EU-Kommission fördert European Digital Innovation Hubs in NRW

In allen Regionen der Europäischen Gemeinschaft sollen Europäische Digitale Innovations Hubs (EDIH) zur Unterstützung des digitalen Transformationsprozesses von Unternehmen und der öffentlichen Hand entstehen. Die EU-Kommission unterstützt den Aufbau der EDIH oder die Weiterentwicklung bestehender Hubs auch in NRW mit jeweils 1 bis 2 Mio. EUR im Jahr. Die nationale Ausschreibung wird Ende Juni, Anfang Juli im Bundesanzeiger erfolgen. „Das Land NRW hat ein großes Interesse, dass sich starke Konsortien mit den Themenfeldern künstlicher Intelligenz, Hochleistungsrechnen, Cybersicherheit aus Nordrhein-Westfalen bewerben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes NRW Innovationspartner und der Landesinnovationsagentur ZENIT durchgeführt.

Mehr als 150 Teilnehmende aus ganz NRW waren zugeschaltet als Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart die Teilnehmenden mit Motivation und Unterstützung per Videobotschaft begrüßte.

EDIH sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie den öffentlichen Sektor bei ihrer digitalen Transformation unterstützen. Aufbauend auf dem Netzwerk bestehender digitaler Innovationszentren (Digital Innovation Hubs) sollen die EDIH Dienstleistungen in den Themenfeldern künstlicher Intelligenz, Hochleistungsrechnen, Cybersicherheit sowie oder weiteren Technologiefeldern, sofern diese dem Bedarf der KMU aus der Region entsprechen, anbieten. Dazu plant die EU-Kommission im Rahmen des Programms für ein digitales Europa (Digital Europe) insgesamt bis zu 240 EDIH mit 1 bis 2 Mio. € pro Jahr zu unterstützen. In der Diskussionsrunde wurden von den Experten Fragen zu nächsten Schritten beantwortet, wie sich Bewerber aus NRW auf die nationale Ausschreibung vorbereiten müssen und was neben der Bildung von Konsortien zu berücksichtigen ist, um bis Mitte August einen Antrag beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einzureichen.

Die Landesregierung NRW unterstützt seit Jahren die Beteiligung von NRW-Akteuren an den eEuropäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation mit einem Handlungskonzept, erläuterte Dr. Waldemar A. Brett, Referatsleiter für Europäische Forschungs-, Innnovations- und Wissenschaftspolitik im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Gewünscht ist dabei auch die Bildung von Synergien, die er zwischen dem künftigen EU-Programm Horizont Europa (Thema „Digitalisierung und Industrie“) und dem Programm Digitales Europa sieht: „Mit Horizont Europa sollen Grundlagen geschaffen und marktreife Technologien entwickelt werden, während mit dem Programm Digitales Europa die Markteinführung und Verbreitung innovativer digitaler Lösungen erfolgen soll“, so Dr. Brett.

Weitere Details zur Beteiligung von Innovationsakteuren aus NRW erläuterten Christian Dinnus, Referatsleiter für „Digitale Wirtschaft und Digitale Geschäftsmodelle“ im NRW-Wirtschaftsministerium und Matthias Kuom aus dem Referat Technologien & Systeme zur Digitalisierung der Industrie der Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte & Technologien der Europäischen Kommission, der live zugeschaltet war.

Die EU-Kommission erwartet, das interessierte EDIH-Konsortien mit den Enterprise Europe Networks zusammenarbeiten, das in NRW seit 2009 federführend von der Innovations- und Europaagentur ZENIT in Zusammenarbeit mit der NRW.BANK und NRW International unter dem Namen „NRW.Europa“ durchgeführt wird.

FAQs zu European Digital Innovation Hubs (EDIH)

European Digital Innovation Hubs – Präsentation von Matthias Kuom

Weitere Informationen:
Anne Müngersdorff
Telefon: 0208 30004-46
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