Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: großes Potenzial auch für kleine und mittlere Unternehmen – Landesweiter Auftakt des Zukunftszentrums KI NRW mit 400 Teilnehmern

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: großes Potenzial auch für kleine und mittlere Unternehmen – Landesweiter Auftakt des Zukunftszentrums KI NRW mit 400 Teilnehmern

Wenn sich Unternehmensleitungen und Belegschaften gemeinsam aufmachen, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz auch in kleinen und mittleren Betrieben einzuführen, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit für eine wettbewerbsfähige Weiterentwicklung des Unternehmens und sichere Arbeitsplätze hoch. Darin waren sich die Träger des Zukunftszentrums Künstliche Intelligenz NRW bei einem Onlinekongress am 9. Februar mit über 400 Teilnehmern in Neuss einig. Gefördert vom Bundes- und Landesarbeitsministerium haben sich der Arbeitgeberverband unternehmer.nrw, der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB NRW, deren Bildungswerke BWNRW und TBS, die FernUniversität in Hagen und die Universität Siegen, die Regionalagentur mark und die Technologietransferagentur des Landes ZENIT im ZuZ KI NRW zusammengeschlossen, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu beraten, zu qualifizieren und digitale Technologien einzuführen.

Der digitale Wandel macht sich nicht von allein und auch nicht von nur einigen wenigen Personen im Unternehmen.

Carsten Fischer, Betriebsratsvorsitzender der EJOT GmbH und Dominic Rose, Geschäftsführer der hp-polytechnik GmbH & Co KG, betonen in ihren Beiträgen, dass Investitionen in Digitalisierung umso mehr zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beitrügen, wenn die Belegschaft hinter dem Digitalisierungsprozess stünde, qualifiziert werde und diesen aktiv mitgestalten könne. Fischer wies zudem darauf hin, wie wichtig es sei, auch die Belegschaften von Unternehmen ohne betriebliche Vertretung rechtzeitig vor der Einführung digitaler Technologien mitzunehmen.

Die DGB Nordrhein-Westfalen-Vorsitzende Anja Weber unterstützt das Zukunftszentrum KI NRW als Sozialpartner in dessen Beirat und verwies in der Diskussionsrunde darauf, wie wichtig es sei, Digitalisierung und die Einführung von Künstlicher Intelligenz nicht nur als technischen, sondern auch sozialen Prozess zu begreifen. Mitbestimmung sei dabei eine Chance, Ängsten von vornehinein entgegenzuwirken.

Auch die Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW (unternehmer nrw) engagiert sich im Beirat. Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer des Verbands, bestätigte, dass die Nutzung neuer Technologien, zu denen immer häufiger auch KI-Anwendungen zählten, eine zentrale Voraussetzung für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen sei. Er begrüßte daher die Unterstützung von Unternehmen durch das ZuZ KI NRW bei der Einführung von Digitalisierung und KI.

Für die Implementierungs- und Qualifizierungsprozesse hat das Zukunftszentrum Kompetenzen gebündelt, um u. a. auch Betriebe, die noch keinen Startpunkt gefunden haben oder die dem digitalen Wandel noch skeptisch gegenüberstehen, angemessen zu begleiten. Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der ZENIT GmbH und Konsortialführer des Projekts ZuZ KI NRW, unterstrich die Wichtigkeit, Sorgen vor dem Abbau von Arbeitsplätzen und Rationalisierung ernst zu nehmen. Durch den partizipativen und passgenauen Beratungsansatz des Zukunftszentrums entstünden individuelle Maßnahmen und Methoden, um die Herausforderungen für alle Mitglieder eines Unternehmens wertschöpfend zu bewältigen.

Hintergrund

Das Zukunftszentrum KI NRW, kurz ZuZ KI NRW, unterstützt mit acht Partnern kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Beschäftigte durch praxisnahe, menschenzentrierte Beratung und Qualifizierung dabei, die Chancen und Potenziale von Digitalisierung im betrieblichen Umfeld zu nutzen und damit die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren (KI)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gefördert.

Neben der Thematisierung zum aktuellen Status Quo innerhalb der Unternehmen informierte die Veranstaltung über die Leistungen des Zukunftszentrums, zeigte Praxisbeispiele, beschrieb das Thema KI aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberperspektive und ließ Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Ministerien zu Wort kommen.

Die Akteure des Zukunftszentrums KI NRW freuen sich auf Anfragen von kleinen und mittleren Unternehmen.

Homepage Zunkunftszentrum KI NRW

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Michael Guth
Michael Guth Dipl. Oec.
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