DigiRess: Neues Förderprogramm für mehr Ressourceneffizienz durch digitale Anwendungen

DigiRess: Neues Förderprogramm für mehr Ressourceneffizienz durch digitale Anwendungen

Ab sofort können sich kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft um eine Förderung ihrer innovativen Produktionsverfahren bewerben. Mit dem Programm „Digitale Anwendungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in zirkulären Produktionsprozessen“ (DigiRess) unterstützt das Bundesumweltministerium Betriebe, die Potenziale digitaler Lösungen noch besser nutzen und den Umstieg auf zirkuläre, ressourceneffiziente Produktions- und Wertschöpfungsprozesse schaffen wollen.

Gefördert werden Projekte, die mittels digitaler Lösungen einen effizienteren Umgang mit Ressourcen in KMU ermöglichen, indem sie

  1. den direkten Ressourceneinsatz in Produkten reduzieren (z. B. durch materialsparende Produktdesigns oder den Einsatz von Sekundärrohstoffen),
  2. geplante Ausschüsse und Emissionen vermeiden oderreduzieren (z. B. durch effizientere Fertigungsverfahren oder intelligente Prozesssteuerung),
  3. die technische Produktlebensdauer oder die Nutzungsdauer erhöhen (z. B. durch robustes Design, begleitende Wartungsdienstleistungen in der Nutzungsphase oder update-fähiges, modulares Design),
  4. eine inner- und/oder überbetriebliche Kreislaufführung fördern (z. B. durch Kaskadennutzung von Hilfs- und Betriebsstoffen oder plattformbasierte Geschäftsmodelle für den Handel von Wertstoffen und Sekundärrohstoffen) oder
  5. eine handhabbare Aufbereitung und Wiederverwendung von Produkten gewährleisten (z. B. durch einen digitalen Produktpass/Zwilling oder digitale Produkt-Service-Systeme (PSS)).

Wer wird gefördert?

  • Die Förderung richtet sich hauptsächlich an kleine und mittlere Unternehmen
  • Großunternehmen sind nur in Verbundvorhaben mit KMU antragsberechtigt (mit einem hohen finanziellen Eigenanteil)
  • Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind ebenfalls nur als Verbundpartner antragsberechtigt (und müssen ebenfalls einen finanziellen Eigenanteil nachweisen). Hierbei wird im Einzelfall die Notwendigkeit überprüft.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung
Die Förderung kann unabhängig vom Gegenstand der Förderung in zwei verschiedenen Modulen gewährt werden:

Modul 1 (De-minimis-Beihilfe):
Sofern die Voraussetzungen für eine Förderung im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe bestehen, kann diese angestrebt werden. Die Zuwendung für ein Vorhaben im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe ist auf einen Höchstbetrag von 200.000 Euro begrenzt. Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen können eine Anteilfinanzierung bis zu 75 %, mittelständische KMU eine Anteilfinanzierung bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und Kosten beantragen (Förderquote).

Modul 2 (Beihilfen im Rahmen der AGVO):
Antragstellende, deren Vorhaben den Rahmen einer De-minimis-Beihilfe (Modul 1) überschreiten, können eine Innovationsbeihilfe für KMU und eine Beihilfe für Prozess- und Organisationsinnovationen beantragen. Sofern die Beantragung beider Beihilfen zulässig und angestrebt ist, sind diese in einem einzigen Antrag mit gleicher Förderquote zu beantragen. Es wird eine angemessene Eigenbeteiligung –grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Einreichung der Projektskizzen
Das Antragsverfahren ist zweistufig und erfolgt über das Skizzenportal des VDI Technologiezentrum

Erstmalige Vorlagefrist ist der 15.08.2022. Vorgesehen sind – abhängig von der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln – Fristen im Monatsturnus.
Quelle: u.a. Bundesumweltministerium

KMU mit Interesse am Programm können sich auch an das ZENIT-Förderberatungsteam wenden, das Antragschancen bewertet und bei der  Antragsstellung hilft.

Programminformationen 

ZENIT-Kontakt

Michael Nolden
Michael Nolden Dipl.-Ing.
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Sergej Paveliev M.A.
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