Circular Economy: Online-Audit-Tool zur Selbsteinschätzung und als Beratungsgrundlage

Circular Economy: Online-Audit-Tool zur Selbsteinschätzung und als Beratungsgrundlage

Umweltschutz ist nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch wirtschaftlich ein Megathema. Das gilt sowohl für Anbieter von Umweltschutztechniken, als auch für die vielen produzierenden Unternehmen in NRW, die diese Techniken nutzen. Wer zukünftig eine Förderung für eine innovative Idee sucht, muss wissen, dass ein Drittel der Investitionen aus dem Aufbaupaket NextGenerationEU und dem Siebenjahreshaushalt der EU mit einem Umfang von insgesamt 1,8 Billionen Euro in den Green Deal fließt. Auch Bundes- und Landesmittel folgen diesem Trend. Um einzuschätzen, wo das eigene Unternehmen steht, hat ZENIT einen Online-Audit-CE-Check entwickelt. Foto: iStock Elnur

Der Green Deal mit seinen ambitionierten Zielsetzungen ist eine der Prioritäten europäischer Politik. Ein wesentlicher Aspekt der Umsetzung ist die Förderung von Forschung und Innovation. In dessen Mittelpunkt steht Horizont Europa, das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, über das das NRW.Europa-Team bei ZENIT in verschiedenen Veranstaltungsformaten und individuellen Beratungen regelmäßig informiert.

Der neue Aktionsplan der EU-Kommission als Teil des Green Deals bringt neue Impulse wie zum Beispiel die Zirkuläre Wertschöpfung. Deren Grundidee bzw. die Circular Economy klingt so bestechend gut wie einfach: statt Produkte am Ende ihrer Nutzungsphase zu entsorgen, will sie den Wert der darin enthaltenen Rohstoffe möglichst optimal erhalten.

Damit stellen sich allerdings eine Reihe komplexer Fragen: Aus welchen Stoffen bestehen Produkte genau? Wie sind sie verbaut, mit welchem Aufwand lassen sie sich zurückgewinnen? Ist das Produkt z.B. verklebt oder verschraubt? Welche Nachfrage besteht temporär und wo für recycelte Rohstoffe, aus der sich dann ihr Wert ergibt?

Wer kann diese Fragen besser beantworten als die Unternehmerin/der Unternehmer bzw. das gesamte Unternehmen selbst? Um einen ersten Einstieg für interessierte Unternehmen zu erleichtern, hat ZENIT ein Circular Economy-Audit als Online-Tool entwickelt, mit dem man sich selbständig in verschiedenste Unternehmensbereiche begibt und deren Abläufe mit unterschiedlichsten Aspekten des Circular Economy-Ansatzes hinterfragt und spiegelt. Das Audit ist branchenunabhängig und für nahezu alle produzierenden Unternehmen nutzbar.

Die Menüführung ist einfach und der Zeitaufwand überschaubar (max. 10 min). Nach der ersten Selbsteinschätzung bietet das NRW.Europa-Team, zu dem sechs zertifizierte Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager gehören, ein kostenfreies und persönliches Gespräch an. Ziel ist es, vertiefende Aspekte der Circular Economy-Idee zu beleuchten und daraus potenzielle, spezifische Unternehmensvorteile herauszuarbeiten.

Nachhaltigkeit als Imagethema

Zu den Vorteilen des Circular Economy-Ansatzes gehört aber nicht nur die Einsparung teurer Ressourcen, die Einhaltung von Gesetzen und die Chance, Fördermittel einzuwerben. Auch das „Image“ eines Betriebes wird immer wichtiger. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels haben Unternehmen, die sich um den Umweltschutz bemühen, bei jungen Menschen einen klaren Vorteil gegenüber anderen. Aber auch die die Anforderungen der Kunden an umweltgerechte Produktions- und Produktstandards und den Klimaschutz steigen. Gleiches gilt für das Unternehmen bei den „Verhandlungen“ mit Banken, Versicherungen, Behörden und Nachbarn in Produktionsnähe.

Gleich, aus welcher Perspektive man das Thema Nachhaltigkeit behandelt: Es dominiert wirtschaftliches Handeln und lässt sich aktiv gestalten. Wir freuen uns über Ihre Nutzung des CE-Checks zur Selbsteinschätzung und beraten sie gern.

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ZENIT/NRW.Europa-Team

Michael Nolden
Michael Nolden Dipl.-Ing.
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