Das Ende von irrationalen Personalentscheidungen: Smart Recruitment mit KI & Psychologie

Das Ende von irrationalen Personalentscheidungen: Smart Recruitment mit KI & Psychologie

HR-Prozesse sind langsam, ineffizient und verursachen massive Kosten. Höchste Zeit für einen neuen Standard, der Unternehmen und Kandidatinnen bzw. Kandidaten nachhaltig verbindet – datenbasiert, automatisiert und objektiv. IAM Global stellt dem omnipräsenten Bauchgefühl bei Hiring- & Jobentscheidung eine schnelle und belastbare Datenbasis zur Seite. Künstliche Intelligenz und wissenschaftlich fundierte Analytik vereinen dabei technischen Fit, persönliche Eignung und die Passung auf die spezifische Positionsstruktur in einem einfachen, transparenten Matching. Als während Corona die Personalbranche zurückfuhr, konnte man mit ganzer Kraft an der technologischen Erneuerung der HR-Welt arbeiten – dabei halfen auch die Innovations- und Fördermittelberatung des NRW.Europa-Teams bei ZENIT.

Christian Balloff ist damals zwar erst 25, blickt aber bereits auf mehrere Jahre Erfahrung im Startup-, Consulting- und Personalbereich zurück, als er 2018 beschließt, mit seiner eigenen Vision eines Unternehmens neue Wege zu gehen. Die Idee: Sein vielschichtiges Know-how als Wirtschaftsingenieur einzusetzen, um Unternehmen und Kandidatinnen und Kandidaten langfristiger, zielführender und damit gewinnbringender miteinander zu verzahnen. Anstatt auf die limitierte Aussagekraft von Lebensläufen und die meist oberflächlichen Abläufe in Bewerbungsprozessen, setzt Balloff von Anfang an auf die Kraft der Daten – künstliche Intelligenz hilft dabei, neben dem Abklopfen von Hard-Skills auch präzise Aussagen über die Persönlichkeit sowie das ideale Arbeitsumfeld eines Kandidaten zu gewinnen.

„Unsere Methodik kombiniert technische Anforderungsanalyse mit psychometrischen Testverfahren und eigener wissenschaftlicher Grundlagenforschung. Mit künstlicher Intelligenz werden die unterschiedlichen Datenpunkte analysiert und zu einem objektiven Gesamtbild vereint.“, erklärt Balloff den Technologieansatz, der in Teilen gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Differentielle Psychologie an der Universität Köln entwickelt wird. Das vorgelagerte Performance Marketing stehe für schnelles und effizientes Sourcing von potenziell interessanten Kandidatinnen und Kandidaten – die darauf aufbauende Matching Intelligence sorge dann für ein datenbasiertes, ganzheitliches Verständnis, wer wirklich am besten zum beauftragenden Unternehmen und auf die konkrete Position passt. Bislang konzentriert sich das Unternehmen auf den IT-Bereich, seit Oktober nimmt das 15-köpfige Team nun auch den Tax & Accounting Markt um Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ins Visier.

Eine zusätzliche Besonderheit steckt in der psychometrischen Analytik, die gemeinsam mit einem renommierten Partner aus dem Coaching- und Executive Search-Bereich entwickelt wird. „Ein ganz wesentlicher Aspekt, den wir mit unserer Analytik herausarbeiten ist aufzuzeigen, dass Können und Wollen eines Kandidaten nicht zwingend deckungsgleich sind. Nur weil ich etwas gut kann, heißt es noch lange nicht, dass ich dies auch tagtäglich gerne tue“, erklärt Balloff. Ziel sei es also zu identifizieren, welche Positionsfaktoren wirklich die entscheidenden für ein langfristig erfolgreiches Arbeitsverhältnis sind. Vorgefilterte Kandidatinnen und Kandidaten, die das knapp 20-minütige Analysetool durchlaufen, werden neben einem klassischen Profil in Form eines übersichtlichen Match Reports beim beauftragenden Unternehmen vorgestellt.

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Beratung zu Wachstumsfinanzierung, Technologie- und Geschäftsmodellentwicklung

Der finanzielle Bedarf für die Entwicklung des dahintersteckenden Systems war und ist hoch. Auf Empfehlung des DITEC, dem Düsseldorfer Technologie- und Innovationszentrum, das für die Region zuständiger NRW.Innovationspartner ist, nahm Christian Balloff 2020 Kontakt zu den ZENIT-Fördermittelexperten auf. In Berater Sergej Paveliev fand er den richtigen Ansprechpartner. Gemeinsam konnten gleich mehrere Zuschüsse eingeworben werden. Zunächst wurde das junge Unternehmen für das Programm INVEST – Zuschuss für Wagniskapital des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) qualifiziert. Obwohl das Tätigkeitsfeld der klassischen Personalberatung im Programm nicht als innovationsorientierte Branche berücksichtig wird, gab es aufgrund technologischer Innovationskraft und Fokus auf die eigenständige Entwicklung einer leistungsstarken Software-Plattform einen positiven Bescheid. Dazu wurde von ZENIT die digitale Technologie und das Geschäftsmodell nach Innovationskriterien bewertet und eine entsprechende Stellungnahme für die Gutachter beim Projektträger verfasst.

Im Anschluss systematisierte und dokumentierte das NRW.Europa-Team im Rahmen einer Innovationsmanagementberatung den Entwicklungsplan für das vollständig digitale System. Genutzt werden konnte dies für die erfolgreiche Beantragung von Zuschüssen aus dem NRW-Programm Mittelstand Innovativ & Digital, MID. Eingeworben wurden darüber sowohl Gelder für den Einkauf externer KI-Programmierung, als auch die Einstellung eines Software-Ingenieurs.

„Die Innovationsmanagement- und Fördermittelberatung des NRW.Europa-Teams bei ZENIT hat uns beim Einsammeln von Risikokapital aus dem INVEST-Topf sowie dem NRW-Programm Mittelstand Innovativ & Digital sehr geholfen. Dank Zuschüssen aus Letzterem konnten wir nicht nur zusätzliches, externes Know-how einkaufen und damit unseren Entwicklungspfad deutlich beschleunigen, sondern zudem einen weiteren spezialisierten IT-Professional einstellen. Ich danke dem Team von ZENIT sowie insbesondere Sergei Paveliev für die wirklich großartige Zusammenarbeit und Unterstützung.“ Christian Balloff, Co-Founder & CEO | Gründer & Geschäftsführer der IAM Global GmbH

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