Corona und die Folgen: Wie das Ruhrgebiet durch die Krise kommt

Corona und die Folgen: Wie das Ruhrgebiet durch die Krise kommt

Die Coronakrise hinterlässt auch in der Wirtschaft der Metropole Ruhr tiefe Spuren. Doch aufgrund spezieller Stärken der Region eröffnet sie auch Chancen für die Zukunft. Das ist die Kernaussage eines Berichts des Ruhr-Forschungsinstituts für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) zu den Corona-Folgen für die Wirtschaft im Ruhrgebiet.

Der Report geht davon aus, dass die Coronakrise bereits bestehende Transformationsprozesse wie die Digitalisierung beschleunigt. Davon können vor allem drei regional starke Zukunftsbranchen profitieren: Cybersecurity, Digital Health sowie Greentech und dabei insbesondere Wasserstoff. Hier die wichtigsten Aussagen des Reports.

IT-Sektor und Cybersecurity

Viele Unternehmen lassen ihre Beschäftigten seit der Pandemie im Homeoffice arbeiten. Das wird zum Teil auch nach Corona so bleiben. Das bringt neue Herausforderungen, aber auch Chancen für die IT-Branche.

Die Metropole Ruhr ist ein starker Standort für Cybersecurity, wie zum Beispiel Unternehmen wie G Data (Bochum) oder Aware7 (Gelsenkirchen) zeigen. Sie können auch nach Corona mit steigender Nachfrage rechnen.

Regionale Universitäten und Spitzen-Forschungsinstitute wie das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) an der Ruhr-Universität Bochum oder das Max-Planck-Institut für Cybersicherheit und Privatsphäre in Bochum bilden die nächste Generation an Führungskräften aus.

Gesundheit und Digital Health

Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig ein funktionierender Gesundheitssektor für die Volkswirtschaft ist. Die Politik hat angekündigt, diesen nun weiter zu stärken.

Die digitale Ausrichtung der Hochschullandschaft in der Metropole Ruhr bietet auch Chancen für die Digitalisierung in der Gesundheitsbranche. Das Ruhrgebiet hat in den vergangenen Jahren Expertise auf dem Feld Digital Health aufgebaut.

Im Bereich Ausbildung setzen Institutionen von der FH Dortmund über die Universität Witten-Herdecke bis zur Hochschule für Gesundheit in Bochum zahlreiche innovative Schwerpunkte.

Greentech und Wasserstoff

Um der Wirtschaft in der Coronakrise einen Schub zu geben, plant die Bundesregierung massive Investitionen in Zukunftsfelder. Allein im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie sind Ausgaben in Höhe von neun Milliarden Euro geplant.

Das Ruhrgebiet ist als Industrie- und Energieregion prädestiniert, bei Wasserstoff-Technologien eine wichtige Rolle zu spielen. Wichtige Akteure wie thyssenkrupp Steel, Open Grid Europe oder RWE haben längst eigene H2-Strategien entwickelt.

Im h2-netzwerk-ruhr haben sich 47 Unternehmen, Städte, Universitäten und Institute zusammengetan, um den H2-Standort Ruhr gemeinsam voranzubringen. Neben traditionellen Industrie- und Energie-Firmen sind auch innovative H2-Spezialisten beteiligt.

Stark in der Ausbildung für Zukunftsbranchen

Die Hochschul- und Forschungslandschaft in der Metropole Ruhr hat sich insbesondere mit Studienfächern im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) profiliert und gehört in Bezug auf Absolvent*innen quantitativ und qualitativ zu den bundesweit führenden Regionen. Sie liefern das Potenzial, die drei Zukunftsfelder Cybersecurity, Digital Health sowie Greentech (Wasserstoff) weiter auszubauen.
Quelle: Metropole Ruhr

Corona-Sonderbericht des RUFIS (pdf)

Zusammenfassung Sonderbericht (pdf)

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Dr. Mark Kaspers
Dr. Mark Kaspers Dipl.-Phys.
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