Disruptive Start-up-Innovationen aus NRW bei den Sweden Innovation Days: Twin Transition im Fokus

Disruptive Start-up-Innovationen aus NRW bei den Sweden Innovation Days: Twin Transition im Fokus

Neun Start-ups und Scale-ups aus Nordrhein-Westfalen sind auf Vorschlag des NRW.Europa-Teams bei ZENIT für eine Teilnahme beim Matchmaking der Sweden Innovation Days 2023 ausgewählt worden. 60 namhafte multinationale Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen werden im Rahmen der dreitätigen, digitalen Veranstaltung vom 21. – 23. März mehr als 400 Gespräche mit rund 180 Start-ups führen. 25 davon mit Unternehmen aus NRW.

Ausgelotet werden soll dabei das Kooperationspotenzial zur Lösung ausgewählter technischer Herausforderungen (Tech Challenges), von denen die meisten die Bereiche Nachhaltigkeit und Digitalisierung berühren. Fokusländer sind Schweden, Indien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Israel, Japan, Südkorea und die USA.

ZENIT unterstützt die Veranstaltung als Partner des Enterprise Europe Network durch die Identifikation, Ansprache und Nominierung von jungen Unternehmen aus NRW. Neun haben es nun in die nächste Runde geschafft: Sie wurden von den teilnehmenden Corporates für bilaterale Gespräche ausgewählt und erhalten damit exklusiven Zugang zu potenziellen Kunden und Kooperationspartnern zur Erschließung neuer Märkte.

Wir gratulieren und wünschen allen ausgewählten Unternehmen viel Erfolg bei ihren Gesprächen:

  • Logistikbude GmbH, Dortmund: Die Logistikbude bietet eine sofort nutzbare Software zum Management aller Mehrweg-Objekte in Produktion und Logistik, wie z.B. Paletten, Gestelle oder Behälter. Neben Buchung und Tracking übernimmt die Software auch die Aufbereitung der Daten in Echtzeit, z.B. Schwungorte, Bestände oder Umlaufzeiten, und die Abstimmung mit Lieferanten, Kunden und Partnern.
  • cylib GmbH, Aachen: Das von cylib entwickelte End-to-End-Verfahren für ganzheitliches Batterierecycling zeichnet sich durch die effiziente, ressourcen- und klimafreundliche Rückgewinnung aller wertvollen Elemente einer Elektroauto-Batterie aus. Neben dem wichtigen Beitrag hin zu einer Kreislaufwirtschaft weist das Verfahren reduzierte CO2-Emissionen auf.
  • Voltfang GmbH, Aachen:  Voltfang leistet Pionierarbeit bei der Herstellung nachhaltiger Batteriespeichersysteme durch die Wiederverwendung gebrauchter Batterien aus Elektroautos („2nd-life“ Autobatterien). Diese stationären Energiespeichersysteme können genutzt werden, um erneuerbare Energie zu speichern, das Netz zu stabilisieren und auf dem Energiemarkt zu handeln.
  • gemineers GmbH, Aachen: Die gemineers Plattform zur datengetriebenen Qualitätssicherung ermöglicht den mühelosen Zugriff auf bisher unerschlossene Fertigungsdaten, die vollständige Digitalisierung von Produkten und die einfache Bewertung der Bauteilqualität. Hochentwickelte Technologiemodelle verarbeiten die erfassten Maschinen- und Sensordaten zu einem vollständigen Digitalen Zwilling des gefertigten Bauteils.
  • Nature Compound GmbH, Schwerte: Less Plastic, more Future: Mit einem biobasierten, abbaubaren Granulat aus nachwachsenden Rohstoffen will das Start-up und diesjähriger ZENIT Innovationspreisträger einen Beitrag dazu leisten, die weltweite Verschmutzung von Wäldern und Meeren mit Plastikmüll zu bekämpfen und zu mehr Nachhaltigkeit in der Verpackungsindustrie beizutragen.
  • HERA automotive, Aachen: HERA (Heat Energy Recapturing Accumulator) widmet sich der Elektrifizierung der Mobilität, und hier insbesondere der optimierten Leistungsfähigkeit von Batteriesystemen. Für die an der RWTH Aachen entwickelte Technologie wird eine Ausgründung aus der Hochschule angestrebt.
  • envelio GmbH, Köln: Das 2017 als Spin-off der RWTH Aachen gegründete Clean-Tech Softwareunternehmen envelio treibt mit seiner Intelligent Grid Platform die Energiewende weltweit voran, indem es intelligente Verteilnetze für Netzbetreiber und Netzkunden ermöglicht.
  • Your Easy AI, Essen: Die Software des Start-ups aus dem Ruhrgebiet ermöglicht die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in wenigen Mausklicks, ohne, dass dafür Programmier- oder KI-Vorkenntnisse notwendig sind.
  • Membion GmbH, Roetgen: Membranbioreaktoren (MBR) sind Kläranlagen mit Membranen. Sie liefern 1000-mal bessere Wasserqualitäten als herkömmliche Kläranlagen und benötigen nur halb so viel Platz – brauchen dafür aber bisher recht viel Energie, um die Membranen zu spülen. Membion hat einen neuartigen Membranfilter mit innovativer Spültechnik („JetSplash®)“ entwickelt, die diesen Energiebedarf um bis zu mehr als 90% reduziert und weitere Vorteile bietet.

Interessenten, die sich das öffentliche Vortragsprogramm der Sweden Innovation Days (Agenda) ansehen möchten, können sich hier anmelden.

Im Fokus stehen Ansätze zur Lösungen globaler Herausforderungen der digital-ökologischen Transformation, aber auch spezifische Charakteristika des schwedischen Innovationsökosystems. Als Rednerin wird u.a. die Vizepräsidentin der EU-Kommission und Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erwartet. Organisatoren der Veranstaltung sind die schwedische Energieagentur Vinnova, Formas, SISP, Ignite Sweden, AI Sweden und Business Sweden.

Weitere Informationen: Sweden Innovation Days | Free digital event | 21-23 March

ZENIT/NRW.Europa-Kontakt

Johannes Böhmer
Johannes Böhmer Dipl.-Pol.
  • Fachkräftesicherung
  • Internationalisierung