Matchmaking-Gespräche statt.

Stream aus Mülheimer Unternehmervilla

Der ELID wurde auch dieses Jahr wieder virtuell veranstaltet und ein Großteil des Events wurde live aus dem Haus Urge in Mülheim an der Ruhr gestreamt. Hier sitzt die ZENIT GmbH. „Als Innovations- und Europaagentur des Landes NRW unterstützen wir gerne die innovativen GründerInnen aus der Logistikbranche. Es war uns eine Freude, nach der tollen Veranstaltung in 2020, den ELID diesmal nicht nur mit zu organisieren, sondern die TeilnehmerInnen virtuell bei uns im Haus Urge zu begrüßen.“ betont Dr. Karsten W. Lemke, Geschäftsführer der ZENIT GmbH. Das Haus Urge blickt dabei auf eine lange Unternehmergeschichte zurück. 1913 baute der Mülheimer Lederfabrikant Jean Baptiste Coupienne das Haus mit dem Architekten Franz Hagen, dessen letzter Besitzer Hugo Stinnes war.

Rückblick 2021
Durch das Online-Brokerage-Event „European Logistics Innovation Day“ im vergangenen Jahr fanden vier europäische Start-ups den Weg in das Start-up Accelerator-Programm von startport. Jedes Start-up erhält über mehrere Monate hinweg maßgeschneiderte Unterstützung auf dem Weg in den Markt. Hierzu zählen Pilotprojekte mit Corporates und somit Marktzugang, Coaching und Veranstaltungen sowie Vermittlung zu potenziellen Investoren. Bei den vier Start-ups handelt es sich um OPTIMIZ (Großbritannien), Quantics (Österreich), Optiyol (Türkei) und BuyCo (Frankreich).

Hintergrund zu starport:

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Die startport GmbH engagiert sich als Tochtergesellschaft des Duisburger Hafens dafür, eine kreative Innovationskultur zu initiieren und die Weiterentwicklung im Bereich Logistik und Supply Chain aktiv voranzutreiben. Mit diesem Anspruch fördert und fordert sie junge Startups, die gemeinsam mit duisport und den hier angesiedelten Unternehmen zukunftsweisende Ideen für die führende Logistikdrehscheibe im Herzen Europas entwickeln. 

 

ZENIT-Kontakt:

Benno Weißner
Benno Weißner Dipl.-Geogr.
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