Best Practice: Vom Sägen und Shapen – Effiziente Maschinen und innovative Prozesse

Best Practice: Vom Sägen und Shapen – Effiziente Maschinen und innovative Prozesse

Wer Anlagen und Systeme zum Aufteilen tiefgefrorener Lebensmittel oder deren Umformung – dem sogenannten Shapen – sucht, wird in Haltern am See fündig. Das NRW.Europa-Team bei ZENIT berät das 1948 gegründete Unternehmen seit vielen Jahren bei Antragstellungen von Fördermitteln und anderen Projekten.

Kennengelernt hatten sich beide bereits Ende der 1990er Jahre über eine Landesförderung zur Entwicklung der sog. Shaping-Technologie. Durch die Kombination von Sägen und Shapen sind die unterschiedlichsten tiefgefrorenen Lebensmittel in verschiedenen Größen und Formen denkbar. Die vom Unternehmen immer wieder realisierten Innovationen erschließen heute ganz neue Möglichkeiten. Dazu gehören die Verarbeitung von Thunfisch, Shrimps, Geflügel, Kebab-Fleisch und Agrarprodukten. Renommierte Lebensmittel-Marken aus der ganzen Welt setzen deshalb auf die Verarbeitungsanlagen von Nienstedt. Über eine Niederlassung in den USA wird der nordamerikanische Markt bedient.

Auf der Suche nach Informationen zum KMU-Instrument im EU-Rahmenprogramm nahmen die Münsterländer 2014 wieder Kontakt nach Mülheim auf. Mit dem ZIM-Programm wurde schnell eine Alternative gefunden, die sich besser eignete und zu den Bedürfnissen von Nienstedt passte. Die Antragstellung war erfolgreich.

Einige Zeit später half das NRW.Europa-Team mit der Unterstützung bei einem RWP-Antrag der NRW.BANK, der jedoch von Nienstedt zurückgezogen wurde, weil das damit angedachte Vorhaben zeitlich nicht mit den Geschäftsprozessen harmonierte. Das änderte sich jedoch wenig später.

Digitalisierung von Produktionsprozessen

Um noch effizienter zu werden, arbeiteten die Münsterländer an der Optimierung ihrer Produktionsprozesse und der Lagerverwaltung. Für die zukünftige Produktionsplanung und -steuerung holte das KMU erneut das NRW.Europa-Team an Bord. Im Rahmen einer Innovationsberatung wurde gemeinsam die Aufbau- und Ablauforganisation analysiert und ein Soll-Zustand definiert.

Gemeinsam mit dem Digitalisierungsberater Dr. Dieter Kramps, wie Nienstedt Mitglied im Netzwerk ZENIT e.V., erarbeiteten die Akteure in zwei Workshops die wichtigsten To-Dos in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. Unterschiedliche Optimierungsbedarfe sowie schnell umsetzbare Potenziale vor allem im digitalen und systematischen Wissensmanagement wurden festgesetzt.

Aufgebaut werden sollen deshalb unter anderem eine digitale Produktionsplanung und eine integrierte Personalplanung sowie ein automatisiertes Lager. Mit einer damit verbundenen Prozess- und Organisationsveränderung wollen die Verantwortlichen in Zukunft noch mehr und zielgenauer produzieren.

Um den dadurch entstehenden Finanzierungsbedarf abzudecken, wurde im Frühjahr 2020 auch der seinerzeit zurückgezogene RWP-Antrag aktualisiert und eingereicht, dessen Bewilligung Anfang November 2020 noch ausstand. Eingesetzt werden sollen die Mittel unter anderem für die Anschaffung neuer Hard- und Software.

„Das NRW.Europa-Team bei ZENIT unterstützt uns schon seit vielen Jahren bei unterschiedlichen Vorhaben. Das gilt sowohl für die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln, als auch für die Moderation und Begleitung innovativer Geschäftsprozesse.“
Jan Groneberg, Geschäftsführer der Nienstedt GmbH
www.nienstedt.de

Kontakt

Bernd Meyer
Bernd Meyer Prokurist
Dipl.-Ing. Raum- und Stadtplanung
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