Aufs engste verbunden: Metallbeschichter sorgt für Haftung mit höchsten Ansprüchen

Aufs engste verbunden: Metallbeschichter sorgt für Haftung mit höchsten Ansprüchen

Wer nach technischen sowie dekorativen Beschichtungen für metallene Oberflächen und Lösungen rund um das Thema Haftung sucht, wird bei der HUEHOCO GmbH in Wuppertal fündig. Das 1927 als einfache Tafellackiererei gegründete Familienunternehmen in dritter Generation ist heute Metallbandbeschichter für höchste Ansprüche mit 14 Standorten in neun Ländern auf vier Kontinenten. Wichtigster Abnehmer ist die Automobilindustrie. Das technologieorientierte Unternehmen findet aber auch Nischenlösungen für andere Kunden, entwickelt eigene Beschichtungsstoffe und verfügt über ein breites Produktportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Metallverarbeitung.

Rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen vom bergischen Stammwerk der HUEHOCO Gruppe aus für die perfekte Haftung von Metallträgern mit Gummi oder Kunststoff. Mit seinen vier Beschichtungsanlagen ist Wuppertal der wichtigste Beschichtungsstandort der Gruppe. Vorstellen kann man sich die Metall-Coils wie überdimensionierte Tesa-Rollen, die im µm-Bereich beschichtet werden. Hierzu wird auf das Metallband im Walzenauftragsverfahren endlos Lack aufgetragen. „Um Gummibeschichtungen mit großer Schichtdicke produzieren zu können, musste das entsprechende Metallband mehrmals hintereinander durch die Anlage laufen, was dadurch sehr ressourcenintensiv war. Dies wollten wir unbedingt verbessern“ erinnert sich Dr. Ulrich Irle, Geschäftsführer und Technikverantwortlicher der Gruppe. Aus der innovativen Idee wurde Realität. Gefördert wurde deren Umsetzung 2017 mit mehr als zwei Millionen Euro aus dem Bundesumweltministerium.  

Forschung und Entwicklung

Herausgekommen ist eine Gummi-Extrusionsanlage, die im Beschichtungsprozess rund 96 Prozent Lösemittel eingespart. Die Anlage war in der Firmengeschichte die größte Einzelinvestition am Standort Wuppertal und verknüpft heute Wirtschaftlichkeit, Ressourcen- und Umweltschutz miteinander.

Auf der Suche nach bestmöglichen Lösungen beim Thema Haftung experimentieren die Wuppertaler als entwicklungsorientiertes Unternehmen auch in kleineren Maßstäben. „Wir erfinden uns immer wieder neu und helfen unseren Kunden damit, auch für ausgefallene Materialien, die manchmal einfach als Granulat mitgebracht werden, die richtige technische Haftungslösung zu finden“, freut sich Ulrich Irle.

So wurde unter anderem ein beschichtetes Metallband für einen Nierensteinzertrümmerer entwickelt, der für eine längere Lebensdauer des Geräts sorgt. Aber auch Farb-Prüfbleche für Mustertests in der Lackindustrie, Brennstoffzellen, Windkraft, Backformen, Zierrosetten für Särge, Kennmarken für Nutztiere, Firstklammern für den Dachbereich oder beschichtete Bleche für Teilchenbeschleuniger entstanden im hauseigenen Entwicklungslabor.

Der Zukunft sehen die Verantwortlichen in Wuppertal optimistisch entgegen, obwohl es Corona-bedingt zurzeit zu Problemen in der Lieferkette kommt. „Unsere Auftragsbücher sind voll und als Familienunternehmen sehen wir vielleicht ein bisschen weniger auf die Quartalszahlen, sondern orientieren uns langfristig. Das gilt auch für Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um für unsere Kunden auch in Zukunft die richtigen Lösungen zu haben“ fasst Ulrich Irle die Unternehmensphilosophie zusammen.

In diesem Zusammenhang entstand der Kontakt zu den ZENIT-Förderexperten. In einem ersten Workshop im Mai 2021 ging es aber nicht nur um die Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU, sondern auch um die Potenziale, die das Forschungszulagengesetzt zur steuerlichen Förderung von F&E-Projekten bietet.

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„Wir sind schon vor dem ersten Workshop in das Netzwerk ZENIT e.V. eingetreten, weil wir von der Idee überzeugt sind. Sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen und von den praxisorientierten Angeboten zu profitieren, sind zusammen ein rundes Angebot, das wir gerne unterstützen“ beschreibt Ulrich Irle die dahinterstehende Motivation.

Die HUEHOCO Gruppe

Die Gruppe bietet ein breites Produktportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Metallverarbeitung. Dazu gehören unter anderem die Herstellung von Kaltbändern, die eigene Beschichtungsstoffentwicklung und -produktion, das Rollschneid- und Stanzverfahren von Gerüstbändern und die Herstellung von Teilen im Stanz- und Stanzbiegeverfahren.

Eingesetzt werden die Produkte weltweit in über 30 Branchen. Mit etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beliefert die Gruppe Kunden in über 40 Ländern und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund 250 Mio. Euro.
Eine Entwicklung, die 1927 von den Gründungsmitgliedern und Namensgebern des Unternehmens secken, Holzrichter und Co nicht einmal erahnt werden konnte.

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Sergej Paveliev
Sergej Paveliev M.A.
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