Berg- und Tunnelbau: Zulieferer CFT mit weltweiten Standorten auf Erfolgskurs

Berg- und Tunnelbau: Zulieferer CFT mit weltweiten Standorten auf Erfolgskurs

Wenn die Geschäftsgrundlage im Inland wegbricht, geht der Blick in Richtung neue Märkte nicht nur ins direkt benachbarte Ausland. Wie aus einer neuen Ausrichtung ein langfristiger Erfolg wird, zeigt die CFT GmbH aus Gladbeck, die als Mitarbeiter-Buy-out aus der RAG Umwelttechnik 1999 gestartet ist und das größte Unternehmen in der CFH Gruppe ist. Die Gruppe mit ihren 15 Tochterunternehmen und ca. 280 Mitarbeitern liefert heute unter anderem Lüfteranlagen für Berg- und Tunnelbau in die ganze Welt und erwirtschaftet rund 80 Prozent ihres Umsatzes von etwa 60 Millionen Euro außerhalb Deutschlands.

Die Bergbauzulieferindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv gewandelt. Viele Unternehmen verschwanden, haben fusioniert, Produkte für andere Branchen entwickelt oder sich wie die CFT GmbH Compact Filter Technic aktiv auf die Suche nach Kunden und Partnern im Ausland gemacht. Nicht von ungefähr bietet der aktuelle Internetauftritt Produkte und Services neben Deutsch in sechs weiteren Sprachen an. Nachdem 2008 eine Holding zur Bündelung der Geschäftsaktivitäten gegründet worden war, wurden die ersten Unternehmen in Polen und Kasachstan errichtet. Weitere folgten und spannen heute ein Netz von Vertretungen und zum Teil auch Produktionsstätten in 30 Ländern. Dazu gehören unter anderem China, Russland, Nord- und Südamerika und Australien.

Trotz der internationalen Ausrichtung ist man stolz darauf, dass die CFH Gruppe ein Familienunternehmen ist. Repräsentiert wird sie von Firmengründer Dr.-Ing. Reinhold Both und seiner Tochter Corinna Both-Kreiser. Obwohl das Werteversprechen „Made in Germany“ gilt und die Produkte vorrangig komplett in Deutschland gefertigt werden, hat es gerade in Corona-Zeiten „sehr geholfen, Standorte und Mitarbeiter überall auf der Welt zu haben“ weiß Geschäftsleitungsmitglied Knut Jansen und sieht das Unternehmen auch für die Zukunft gut gerüstet: „Dank der internationalen Aufstellung der CFH Gruppe ist unser Knowhow für unsere Kunden immer dort abrufbar, wo sie es benötigen. Wir ergänzen unser Wissen und unsere Erfahrung also auf direktem Weg. Das nutzen wir gezielt zum Vorteil unserer Kunde, um noch effizienter und wirtschaftlicher zu arbeiten.“

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Rund 80 nationale und internationale Patente veranschaulichen die praktische Umsetzung der Firmenphilosophie „Stillstand ist Rückschritt“ in innovative Lösungen. So gehe es in Zukunft darum, IT-Technologien mit Produktionstechnologien zu verschmelzen. Schwerpunkt werde dabei die Verfügbarkeit von Informationen sein. Durch die Vernetzung aller Beteiligten im gesamten Wertschöpfungsprozess könnten so zum Beispiel Fehlerquellen- und Energieverbrauchsanalysen in Echtzeit transparent gemacht werden.

Dem CFT-Knowhow vertrauen aber nicht nur Auftraggeber wie Verkehrsplaner in Sydney, ein britisches Kupferunternehmen oder die Verantwortlichen des Gotthard Basistunnels. Entstaubungsanlagen und Ventilatoren werden auch in Deutschland eingesetzt. Zum Kundenkreis gehören unter anderem die Deutsche Bahn und Verkehrsunternehmen, die ihre Tunnel- und Bahnstrecken sanieren, aber auch Stahlproduzenten wie ArcelorMittal.

Neuer Standort und neue Produkte

Was unter dem Firmenmotto „Breathe the Difference – Hochwertige lufttechnische Anlagen für den Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz“ schon heute angeboten wird, soll in Zukunft noch erweitert werden. So gibt es unter der Überschrift „Breathe the Innovation“ Ideen für die Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlämmen. Bereits gegründet ist dafür die PTC – PARFORCE-Technology Cooperation GmbH. Hintergrund ist ein Gesetz, nach dem bis Ende 2023 Betreiber von Kläranlagen ihr Konzept zur Umsetzung der ab dem 1. Januar 2029 geltenden Verpflichtung zur Phosphor-Rückgewinnung vorlegen müssen. Die PARFORCE-Technologie soll hochwertige Phosphorsäure aus phosphathaltigen primären und sekundären Rohstoffen erzeugen und PTC Komplettlösungen für wissenschaftliche Voruntersuchung und Konzeptentwicklung sowie Planung, Bau und Betrieb von Rückgewinnungsanlagen bieten.

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Neben der Entwicklung neuer Produkte und Angebote beschäftigt die Unternehmensverantwortlichen zurzeit auch der im Frühjahr 2022 anstehende Umzug ins neue Firmendomizil in Marl. Der ist nötig, weil der bisherige Firmensitz in Gladbeck einfach zu klein geworden ist und vielen neuen Anforderungen nicht mehr genügt. Errichtet werden wird dort unter anderem der europaweit wohl innovativste Ventilatoren-Prüfstand, mit dem Flügelraddurchmesser von bis zu 4,20 Meter und einer elektrischen Leistung von 3,8 MW geprüft werden können.

In diesem Zusammenhang entstand auch der Kontakt zu ZENIT-Prokurist Bernd Meyer, der CFT bei der Antragstellung zum Forschungszulagengesetz, der steuerlichen Absetzbarkeit von Forschungsausgaben, unterstützen konnte. Von der Beratung überzeugt und interessiert an weiteren Angeboten musste Corinna Both nicht lange überlegen, um Mitglied im Netzwerk ZENIT e.V. zu werden.

Webseite der CFT GmbH
Webseite der CFH Holding

ZENIT-Kontakt

Bernd Meyer
Bernd Meyer Prokurist
Dipl.-Ing. Raum- und Stadtplanung
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