Steuerliche Förderung unterstützt Forschungs- und Innovationsvorhaben

In jeder Krise steckt auch eine Chance heißt es. Dass dies mehr als Theorie ist, belegen allein die in den letzten zwei Monaten angestoßenen Digitalisierungsprozesse, mit denen Unternehmen auf die Corona-Herausforderungen reagiert haben. Gerade in Zeiten, in denen das Tagesgeschäft nicht so läuft wie gewohnt, lohnt sich für innovative, forschungstreibende Unternehmen jetzt die Beschäftigung mit den Themen industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung und deren steuerliche Förderung. Begünstigt wird diese durch ein seit Anfang des Jahres geltendes Gesetz. Mit dem Forschungszulagengesetz (FZulG) fördert der Bund Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung und damit themenoffene Innovationsprojekte investieren.

„Der Druck auf die Unternehmen wird immer größer. Aber gerade während der Krise ist die Chance für Innovationsprojekte besonders groß. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um sich mit Fragen rund um Digitalisierung, Innovation und Technologie zu beschäftigen“, meint ZENIT-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier. Der Umfang der Förderung des Bundesprogramms, das wg. Corona für viele Unternehmen bislang unter dem Radar geblieben sei, beträgt maximal 500.000 Euro. Antragstellende Unternehmen hätten einen Rechtsanspruch darauf, da das FZulG nicht auf einem Wettbewerbsverfahren im Rahmen eines Förderprogramms und somit keinen „Fördertopf-Deckel“ hat. Der Zuschuss werde am Ende des Jahres einfach mit der Einkommens- oder Körperschaftssteuer verrechnet. Das Gesetzt selbst sei der bereits lange vom Mittelstand geforderte Einstieg in die steuerliche Forschungsförderung.

„Als Innovations- und Fördermittelagentur des Mittelstandes und des Landes NRW setzen wir alles daran, innovative Unternehmen über die Potenziale des Programms zu informieren. Dafür haben wir unter anderem am 28. April einen Livestream angeboten, an dem sich über 420 Mittelständler, Wirtschaftsförderer und Forschungseinrichtungen beteiligt haben“ freut sich Schnitzmeier über die große Resonanz.

Programminhalte

  • Gefördert werden können große und kleine, themenoffene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aller steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland
  • Gefördert werden eigenbetriebliche Forschung, Kooperationsprojekte z.B. mit Hochschulen, Auftragsforschungen
  • Angerechnet werden können 100 % der eigenen Personalkosten (inkl. Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge) und 60 % der externen Kosten (Auftragsforschung)
  • Höchstförderung je Unternehmen 500.000 Euro/Jahr; Förderquote 25 % der förderfähigen Kosten, d.h. max. Projektvolumen FuE-Vorhaben von 2 Mio. Euro 
  • Noch zu benennende Bescheinigungsstellen prüfen die Einstufung der FuE-Vorhaben (Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung); nach Bewilligung werden Aufwendungen am Jahresende mit der Steuererklärung verrechnet und ggfs. rückerstattet  
  • Die Vergabe erfolgt nicht im Wettbewerbsverfahren aus gedeckelten Fördertöpfen, sondern es besteht ein Rechtsanspruch auf Forschungszulage und damit weitgehende Planungssicherheit für die FuE-treibenden Unternehmen.

Es sind vor allem drei Gründe, warum sich der Einstieg in die steuerliche Forschungsförderung gerade jetzt und trotz Liquiditätsproblemen für Mittelständler in NRW lohnt:

  • Die FuE-Vorhaben können noch in diesem Jahr in voller Höhe eingesetzt und geltend gemacht werden
  • Gerade bei Unterauslastung von Mitarbeitern aufgrund anhaltender Einschränkungen durch das Coronavirus können die Vorhaben bearbeitet und am Ende des Jahres die Personalkosten im Projekt geltend gemacht werden
  • Heutige Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation sind die Basis für Beschäftigung, Umsatz und Erträge von morgen

Unsere Innovations- und Förderexperten freuen sich auf Ihre Fragen.
Einen Veranstaltungsmitschnitt des Livestreams finden Sie auf unserem hier.
Präsentation zum Livestream


Kontakt:
Bernd Meyer
Telefon: 0208 30004-45
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